Eine Wirtin händigt zwei Kunden eine Plastiktüte mit Take-Away-Essen aus.
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Die Coronavirus-Regeln an der Costa Blanca betreffen vor allem die Gastronomie.

Verschärfte Restriktionen

Coronavirus an der Costa Blanca: Hotspots, Ausbrüche, Aktuelles

  • vonJudith Finsterbusch
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Auch an der Costa Blanca sind neue Corona-Auflagen wie eine Sperrstunde in Kraft getreten. Zudem riegelt sich die Region Valencia ab. Eine Ausgangssperre will Ministerpräsident Ximo Puig noch nicht verhängen.

Update, 6. November, 13.25 Uhr: Die Entwicklung der durch Corona Neuinfizierten im Kreis Marina Alta ist alles andere als positiv. So meldet das Landesgesundheitsministerium einen Anstieg der Infizierten von insgesamt 76 in den vergangenen drei Tagen. Neuinfizierungen wurden demnach in dieser Zeit in  Jávea, Calp, Benissa, Pego, Pedreguer, Ondara, El Verger, Els Poblets, Parcent, Beniarbeig, Benitatxell, Benimeli und Vall de Laguar registriert. Alleine in der Kreisstadt Dénia kamen 25 Neuinfizierte hinzu. Was die Seniorenresidenz in Teulada anbelangt, so sind es 14 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet wurden. Wie hoch der Anteil der Bewohner und der der Angestellten ist, wurde bislang nicht bekanntgegeben. Unter den zehn einwohnerstärksten Gemeinden des Landkreises sticht momentan einzig Gata de Gorgos hervor, wo es keine weiteren Corona-Infizierten gegeben hat.

Update, 6. November: Das Coronavirus ist in das Seniorenzentrum von Teulada eingedrungen. Das valencianische Gesundheitsministerium hat einen Sars-CoV-2-Infektionsherd in der Residencia María Espinós Llopis registriert. Die genaue Zahl der Coronavirus-Infizierten ist noch nicht bekannt. Die Gesundheitsbehörden haben aber bereits PCR-Tests mit Angestellten und Bewohnern durchgeführt sowie alle erforderlichen Gesundheitsprotokolle abgewickelt, teilt die Landesregierung mit. Die Angestellten befinden sich in Quarantäne und die positiv getesteten Bewohner haben einen abgetrennten Bereich der Residenz bezogen. Alle Anlagen der Seniorenresidenz wurden desinfiziert. Die Gemeindeverwaltung hat alle Bürger aufgerufen, „die Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, Atemschutzmasken zu tragen, auf Abstand zu Mitmenschen zu achten und die Hände regelmäßig und gründlich zu reinigen.  

Update, 5. November: Das Landesgesundheitsministerium meldet 1.804 neue Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunden, 596 davon an der Costa Blanca. Aktiv sind derzeit 13.187 Covid-Fälle in der Region Valencia. Auch wenn die Comunidad Valenciana im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens nach wie vor gut dasteht, bereitet der zunehmende Druck auf die Krankenhäuser wie etwa in Elda Sorge. So hat Landesministerpräsident Ximo Puig denn auch angekündigt, die Maßnahmen erneut zu verschärfen. In einer Pressekonferenz sprach Puig davon, einzelne Städte abzuriegeln und strengere Regeln für private Treffen einzuführen. Derzeit dürfen maximal sechs Personen zusammenkommen, wenn nicht alle im selben Haushalt leben. Wie genau die Verschärfungen aussehen werden, wird am morgigen Freitag, 6. November, bekannt gegeben. Dann trifft sich Puig mit Sicherheitskräften und mit der Vertreterin der Zentralregierung in Valencia, um zu entscheiden, welche Auflagen sinnvoll und durchführbar sind.

