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Coronavirus riegelt Spanien ab: Ab Montag deutlich schärfere Regeln

Update: Sánchez hat versichert, dass für jeden Transport ein triftiger Grund vorliegen müsse. An di...

Update: Sánchez hat versichert, dass für jeden Transport ein triftiger Grund vorliegen müsse. An die Heimatadresse, die "Primera residencia" zurückzukehren sei auf jeden Fall möglich, das dürfte also auch für Deutsche, Österreicher und Schweizer gelten, die in ihre Heimatländer zurückkehren möchten. Umgekehrt einen Urlaubsflug nach Spanien wahrzunehmen, wird ab Montag nicht mehr möglich sein. Unklar ist auch, wie die Fluggesellschaften auf die Ausgangssperre und die Erklärung des Notstandes reagieren werden. Update: Eine Frage bezüglich der langen Zeit, die Spanien brauchte, um den Notstand zu verhängen und die Reisefreiheit vor allem der Madrilenen- einzuschränken, ließ Sánchez unbeantwortet. Er verwies stattdessen auf die Verbreitung von Viren über Regions- oder Landesgrenzen hinaus. Jetzt sei "das Verantwortungsbewusstsein aller Spanier" gefragt. Update: Ministerpräsident Pedro Sanchez bestätigte in seiner offiziellen Rede die zuvor bekannt gewordene Ausgangssperre. Die Einzelheiten dazu sehen Sie weiter unten in diesem Beitrag. Sie sind am Samstagabend in Kraft getreten.    Zudem hat der Regierungschef verschiedene Hilfspakete angekündigt, darunter finanzielle Unterstützung für Arbeitnehmer, Selbstständige und Unternehmen.   Eine Investition von 2.800 Millionen Euro werde in die Autonomen Regionen fließen, "damit sie die Gelder so einsetzen, wie sie es für richtig halten. Der Staat werde die Verteilung der lebenswichtigen Medikamente und Pharmaprodukte koordinieren. Für wichtige Produkte wie Atemmasken werde der Staat außerdem Höchstpreise festlegen, damit jeder Erkrankte ohne Probleme an die wichtigen Produkte kommt.   Eine große Unterstützung kündigt der Ministerpräsident auch für Familien mit Kindern an. Die Schließung der staatlichen Schulen schade vor allem sozialschwachen Familien. Damit auch diese Eltern ihre Kinder bestmöglich unterstützen können, verspricht er 25 Millionen Euro.   Update: Wie erwartet hat die Spanische Regierung das veröffentlichte Dekret bestätigt. Alle aufgeführten Regeln werden ab Montag, 8 Uhr, in Kraft treten. Schulen, Kindergärten und Universitäten werden geschlossen bleiben. Der Staat wird unter Umständen die Gebäude der geschlossenen Einrichtungen in zusätzliche mobile Gesundheitszentren umfunktionieren. Ab Montag, 16. März, riegelt Spanien sich weiter ab, um eine Pandemie des Coronavirus zu verhindern. Öffentliche Straßen dürfen dann nur noch mit einem wichtigen Grund wie der Beschaffung von Lebensmitteln betreten werden. Auch Transport und Straßenverkehr werden eingeschränkt. Betreten öffentlicher Straßen nur mit einem triftigen Grund. Absoluter Vorrang für Krankenwagen und Lebensmitteltransporte. Maßnahmen gegen das Coronavirus treten wohl ab Montag um 8 Uhr in Kraft. Madrid/Alicante - ste. Spanien macht nach der Erklärung des Notstandes Ernst und wird ab Montag, 16. März, um 8 Uhr das öffentliche Leben sehr stark einschränken, um eine Pandemie des Coronavirus zu verhindern. Der Radiosender "Cadena Ser" und die spanische Tageszeitung "El País" veröffentlichten ein Dekret, was voraussichtlich ab kommender Woche in Kraft treten wird. Um sich auf öffentlichen Straßen aufzuhalten, muss nach Recherchen dieser Medien einer der folgenden Gründe vorliegen: Einkauf von Lebensmitteln, Hygieneartikeln oder Medizin Besuch eines Gesundheitszentrums Weg zur Arbeit oder zu einem Geschäftstermin, der unmöglich verschoben werden kann Rückkehr zum Wohnort Pflege