Mehrere Menschen sitzen und stehen an einer Strandbar in Dénia.
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Treffen mit Familie und Freunden sind häufig Grund für neue Coronavirus-Ausbrüche an der Costa Blanca.

Zweite Covid-19-Welle

Corona an der Costa Blanca: Infektionsausbrüche in Torrevieja, Dénia und Pilar

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  • Stella Kirchner
  • Andrea Beckmann
  • Judith Finsterbusch

An der Costa Blanca steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter an. Neue Ausbrüche gibt es in Torrevieja, Dénia, Benidorm, Elche und Pilar. Das Land Valencia versucht, Bewohner von Altersheimen zu schützen und mahnt junge Leute zur Vorsicht.

  • Neue Regeln gelten seit 18. August. Dazu zählt ein umfassendes Rauchverbot.
  • Die Costa Blanca ist mit ganz Spanien, außer den Kanaren, zum Risikogebiet erklärt worden.
  • Region Valencia: 485 neue Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden rund um die Costa Blanca.
  • In Altea infiziert sich eine Gruppe beim Junggesellenabschied mit dem Coronavirus und verschleppt die Krankheit nach Albacete.

Update, 28. August: Die Landesregierung in Valencia hat 436 neue Coronavirus-Fälle von Mittwoch auf Donnerstag mit PCR-Tests registriert, drei Menschen mit Covid-19 sind in diesem Zeitraum verstorben. Allein 245 der Coronavirus-Infizierten stammen aus der Provinz Valencia, 150 aus Alicante und 41 aus Castellón.

Gesundheitsministerin Ana Barceló wertete die Entwicklung der Fallzahlen aufgrund der hohen Testzahl von 11.000 pro Tag als „stabil“. Im Monat August haben die drei Provinzen der Region Valencia 8.706 Coronavirus-Infizierte erfasst. Allerdings nehmen die Fallzahlen in einigen Gebieten wie etwa der Marina Alta und Dénia zu.

In den Seniorenresidenzen der Region sind 36 Infizierte festgestellt worden, wovon 13 auf die Provinz Alicante und 20 auf Valencia kommen.

Die Krankenhäuser der Region stehen wegen Covid-19 noch nicht unter Druck. 332 Patienten müssen wegen der Lungenkrankheit Covid-19 stationär behandelt werden, 42 liegen auf Intensivstationen. An der Costa Blanca müssen 82 Patienten wegen Covid-19 stationär versorgt werden, 15 davon auf Intensivstationen (UCI). Die Nachbarprovinz Valencia ist stärker von der Pandemie betroffen, dort müssen die Krankenhäuser 219 Patienten stationär und 24 in der UCI.

Alles andere als stabil verläuft die Entwicklung der Fallzahlen in Dénia. Die Kreishauptstadt der Marina Alta hat am Mittwoch eine Hiobsbotschaft vom Gesundheitsministerium erhalten, als der siebte Infektionsherd in der Kreishauptstadt und diesmal an einer Arbeitsstelle festgestellt wurde mit sieben Infizierten auf einen Schlag. Am Tag darauf legte das Gesundheitsministerium gleich nach und meldete einen weiteren Infektionsherd - den achten - in Dénia mit vier Coronavirus-Infizierten - diesmal mit einem sozialen Hintergrund.

Update, 26. August: Nach den niedrigen Zahlen der Coronavirus-Neuinfektionen vom Wochenende hat die valencianische Landesregierung am Dienstagabend mit 772 wieder doppelt so viele positive PCR-Tests gemeldet - vermutlich, weil viele Tests vom Wochenende erst am Montag ausgewertet wurden. Bei den neu Infizierten kommen 94 auf die Provinz Castellón, 209 auf die Costa Blanca beziehungsweise Provinz Alicante und mit 469 die meisten wie gehabt auf die Provinz Valencia. 21 Covid-19-Fälle können nicht eindeutig zugeordnet werden.

UrlaubsregionCosta Blanca
ProvinzAlicante
LandValencia
Küstenlänge244 Kilometer

An der Costa Blanca melden die Behörden zwei neue Coronavirus-Ausbrüche in Elche, einer mit vier und ein weiterer mit fünf Betroffenen. Torrevieja verzeichnet einen Ausbruch mit neun Infizierten, Pilar de la Horadada einen Infektionsherd mit 21 Covid-19-Fällen. In Benidorm gibt es einen Ausbruch mit fünf Infizierten, ebenso wie in Alcoy. Weiter nördlich gibt es einen Ausbruch in Gandía mit fünf Betroffenen und in Oliva mit neun Infizierten.