Costa Blancaspanischer Küstenabschnitt
ProvinzAlicante
Autonome RegionComunidad Valenciana
Länge244km

Update, 4. November: 1.969 Coronavirus-Fälle in der Region Valencia meldet die Landesregierung für die letzten 24 Stunden . An der Costa Blanca beziehungsweise in der Provinz Alicante haben sich 486 Menschen mit Covid-19 infiziert, in Valencia 1.156 und in Castellón 327. In den Krankenhäusern der Region werden derzeit 1.299 Covid-Patienten behandelt, 204 davon auf Intensivstationen (UCI). In der Provinz Alicante liegen 451 Betroffene in einer Klinik, davon 76 auf der UCI. Bei einer 14-Tages-Inzidenz von 250 hat sich jetzt auch die valencianische Vizeministerpräsidentin Mónica Oltra zu Wort gemeldet. Gegenüber dem staatlichen Fernsehsender TVE forderte sie Einschränkungen für die Gastronomie, wie sie die Nachbarregion Murcia und viele weitere spanische Regionen beschlossen hat. In Murcia sind ab Samstag, 7. November, alle Bars und Restaurants geschlossen. Lediglich das Abholen von Speisen und Getränken ist noch gestattet.

Coronavirus an der Costa Blanca: Alarm in Elda

Update, 3. November, 20 Uhr: Coronavirus-Alarm im Gesundheitsbezirk Elda. Über 1.000 Menschen steckten sich im Hinterland-Bezirk der Costa Blanca in den vergangenen 14 Tagen an - trauriger Rekord im Land Valencia. In der Uniklinik von Elda sind die Stockwerke zwei, drei und vier praktisch nur mit Corona-Patienten belegt. Die Intensivstation (UCI) ist voll. Große Sorge herrscht im Bezirk um Senioren in Altersheimen. Im Pflegeheim Domus Vi hat ein Corona-Ausbruch zu mindestens 80 Angesteckten geführt - die Hälfte davon Nutzer, die andere Angestellte. In Petrer sind im Seniorenheim La Molineta derzeit 30 Menschen positiv getestet, die meisten jedoch wiesen keine Symptome oder nur Fieber auf, so die Landesregierung.

Coronavirus an Costa Blanca: Ansteckungs-Anstieg in Valencia, aber „gewisse Stabilität“

Update, 3. November, 16.30 Uhr: Valencias Ministerpräsident Ximo Puig warnt andere Regionen davor, sich mit Coronavirus-Maßnahmen zu „überschlagen“ und „kompulsiv“ welche erlassen zu wollen. „Das entspricht nicht der Seriosität und Ernsthaftigkeit, mit der wir Bürgern jetzt begegnen müssen“ sagte Ximo Puig in einem Fernsehinterview mit dem Sender Tele5. Seine Vorbehalte gegen eine Ausgangssperre oder Hausarrest wie von Asturien und Kastilien Léon gefordert begründet er mit von der Region zu Region sehr unterschiedlichen Entwicklung der SARS-CoV-2-Epidemie. Valencia habe mit einer Inzidenz von 225 einen „beachtlichen“ Anstieg in den vergangenen zwei Wochen hinnehmen müssen, aber „man bemerkt eine gewisse Stabilität innerhalb des Anstiegs“. Es müsste territoriale Lösungen für die Eindämmung der Coronavirus-Pandemie geben ebenso wie einen permanenten Dialog zwischen den Regionen. Derweil verlängert Valencia die Abriegelung der Region ab Freitag, 6. November, um weitere sieben Tage. Niemand kommt ohne triftigen Grund rein und niemand raus, innerhalb ihrer Region dürfen sich valencianische Bürger aber frei bewegen - was auch die 31 Gemeinden einschließt, für die zusätzliche Auflagen was die Versammlungsfreiheit betrifft gelten. Puig drückte abermals seine Sorge über die Lage in den Krankenhäusern aus. Derzeit seien 1.300 Patienten mit Covid-19 in stationärer Behandlung, 200 auf den Intensivstationen. Platz stünde noch zur Verfügung, „aber die Auslastung nimmt klar zu“

Ministerpräsident Ximo Puig will vorerst ledglich die Region Valencia abriegeln.

Update, 3. November, 13 Uhr: Es ist ein Auf und Ab an der Costa Blanca, insbesondere in der Marina Alta: Nachdem am vergangenen Freitag mit über 80 Coronavirus-Neuinfektionen in den vorherigen drei Tagen alle Alarmglocken läuteten, kann man an diesem Dienstag wieder leicht aufatmen. „Nur“ 43 Personen haben sich seit Freitag in der Marina Alta mit dem Coronavirus angesteckt, keiner ist hier seitdem an Covid-19 gestorben.

