Die Geschäfte in Spanien kommen an ihre Grenzen und beschließen neue Maßnahmen. Foto: Ángel García

Coronavirus sorgt für kürzere Öffnungszeiten und Einlasskontrollen in spanischen Supermärkten

Das Coronavirus verlangt den Supermärkten in Spanien einiges ab. Das hat einige dazu veranlasst, neu...

Das Coronavirus verlangt den Supermärkten in Spanien einiges ab. Das hat einige dazu veranlasst, neue Öffnungszeiten einzuführen und Einlasskontrollen durchzuführen. Doch wo kann man noch zu welchen Uhrzeiten einkaufen und welche Begrenzungen gibt es?  Mercadona, Consum und Carrefour limitieren Öffnungszeiten und führen Einlasskontrollen ein. Lidl dankt seinen Mitarbeitern und bittet Käufer, nur das Nötigste mitzunehmen. Die Lebensmittelabteilung vom Corte Inglés bleibt wie gewohnt geöffnet. Valencia - ste. Schlangen bis weit auf den Gehweg hinaus, überquellende Einkaufswagen und volle Kassen: Die Supermärkte in der Region Valencia können sich zu Zeiten des Coronavirus nicht über fehlenden Umsatz beschweren. Doch wie soll dabei der obligatorische Sicherheitsabstand von einem Meter eingehalten werden? Und wie kann die Versorgung in Krisenzeiten gesichert werden? Lebensmittelversorgung trotz Coronavirus garantiert Alle Ketten versichern einhellig, dass keine Lieferengpässe zu befürchten seien. Das hatte auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez in seiner Rede an die Nation Samstagabend versprochen. Trotzdem stehen Einkäufer oft vor leergefegten Regalen, so groß ist die Angst, dass Mercadona, Lidl und Co. bald nicht mehr alles vorrätig haben könnten. Einzelne Gemeinden der Comunidad Valenciana wie Altea haben aktiv dazu aufgerufen, Hamsterkäufe zu unterlassen, damit die gesamte Bevölkerung gleichmäßig und ausreichend versorgt ist. Da trotz mehrfacher Aufforderungen, in Zeiten des Coronavirus nur das Nötigste einzukaufen, weiterhin Panikkäufe stattfanden, haben einige Supermarktketten Rationalisierungs- und Sicherheitsmaßnahmen beschlossen, die Kunden und Angestellte schützen sollen. Mercadona beschließt kürzere Öffnungszeiten und Einlassbegrenzungen Der Supermarkt mit den meisten Filialen in der Region Valencia hat zukünftig nur noch zwischen 9 und 20 Uhr statt wie üblich zwischen 9 und 21.30 Uhr auf. Damit soll die Anzahl der Besucher weiter beschränkt und die Lebensmittelvorräte geschützt werden. Den Familieneinkauf soll nur eine einzige Person übernehmen, die keiner Risikogruppe zuzuordnen sind. Die Eingänge kontrollieren private Sicherheitskräfte, die auch dafür sorgen werden, dass jeder Wartende genügend Abstand zu den restlichen Kunden hält. Der Käufer wird gebeten, nur haushaltsübliche Mengen einzukaufen. Rückgaben werden aus Sicherheitsgründen nicht akzeptiert. Hauslieferungen sind auf absehbare Zeit nicht verfügbar. Mercadona gibt auch bekannt, dass gefälschte Dokumente bezüglich der Einschränkungen des Betriebs im Umlauf sind, die zum Beispiel schreiben, es werde kein Aufschnitt mehr verkauft. Das entspreche nicht der Wahrheit. Carrefour nur noch bis 21 Uhr offen Auch die französische Kette Carrefour mit ihren kleinen Express-Läden und Großmärkten verkürzen ihre Öffnungszeiten im Angesicht des sich weiter verbreitenden Coronavirus. Zukünftig werden die Lokale nur noch von Montag bis Samstag von 9 bis 21 Uhr geöffnet sein. Wie bei Mercadona kontrollieren auch hier private Sicherheitskräfte den Einlass und den Abstand der Besucher. Consum erlaubt maximal sechs Teile Die valencianische Lebensmittelkooperative Consum öffnet ab sofort nur noch zwischen 10 und 20 Uhr ihre Türen. Im Gegensatz zu den Konkurrenten beschränkt der Markt auch die maximale Anzahl an Einkäufen auf sechs Teilen. So sei die Versorgung an Produkten des täglichen Bedarfs ohne Probleme gesichert, erklärt das Unternehmen. Lidl, Aldi und Corte Inglés ohne große Einschränkungen durch Coronavirus Weniger radikal agiert die deutsche Kette Lidl. Einlasskontrollen sind in den spanischen Läden bislang nicht angekündigt und auch Rationalisierungen der Einkäufe werden nicht stattfinden. Von Lesern wird allerdings berichtet, dass es zum Beispiel in der Filiale in Calp auch beim deutschen Supermarkt Einlasskontrollen gab. Er bittet aber seine Käufer über Twitter und Facebook, nur das Nötigste einzukaufen. Außerdem dankt der Supermarkt seinen Mitarbeitern, die seit Wochen unter erhöhter Gefahr und großem Stress arbeiten müssen. Ähnlich sieht es beim anderen deutschen Lebensmittelunternehmen, Aldi, aus. Auf seiner Facebookseite schreibt das Unternehmen, dass Einkäufe aktuell wie gewohnt stattfinden können, und dankt den Mitarbeitern für ihren Einsatz. Auch die Kaufhauskette Corte Inglés ergreift keine Maßnahmen. Die Lebensmittelabteilungen seien wie gewohnt geöffnet und jeder kann die gewünschte Menge kaufen, schreibt das Unternehmen. Bitte beachten Sie, dass alle Informationen sich ständig ändern können. Wir werden den Beitrag aber so aktuell wie möglich halten. 

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