Die valencianische Gesundheitsministerin Ana Barceló führt die hohen Zahlen auf die erfolgreichen Testmethoden zurück: „Die Zahlen zeigen, dass unser Gesundheitssystem bei der frühen Feststellung von neuen Ansteckungen und beim Nachverfolgen aller Kontakte effizient ist“, meinte Barceló. Gleichzeitig warnte sie davor, nachlässig zu werden. „Die steigenden Coronavirus-Fallzahlen zeigen uns ganz klar, dass selbst die größte Vorsicht noch zu klein ist. Wir müssen alle unseren Teil im Kampf gegen das Virus beitragen“, so die valencianische Ministerin.

Die Region Valencia und somit auch die Costa Blanca ist eine von fünf Autonomen Regionen in Spanien, in denen die Zahl der Covid-19-Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner geringer ist als im nationalen Durchschnitt. In Valencia liegt sie bei 89,41, während der spanische Schnitt 173,14 Coronavirus-Fälle pro 100.000 Bürger aufweist. Die weiteren Regionen, die unter diesem Wert liegen, sind Andalusien, Asturien, Extremadura und Galicien.

Dennoch: Zwischen Montag und Dienstag sind vier Menschen an den Folgen des Coronavirus in der Region Valencia gestorben. 331 Betroffene werden in Krankenhäusern behandelt, 91 davon an der Costa Blanca und 13 auf Intensivstationen in der Provinz Alicante. 4.413 Covid-19-Fälle sind derzeit in der gesamten Region aktiv, das sind 15,11 Prozent der positiv Getesteten.

Coronavirus an der Costa Blanca: Zahlen sinken übers Wochenende

Update, 25. August: Am Montagabend hat die Landesregierung mit 393 neuen Coronavirus-Fällen seit der letzten Aktualisierung von Samstag vergleichsweise wenige neue Infizierte gemeldet. Von den 393 neuen Covid-19-Betroffenen leben 17 in Castellón, 97 an der Costa Blanca beziehungsweise in der Provinz Alicante und mit 297 der Großteil in der Provinz Valencia. 44 positive PCR-Tests konnten nicht eindeutig zugeordnet werden. 18 neue Ausbrüche hat die Landesregierung ausfindig gemacht, der Großteil davon in der Provinz Valencia. Für die Provinz Alicante melden die Behörden einen Infektionsherd mit fünf Betroffenen in Alicante, einen mit drei Infizierten in Muro de Alcoy, einen mit vier Betroffenen in Villena und einen mit drei positiv Getesteten in Almoradí.

Coronavirus an der Costa Blanca: 338 Covid-19-Patienten im Krankenhaus

562 Sars-CoV-2-Infizierte konnten in ganz Valencia seit Samstag gesund geschrieben werden, in den Krankenhäusern der Region werden derzeit 338 Covid-19-Patienten behandelt: 15 in Castellón, davon drei auf der Intensivstation (UCI), 96 an der Costa Blanca, davon zehn auf der Intensivstation, und 227 in der Provinz Valencia, 23 in der UCI. Aktiv sind derzeit 3.968 Coronavirus-Fälle, das sind 13,96 Prozent der positiven Tests. Insgesamt wurden in der Region Valencia seit Beginn der Epidemie 755.953 Personen auf Sars-CoV-2 getestet.

Drei Menschen sind seit Samstag an den Folgen einer Coronavirus-Infektion in der Region Valencia gestorben. Damit steigt die Zahl der Toten seit Ausbruch der Epidemie auf 1.498 Personen, 519 davon wohnten an der Costa Blanca. In 33 valencianischen Seniorenresidenzen gibt es derzeit Coronavirus-Fälle, aber: „77 Prozent der betroffenen Altenheime verzeichnen jeweils nur einen Infizierten, entweder beim Personal oder unter den Bewohnern“, heißt es in einer Mitteilung des Landesgesundheitsministeriums. Vier Seniorenheime stehen derzeit unter Beobachtung der Landesregierung, je zwei an der Costa Blanca und in der Provinz Valencia.

Im Norden der Costa Blanca bleibt Dénia an der Spitze der Neuinfektionen. 32 Neuinfektionen sind seit Samstag in der Kreishauptstadt der Marina Alta verzeichnet worden, 14 in Jávea und zwölf in El Verger, weitere zwei in Pego und Teulada sowie einer in Calpe, Els Poblets, Ondara und Gata de Gorgos. Demnach leben 410 Coronavirus-Infizierte im Landkreis, die das Virus weitergeben können, 252 von ihnen in Dénia.