Die meisten Fälle gab es in Dénia (14), gefolgt von Calp (9), wo am Freitag wegen damals 24 neuer Fälle große Sorge geherrscht hatte. Neun neue Erkrankte gab es auch in Jávea, in Benitachell kamen drei dazu, in Benissa und Pego je zwei, je einen neuen Fall gab es in Teulada, Ondara, Els Poblets und Beniarbeig.

Aktive Fälle gibt es damit in der Marina Alta zurzeit 182, insgesamt steckten sich hier seit Beginn der Pandemie 1.604 Personen mit dem Coronavirus an. Trotz der leichten Entspannung in dieser Woche steigt der Inzidenzwert in der Marina Alta erstmals auf über 100 und liegt jetzt bei 105,9 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Coronavirus an der Costa Blanca: Valencia verlängert Abriegelung

Update, 3. November: Der valencianische Ministerpräsident Ximo Puig hat angekündigt, die Corona-bedingte Abriegelung (cierre perimetral) der Region Valencia zu verlängern. Ursprünglich sollte das Ein- und Ausreiseverbot in und aus anderen spanischen Regionen bis Freitag, 6. November, 12 Uhr gelten. Puig erklärte jetzt gegenüber dem Fernsehsender „Telecinco“, dass die Einschränkungen auch darüber hinaus gelten sollen. Einen Zeitraum nannte er zwar nicht, Medien spekulieren aber über eine weitere Woche. In dieser Zeit ist der Verkehr zwischen einzelnen Städten und den drei valencianischen Provinzen zwar gestattet, nicht aber das Überschreiten der „Grenzen“ von Valencia nach Katalonien, Aragon, Kastilien La Mancha oder Murcia. „Es ist nur vernünftig, die Abriegelung weiter aufrecht zu halten“, sagte Puig in dem TV-Interview. Derzeit seien 1.300 Krankenhaus-Betten in der Region Valencia mit Covid-Patienten belegt, Tendenz steigend.

Coronavirus an der Costa Blanca: Ausschreitungen in Valencia

Update, 1. November: Die Region Valencia hat am 31. Oktober 1.431 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst, wovon 429 auf Alicante und die Costa Blanca kommen und 775 auf die Provinz Valencia. Die Krankenhäuser der Provinz Alicante bereiten sich auf einen erneuten Covid-Kollpas vor. 25 neue Infektionsherde melden die Behörden, der größte mit 18 Neuinfektionen wurde in Picassent in der Provinz Valencia festgestellt. Auch im Corona-Hotspot Elche registrierten die Gesundheitsbehörden drei neue Ausbrüche, in Alicante fünf. Die meisten dieser Infektionsherde wurden sozialen Treffen zugeordnet. Die Gesamtzahl der Personen, bei denen seit Ausbruch der Pandemie das Coronavirus festgestellt wurde, beläuft sich damit auf knapp über 63.000. Derweil kam es aufgrund der Einschränkungen auf Grundlage der Notstandsregelung am Samstagabend auch auf dem Rathausplatz in Valencia zu Demonstrationen und Ausschreitungen mit den Sicherheitskräften, bei denen den Angaben zu Folge etwa 70 Personen beteiligt waren. Einige warfen Eier und Bierdosen auf die Sicherheitskräfte. Dabei wurden sieben Personen festgenommen und fünf Polizisten verletzt. Samstagabend kam es in mehreren spanischen Städten bei Protesten gegen die Einschränkung der Bürgerfreiheiten zu Ausschreitungen mit der Polizei.

Coronavirus an Costa Blanca: Calpe, Benissa, Jávea und Dénia über zehn Neuinfektionen

Update, 30. Oktober: Die spanische Corona-App „Radar Covid“ zur Nachverfolgung von Infektionen ist jetzt auch in der Region Valencia voll funktionsfähig. Die App Radar Covid kann mit dem Smartphone im Google Playstore oder Apple Store heruntergeladen werden. Wer sie nutzen möchte, muss über die SIP-Karte des spanischen Gesundheitswesens verfügen.