von alten oder kranken Angehörigen oder kleinen Kindern Finanzielle oder steuerliche Verpflichtungen wie zum Beispiel das Finanzamt Eine Notsituation Ein spezieller Grund, der von den Sicherheitsbeamten vor Ort als triftig erachtet wird Auch der motorisierte Verkehr wird stark limitiert. Für den Autoverkehr müssen ebenfalls die oben genannten Gründe vorliegen, im Notfall werden auch Straßen gesperrt, um Krankentransporte oder die Versendung wichtiger Nahrungsmittel und medizinischer Artikel zu erleichtern. Die öffentlichen Verkehrsmittel werden auf etwa die Hälfte ihrer üblichen Routen heruntergeschraubt, sollte sich die Lage noch weiter verschlimmern, wird auch über  noch weniger Verbindungen nachgedacht. Langstreckenverbindungen von einer Stadt in die nächste werden auf ein Minimum heruntergeschraubt werden. Diese weitreichenden Maßnahmen werden von vier staatlichen Institutionen durchgeführt und überprüft: Verteidigungsministerium: Soldaten werden wahrscheinlich die Sicherheitskräfte vor Ort unterstützen. Innenministerium: Sicherheitskräfte werden Fußgängerwege, Autostraßen und Bahnhöfe bewachen. Verkehrsministerium: Öffentliche Verkehrsmittel werden eingeschränkt werden und Straßen gesperrt werden. Gesundheitsministerium: Die Krankenhäuser werden in ständiger Alarmbereitschaft sein, um die neu Infizierten zu versorgen. Madrid spanisches Zentrum des Coronavirus In den Medien und der Bevölkerung steht Kritik im Raum, warum gleich ganz Spanien abgeriegelt wird, wenn die Regierung doch so lange gezögert hat, Madrid zu isolieren. Dort hatte es von Anfang an die meisten Fälle des Coronavirus gegeben, schon in dieser Woche hat die Region Bars und Geschäfte schließen lassen. Trotzdem haben sich viele Madrilenen gerade an die Küsten der Provinzen Alicante und Valencia zurückgezogen, um der Epidemie in ihrer eigenen Stadt aus dem Weg zu gehen. Das führte auch in der Region Valencia für neue Infektionen. Es ist jedoch zu vermuten, dass  Madrid noch einmal stärker kontrolliert und reglementiert wird, wie auch immer die Verbote ab nächster Woche konkret durchgeführt werden. Schon zum jetzigen Zeitpunkt werden in der Hauptstadt Menschen auf den Straßen kontrolliert und sie auch nach Hause geschickt, sollte kein triftiger Grund für die Aktivität in der Öffentlichkeit vorliegen. Für Alicante steht aber auch fest, dass auch hier bald madrilenische Verhältnisse einkehren werden, die Straßen werden sich noch weiter leeren, die gesellschaftliche Aktivität wird zum Erliegen kommen und alle Lokale geschlossen werden. Grenzschließung durch Coronavirus? Eine konkrete Passage bezüglich des Grenzverkehrs gibt es in dem von "Cadena Ser" und "El País" zitierten Dokument nicht. Allerdings spricht ein Auszug von einer "España cerrada", einem geschlossenen Spanien. Was das genau für Auslandsreisen, ob mit dem Flugzeug, Schiff oder Auto, bedeutet, ist nicht bekannt. Viele Reisende stehen aktuell vor der Frage, ob und wie sie wieder aus Spanien in die Heimat nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz reisen können. Diese Frage muss zeitnah beantwortet werden. Auch die drei Regierungen äußerten noch keinen Plan, Menschen aus Spanien zurückholen zu lassen.     Bitte beachten Sie, dass sich die Informationen ständig ändern können. Wir versuchen, alle Daten immer möglichst aktuell für Sie zu halten. Konkrete Information zu einer Flugverbindung, die Sie gebucht haben, oder Angaben, wann die Sicherheitsvorkehrungen wohl aufgehoben werden und ob Sie einen Flug wohl an einem gewissen Datum wieder durchführen können, sind uns leider nicht möglich. Vielen Dank für Ihr Verständnis! 

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