Coronavirus an der Costa Blanca: Fallzahlen leicht gesunken

Update, 22. August: Die Fallzahlen in der Region Valencia sinken leicht, bleiben aber vor allem in der Provinz Valencia auf einem hohen Niveau. Das valencianische Gesundheitsministerium hat am Freitagabend 457 neue Coronavirus-Fälle bekannt gegeben, 18 weniger als am Vortag. Mit einem blauen Augen kam abermals die nördliche Provinz Castellón davon, wo 28 Neuinfektionen festgestellt wurden. Alicante summierte 120, elf weniger als am Vortag. Mit 292 in Valencia besteht dort das höchste Ansteckungsrisiko in der Region. Derzeit haben sich in der Region 3.622 Menschen in der Region Valencia in den vergangenen zwei Wochen mit SARS-CoV-2 angesteckt und können theoretisch das Coronavirus weiterverbreiten. Dieser "aktive" Anteil der Infizierten beläuft sich auf 13,17 Prozent an der Gesamtzahl der Infizierten.

Dabei machten die Behörden 24 Infektionsherde aus von denen zwei auf mehr als zehn Infizierte kommen. Allein 16 Menschen steckten sich an einem Arbeitsplatz in Orihuela an, elf bei einer sozialen Zusammenkunft in Torrent. Ein weiterer Infektionsherd mit fünf Infizierten entdeckten die Behörden in Elche, die weiteren größeren Ausbrüche konzentrieren sich in der Provinz Valencia. Einen Ausbruch mit drei Betroffenen meldet die Landesregierung in La Nucía.

325 Covid-19-Patienten konnten am Freitag aus den Krankenhäusern entlassen werden. Damit benötigen 298 Menschen stationäre Behandlung, acht weniger als am Vortag. In der Provinz Alicante müssen die Krankenhäuser 81 Patienten stationär und acht davon auf Intensivstationen (UCI) behandeln, in Castellón 13 stationär, zwei in der UCI und in Valencia 204 stationär und 22 in der UCI.

Zwei Menschen sind in Seniorenresidenzen der Region gestorben. Es wurden vier neue Coronavirus-Fälle in Seniorenheimen festgestellt, womit das Virus in 33 Zentren der Region grassiert, 14 davon befinden sich in der Provinz Alicante. Sorgen bereitet den Behörden auch der bevorstehende Schulanfang nach den Sommerferien im September.

Coronavirus an der Costa Blanca: 131 neue Fälle gemeldet

Update, 21. August: Die Coronavirus-Infektionszahlen an der Costa Blanca ziehen wieder an. Das Landesgesundheitsministerium aus Valencia registriert 131 neue Fälle, 20 mehr als am Mittwoch mittels PCR-Test erfasst wurden, aber noch unter dem Höchststand vom Montag von 172. Auf alle drei Provinzen der Region Valencia kommen 475 positive SARS-CoV-2-Testergebnisse zusammen, wobei das Coronavirus sich in der Provinz Valencia stark ausbreitet, in der sich die Infektionszahlen verdoppelt haben und von 156 auf 301 anstiegen.

Derzeit leben 3.469 aktive Coronavirus-Infizierte in der Region Valencia, die theoretisch Mitmenschen anstecken können. Damit liegt der Anteil bei 12,83 Prozent aller bisher positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Valencianer.

Die Zahl der neu entdeckten Infektionsherde beziffert das Gesundheitsministerium auf 28 in der Region Valencia, wovon neun in der Provinz Alicante – zwei in Benidorm, zwei in Elche und je einer in Elda, Villajoyosa, Torrevieja, Albatera und Callosa de Segura ­-  ausgemacht werden konnten. Allesamt haben ihren Ursprung in gesellschaftlichen Zusammenkünften.

Zum Glück muss die Provinz Alicante keinen Covid-19-Todesfall verzeichnen. Es bleibt beim Stand von 519. Dennoch benötigen acht Covid-19-Patienten eine Behandlung in Intensivstationen (UCI) und 87 müssen stationär in den Krankenhäusern an der Costa Blanca versorgt werden. Die Krankenhäuser in der Region müssen 306 Personen stationär versorgen, vor genau einer Woche waren es noch 201. Die Zahlen ähneln denen der zweiten Maihälfte. Die Hospitäler verfügen derzeit über genug Kapazitäten, um Coronavirus-Patienten zu versorgen. Bisher müssen auch keine Behandlungen anderer Krankheiten oder Operationen wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Wohl aber haben einige Krankenhäuser Vorbereitungen für einen möglichen Anstieg von Covid-19-Patienten getroffen. So hat beispielsweise das Krankenhaus der Marina Baja in Villajoyosa die Einheiten in der Intensivstation von zwölf auf 24 Betten erhöht, obwohl derzeit nur ein Patient in der UCI liegt.