Die Marina Alta bleibt von der Welle stark ansteigender Infektionszahlen nicht länger verschont. 88 Coronavirus-Neuinfektionen verzeichnet der Gesundheitsbezirk um die Kreisstadt Dénia am 30. Oktober – mehr als doppelt so viele wie am Dienstag, als die Zahl bei 43 lag. Die 159 Neuinfektionen der vergangenen beiden Wochen haben den Inzidenzwert auf 92,58 hochgetrieben was leider nur noch im Vergleich zur gesamtspanischen Situation ein sagenhaft guter Wert ist. Von den 88 neuen SARS-Cov-2-Fällen bekommt Dénia 14 ab. Die Kreisstadt hat zudem einen Bürger mit Covid-19 an die Pandemie verloren und 13 Tote seit Ausbruch, der Landkreis Marina Alta 30. Recht viele Neuinfektionen für diese Comarca verzeichnen auch Calpe mit 24, Jávea mit 13 und Benissa mit zwölf. Wer genau wissen will, wie es in seinem Wohnort aussieht, kann einen chatbot nach den Daten des Gesundheitsministeriums fragen: https://covidcv.netlify.app/?fbclid=IwAR0f2Y7X0FYto05cdvz70yZZVi_4yvbXgQV_JU5cQ82nYdQZmsgPzCQSqPk

Valencias Ministerpräsident Ximo Puig (Mitte) hat nach Beratung mit Experten die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verschärft.

Update, 29. Oktober, 21:30 Uhr: Der valencianische Ministerpräsident Ximo Puig hat angekündigt, die Region vorübergehend abzuriegeln. Ab Freitag, 30. Oktober, 12 Uhr, darf niemand die Comunidad Valencia verlassen oder hereinkommen. Die Maßnahme soll vorerst für sieben Tage gelten, Ausnahmen gelten unter anderem für den Weg zur Arbeit, zur Universität, medizinische Notfälle oder die Pflege von Angehörigen. Auch die Rückkehr zum gemeldeten Wohnsitz ist erlaubt. Neben der Abriegelung hat Puig weitere Einschränkungen für Gemeinden angekündigt, in denen die Coronavirus-Zahlen besonders hoch sind. Dazu zählt in der Provinz Alicante vor allem der Süden der Costa Blanca. Diese verschärften Auflagen treten am Samstag, 31. Oktober, in Kraft und gelten vorerst zwei Wochen. An der Costa Blanca sind 28 Kommunen betroffen, ein Großteil davon in der Vega Baja. Zu den Gemeinden zählen  Elche, Elda, Crevillent, Ibi, Pinoso, Muro de Alcoi, Petrer und der gesamte Gesundheitsbezirk Orihuela. Also Albatera, Algorfa, Almoradí, Benejúzar, Benferri, Bigastro, Callosa de Segura, Catral, Cox, Daya Nueva, Daya Vieja, Dolores, Granja de Rocamora, Jacarilla und Orihuela selbst (ausgenommen Orihuela Costa und Torremendo). Im Gesundheitsbezirk Torrevieja sind die Gemeinden Rafal, Redován und San Isidro betroffen. In allen aufgezählten Städten gilt ab 31. Oktober unter anderem:

  • In geschlossenen Räumen - also auch Bars und Restaurants - ist die maximale Personenzahl auf ein Drittel der Kapazität beschränkt. Dies gilt nicht für Kinos, Theater und Kultursäle.
  • Räumlichkeiten im Freien - etwa die Terrassen von Bars und Restaurants - dürfen zur Hälfte der Kapazität genutzt werden.
  • An Beerdigungen dürfen maximal 25 Menschen teilnehmen, an Feiern wie Hochzeiten höchstens 30.
  • An touristischen Führungen dürfen maximal sechs Personen teilnehmen.
  • Bewohner von Seniorenresidenzen dürfen keine Besucher mehr empfangen.

Unterdessen hat die Krankenpfleger-Gewerkschaft Satse Alarm geschlagen. Im Krankenhaus Vega Baja in Orihuela fehle es an Personal, während die Corona-Zahlen gerade im Süden der Costa Blanca immer weiter steigen. Laut Satse arbeiten in der Klinik 2,5 Krankenpfleger pro 1.000 Einwohner, das sei halb so viel wie im nationalen Durchschnitt. Auf der Intensivstation (UCI) des Krankenhauses liegen derzeit 18 Patienten, 16 davon mit Covid-19. Zur Verfügung stehen 21 UCI-Betten mit Beatmungsgerät. Mittlerweile haben fast alle Regionen Spaniens angekündigt, über Allerheiligen dicht zu machen, viele bis 9. November. Das Parlament hat den allgemeinen Coronavirus-Notstand für ganz Spanien für sechs Monate, bis Mai 2021, beschlossen.

Coronavirus an der Costa Blanca: 400 Infizierte und acht Tote

Update, 28. Oktober: 1.066 positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden meldet die Landesregierung für die Region Valencia, 400 davon - und außerdem acht Tote - verzeichnet die Costa Blanca beziehungsweise die Provinz Alicante. Angesichts der Covid-Zahlen hat der valencianische Ministerpräsident Ximo Puig angekündigt, die Region über Allerheiligen abzuriegeln, wenn die Kurve weiterhin so ansteigt wie bisher. Das würde bedeuten, dass vorübergehend niemand in die Comunidad Valenciana ein- oder aus ihr ausreisen dürfte. Die Zentralregierung in Madrid hat es den einzelnen Regionen überlassen, solche Maßnahmen zu ergreifen, wenn sie es für nötig halten.

Coronavirus an der Costa Blanca: Zahlen steigen auch in Dénia wieder

Update, 30. Oktober: Calp und Jávea im Kreis Marina Alta kommen nicht zur Ruhe. In beiden Orten hat es bereits wieder neue Infektionsherde gegeben, meldet Valencias Gesundheitsministerium. In Calp wurden sechs Neuinfizierte gemeldet, der Ursprung liege im sozialen Bereich, so die Behörde. Unterdessen liegt der Infektionsherd in Jávea, wo vier Personen betroffen sind, in einem Unternehmen. In beiden Orten waren erst vor wenigen Tagen neue Infektionsherde gemeldet worden. Vor allem in Jávea bedeutet dies eine beachtliche Kehrtwende. In dem Küstenort waren seit Ende des Notstands im Früher und bis 24. Oktober keine Infektionsherde registriert worden. Der Ort zählte bis dahin zu einem der fünf Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern des Landes Valencia, in dem keine nennenswerten Infektionsherde registriert worden waren.

Update, 27. Oktober, 11.50 Uhr: Nach ihrem „entspannten Herbstanfang“ stimmen in der Marina Alta die an diesem Dienstag gemeldeten Coronavirus-Zahlen, die sich auf den Zeitraum von Freitag bis Montag beziehen, nicht optimistisch. 42 neue Fälle gab es demnach in dem Landkreis, noch vor einer Woche waren nur 15 neue Fälle gemeldet worden. Fast die Hälfte der Infizierten, 20, kommen aus Dénia. In Calp, wo es Ende vergangener Woche einen Infektionsherd im Schulbereich gegeben hatte, gab es sechs neue Fälle, in Beniarbeig und Benissa je vier, in Alcalalí zwei und je einen in Jávea, Teulada, Pego, Pedreguer, Tormos und El Verger. Für Tormos ist es der erste Fall seit Beginn der Pandemie, in Pego und El Verger hatte es seit längerem keine neuen Infektionen mehr gegeben. „Coronavirus-frei“ sind noch folgende Orte in der Marina Alta: Benichembla, Llíber, Senija, Vall d‘Ebo und Vall de Gallinera.

Mit diesen Zahlen rückt die Marina Alta von einem Gebiet mit niedrigem Corona-Risiko zu einem mit mittlerem Risiko auf, da die Inzidenz der vergangenen zwei Wochen mittlerweile wieder bei 51,82 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Vor einer Woche wurden 26,7 Fälle gezählt. Die gute Nachricht: Es ist sei Freitag niemand an Covid-19 verstorben.

Update, 27. Oktober: In der Provinz Alicante ist ein Drittel der Intensivbetten von Coronavirus-Patienten belegt. Die Krankenhäuser von Alicante, Orihuela und Elda sind dabei, die Bettenanzahl auf den Intensivstationen (UCI) aufzustocken, um einen Kollaps zu verhindern. Besonders drastisch ist die Lage in der Klinik Vega Baja (Orihuela): Von 17 UCI-Patienten sind 15 wegen Corona eingeliefert. Das Krankenhaus hat 21 Intensivbetten mit Beatmungsgerät. Erste Patienten wurden in andere Kliniken überwiesen und einige OPs verschoben. Das Hospital Alicante reaktivierte die im Juni errichtete Station mit 15 provisorischen Intensivbetten für nicht Covid-19-Patienten.

Coronavirus an der Costa Blanca: Diese Regeln gelten

Update, 25. Oktober: Die Landesregierung in Valencia hat aufgrund der steigenden Coronavirus-Infektionszahlen in ganz Spanien und auch in der Region weitere Einschränkungen verabschiedet, die ab dem heutigen Sonntag, 25. Oktober, und vorerst bis 9. Dezember an der Costa Blanca und in der gesamten Region gelten. Die wichtigsten neuen Coronavirus-Regeln im Überblick:

  • Zwischen 24 und 6 Uhr gilt ab sofort eine Sperrstunde. Dann darf sich niemand draußen aufhalten oder mit dem Auto fahren. Ausnahmen gelten zum Beispiel für Fahrten zum Krankenhaus oder zum Arbeitsplatz.
  • An Treffen dürfen maximal sechs Personen teilnehmen, wenn nicht alle im selben Haushalt leben. Das gilt sowohl für Treffen im öffentlichen als auch im privaten Raum.
  • In Bars und Restaurants ist der Verzehr am Tresen verboten. An einem Tisch dürfen maximal sechs Personen sitzen, Lokale müssen spätestens um 24 Uhr schließen. Ab 23 Uhr dürfen keine neuen Bestellungen mehr aufgenommen werden.
  • Gärten und Parks dürfen von 8 bis 22 Uhr öffnen.
  • Alkohol darf zwischen 22 und 8 Uhr nicht verkauft werden, außer in Bars und Restaurants.

Hintergrund für die neuen Einschränkungen ist die ansteigende Zahl der Covid-19-Infizierten in der Region Valencia. Am Samstag, 24. Oktober, meldete die Landesregierung 1.690 neue positive Coronavirus-Tests in den letzten 24 Stunden. Davon verzeichnet Castellón 144, die Costa Blanca beziehungsweise Provinz Alicante 639 und die Provinz Valencia 911. Sieben Fälle konnten nicht eindeutig zugeordnet werden. Derzeit liegen 838 Covid-Patienten in Krankenhäusern der Region Valencia, 123 davon auf der Intensivstation (UCI). Im spanischen Vergleich steht die Region nach wie vor gut da, allerdings sind die Zahlen in Valencia in der letzten Woche stark angestiegen. So weist die Comunidad Valenciana bei der jüngsten Auswertung der Daten von Freitag, 23. Oktober, eine Inzidenz von 79,84 Fällen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen auf. Zwar ist die Region nach wie vor weit entfernt vom spanischen Durchschnitt mit einer Inzidenz von 191,11. Aber der Wert ist deutlich gestiegen: Eine Woche zuvor lag er bei 49.

Coronavirus an der Costa Blanca: Zahlen für die Marina Alta

Update, 23. Oktober: 49 neue Corona-Infizierte im Kreis Marina Alta an der Costa Blanca meldet das valencianische Gesundheitsministerium bei der jüngsten Aktualisierung am gestrigen Donnerstag, 22. Oktober. Insbesondere hebt die Behörde zwei neue Infektionsherde mit jeweils vier Neuinfizierten in Dénia und Alcalalí hervor. In Dénia hätten sich vier Personen bei der Arbeit infiziert, während der Infektionsherd in Alcalalí seinen Ursprung im sozialen Bereich habe. Derweil will Valencias Ministerpräsident Ximo Puig für das Land Valencia eine nächtliche Ausgangssperre von jeweils sechs Stunden bis 9. Dezember erwirken. Auch wenn die Region vergleichsweise gut dastehe, sei die Inzidenz in der Region in den vergangenen Wochen um 45 Prozent angestiegen, sagte er. Eine Entscheidung wird für die kommenden 48 Stunden erwartet.

Update 21. Oktober: In Elche haben Gastronomen auf Töpfe schlagend gegen die verschärften Coronavirus- Einschränkungen aus Valencia protestiert. Die verpflichtende Schließung der Restaurants um 23 Uhr „erwürge“ sie und mache auch in Sachen Corona alles schlimmer: Denn statt in den Bars würden die Menschen zu Hause weiterfeiern, ohne Distanzen einzuhalten. Im Süden der Costa Blanca schaffte es Rafal, mit einer Ansteckungsrate von über 500 pro 100.000 Einwohner sogar Madrid zu übertreffen. Die zweite Covid-19-Welle erwischt das Dorf bei Orihuela kalt: In der ersten Welle ab März hatte Rafal nur elf Corona-Fälle gehabt.

Update 20. Oktober: 15 neue Coronavirus-Fälle wurden heute für die Marina Alta bekanntgegeben - einer weniger als bei der letzten Aktualisierung am Freitag. Der Landkreis bleibt damit bei seiner relativ niedrigen Zahl von Corona-Erkrankten, nachdem er einen harten Sommer mit hohen Zahlen hinter sich hat. Von den 15 neuen Fällen stammen fünf aus Dénia, drei aus Gata, je zwei aus Benissa und Jalón und je einer aus Jávea, Calp und Murla. Für Murla ist es der erste Corona-Fall überhaupt, bisher hatte das Virus hier noch keinen offiziellen Einzug gehalten.

Coronavirus an der Costa Blanca: Verschärfte Reglen trotz guten Vergleichswerten

Alicante – Das Landesgesundheitsministerium in Valencia hat die Coronavirus-Einschränkungen für die Costa Blanca und den Rest der Comunidad Valenciana um weitere drei Wochen verlängert. In Kraft tritt die Verlängerung um 0 Uhr am Dienstag, 20. Oktober. Zu den Auflagen gehören unter anderem das Rauchverbot, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, die verschärften Regeln für die Gastronomie und das Nachtleben oder Einschränkungen bei Veranstaltungen. Zusätzlich zu diesen bekannten Regeln, die bereits im August verabschiedet wurden, kommen jetzt verschärfte Einschränkungen dazu.

Hintergrund für die Verschärfung der Einschränkungen und Regeln ist nicht etwa, dass die Corona-Fallzahlen an der Costa Blanca oder im Rest der Region Valencia auffällig gestiegen seien. Vielmehr steht die Comunidad Valenciana weiterhin im Vergleich mit den Covid-Zahlen im restlichen Spanien sehr gut da. Bei der letzten Aktualisierung der Corona-Zahlen am 16. Oktober meldete das Gesundheitsministerium für Valencia eine Sieben-Tage-Inzidenz von 49,92, also knapp 50 Fälle auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Nur die Kanaren können mit 36,27 eine niedrigere Inzidenz aufweisen. Zum Vergleich: Navarra als Region mit der mit Abstand höchsten Inzidenz, verzeichnet knapp 500 Sars-CoV-2-Fälle pro 100.000 Einwohner, Andalusien steht in der Corona-Statistik mit einer Inzidenz von 98,54 recht gut da, Murcia kämpft weiter mit den Covid-19-Zahlen bei einer Inzidenz von 140,10.

Die Landesregierung in Valencia will jedoch den steigenden Coronavirus-Zahlen in Spanien und in vielen weiteren Ländern Europas vorgreifen und hat deshalb die Regeln an der Costa Blanca, in der Provinz Valencia und in Castellón noch einmal verlängert beziehungsweise verschärft. Die Neuerungen betreffen vor allem die Gastronomie. In Bars ist der Verzehr von Getränken oder Speisen an der Theke nur noch erlaubt, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu anderen Gästen gewährleistet ist und ein bestimmter Bereich am Tresen für den Verzehr sichtbar ausgewiesen ist. Gruppen von maximal vier Personen dürfen an der Theke sitzen, die Bedienung an Tischen ist grundsätzlich dem Verzehr an der Bar vorzuziehen.

Coronavirus an der Costa Blanca: Regeln für Gastronomie bleiben

Die bereits geltende Sperrstunde für Bars und Restaurants um 1 Uhr an der Costa Blanca und in der gesamten Region Valencia gehört zu den bestehenden 22 Maßnahmen, die um weitere drei Wochen verlängert werden: Ab 24 Uhr dürfen Wirte keine neuen Gäste mehr einlassen, um 1 Uhr ist Zapfenstreich. Diskotheken, Pubs und Nachtclubs bleiben komplett geschlossen. Für das valencianische Gastgewerbe ist diese Ankündigung von Gesundheitsministerin Ana Barceló ein Schlag ins Gesicht: Die Verbände hatten sich in der Vorwoche für eine Lockerung der Auflagen stark gemacht. Das valencianische Gastgewerbe empfindet die extremen Maßnahmen als Diskrimination, da sich im Gastgewerbe die Krankmeldungen wegen des Coronavirus nicht von denen verschiedener anderer Wirtschaftssektoren unterscheiden würden, sie lägen laut den Erhebungen vom 14. Oktober bei 5,35 Prozent und unter denen des Einzelhandels von 7,25 Prozent. „Das Risiko, sich in einer Bar mit dem Coronavirus anzustecken ist genauso hoch wie in einem Autohaus“, sagte der CET-Verbandsvorsitzende, Luis Martí.

Coronavirus an der Costa Blanca: Einschränkungen in Orihuela und Elche

Zusätzlich zu den Einschränkungen für die ganze Region Valencia gibt es weitergehende Coronavirus-Auflagen für die Städte Orihuela und Elche an der südlichen Costa Blanca sowie Onda in Castellón und Guadassuar nordwestlich von Valencia. Grund ist in allen vier Gemeinden zum einen ein allgemeiner Anstieg der Fallzahlen und zum anderen der Kontrollverlust: Die Corona-Fahnder können nicht mehr eindeutig zuordnen, wer sich wo angesteckt hat. „Das bedeutet, dass sich das Virus in den betroffenen Gemeinden allgemein ausbreitet“, begründete Landesgesundheitsministerin Ana Barceló die Entscheidung.

Folgende Regeln gelten vorerst 14 Tage lang in Guadassuar, Elche und Orihuela – ausgenommen sind Orihuela Costa und Torremendo, weil beide Stadtteile zum Gesundheitsbezirk Torrevieja gehören:

  • Bei Treffen – egal ob in privatem oder öffentlichen Raum – dürfen nur noch maximal sechs Personen zusammenkommen, die nicht im selben Haushalt leben.
  • Bei Totenwachen im Freien sind maximal 25 Personen gestattet, 15 in geschlossenen Räumen.
  • In religiösen Einrichtungen darf maximal die Hälfte der Plätze belegt sein. Das gilt auch für Hochzeiten, Taufen und Kommunionen. Musikauftritte mit Gesang sind verboten.
  • Spielplätze müssen schließen. Sportplätze im Freien dürfen nur zur Hälfte der Kapazität genutzt werden. Öffentliche Gärten dürfen von 8 bis 22 Uhr öffnen.
  • Geschäfte und Märkte dürfen bei der Hälfte der Kapazität öffnen. Der Aufenthalt in Gemeinschaftsbereichen ist untersagt, Freizeitbereiche in Einkaufszentren schließen.
  • Bars und Restaurant dürfen bei 50 Prozent Auslastung öffnen. Das gilt sowohl für Innenräume als auch für Außenbereiche. Bartresen dürfen nicht für den Verzehr genutzt werden. An Tischen dürfen maximal sechs Personen  sitzen. Sperrstunde ist um 23 Uhr.
  • Gemeinschaftsbereiche in Hotels und anderen touristischen Unterkünften dürfen bei maximal 50 Prozent Auslastung genutzt werden.
  • Kinos und Theater dürfen bei 50 Prozent Auslastung der Sitzplätze öffnen.
  • An Amateur-Sportveranstaltungen dürfen maximal 50 Prozent der zugelassenen Teilnehmerzahl mitwirken oder maximal 30 Personen. Auf Außenanlagen maximal 50 Prozent beziehungsweise 100 Teilnehmer. Duschen und Umkleiden dürfen nicht genutzt werden, Publikum ist nicht gestattet.
  • Zwischen 22 und 8 Uhr darf kein Alkohol an Tankstellen oder in Geschäften verkauft werden.
  • Besuche in Alten- und Behinderteneinrichtungen sind verboten, ebenso Ausgänge. Über Ausnahmen entscheidet der behandelnde Arzt.  

In Onda gelten weitestgehend dieselben Corona-Regeln, in einigen Punkten gibt es kleine Lockerungen. So dürfen sich in der Gemeinde nördlich der Costa Blanca beispielsweise maximal zehn Menschen treffen, die nicht im selben Haushalt leben und Geschäfte dürfen bei 60 Prozent Auslastung öffnen.

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