Ein Nebenschauplatz der Coronavirus-Krise an der Costa Blanca tut sich in Albacete auf. Dort musste das Dorf Villamalea wegen zwei Infektionsherden unter Quarantäne gestellt werden. Der Ursprung eines der beiden Infektionsherde mit 99 Infizierten geht zurück auf eine Junggesellenabschiedsfeier in Altea. Auch im Nachbarort Fuentealbilla sind bereits drei Infizierte erfasst worden.

Nun hat auch der Bürgermeister von Dénia, Vicent Grimalt, an das Verantwortungsbewusstsein junger Menschen appelliert und auf die Gefahren hingewiesen, die von Geburtstagsfeiern und anderen privaten Festen in den Urbanisationen ausgehen. Seit Beginn der neuen Normalität stellten die Gesundheitsbehörden bereits sechs Infektionsherde in Dénia fest. Nun steigen die Infektionszahlen kontinuierlich. In den vergangenen drei Tagen sind in Dénia 35 der insgesamt 46 Neuinfektionen im Kreis Marina Alta festgestellt worden. Derzeit leben 89 Coronainfizierte in Dénia, die sich in den vergangenen 14 Tagen ansteckten und das Virus noch weitergeben können, im ganzen Landkreis sind es 115.

Derweil sind in Calpe und El Verger drei Neuinfizierte registriert worden. Auch im Vall de Laguar hat sich inzwischen das Coronavirus in einem Menschen eingenistet, weitere Fälle mit je einem Infizierten werden aus Benissa, Jávea, Pego und Pedreguer gemeldet.

Update, 20. August: Die Corona-Neuinfektionen sind im Kreis Marina Alta in den vergangenen 14 Tagen unaufhaltsam angestiegen. Lag die Region Anfang des Monats noch auf dem letzten, dem 24. Platz aller valencianischer Landkreise, nimmt sie inzwischen den 8. Platz ein. Besonders betroffen ist Dénia, was dem Tourismus geschuldet sein dürfte. Dort hat das Landesgesundheitsministerium zwei Infektionsherde mit je vier Fällen erfasst, womit die Zahl der Coronavirusinfizierten vom 14. bis 17. August auf 26 Fälle stieg. Mit heutigem Datum gibt es in Dénia 64 Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen mit dem Virus infizierten.

Update, 19. August: Die valencianische Landesregierung hat am Dienstagabend (18. August) 381 neue Coronavirus-Fälle und zwei Todesfälle für die vorangegangenen 24 Stunden gemeldet. 172 Betroffene wohnen an der Costa Blanca beziehungsweise in der Provinz Alicante, 177 in Valencia, 34 in Castellón. 3.276 aktive Fälle verzeichnet die Region aktuell, 278 Covid-19-Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, 34 davon auf Intensivstationen (UCI). Gestorben sind in der Region 1.488 Menschen seit Ausbruch der Epidemie, davon 519 an der Costa Blanca. 21 Altenheime sind aktuell von Sars-CoV-2-Fällen betroffen, davon acht an der Costa Blanca.

Einen neuen Coronavirus-Ausbruch an der Costa Blanca meldet das valencianische Gesundheitsministerium in Alicante mit drei Betroffenen, die Ansteckung ist wohl auf einen Infizierten in einem Mehrfamilienhaus zurückzuführen. Fünf Menschen haben sich in Crevillent bei der Arbeit infiziert, in Villajoyosa gibt es einen Covid-19-Ausbruch mit fünf Betroffenen, der auf das soziale Umfeld zurückzuführen ist. Auch Orihuela (drei Infizierte) und Dénia (vier Betroffene) melden je einen neuen Corona-Ausbruch nach sozialen Kontakten.

Coronavirus an der Costa Blanca: Neue Regeln zum Schutz von Urlaubern und Einwohnern

Update, 18. August: Die neuen Regeln als Reaktion auf die steigenden Coronavirus-Fallzahlen in Spanien gelten in der Region Valencia und somit an der Costa Blanca ab dem heutigen Dienstag, 18. August. Bei den neuen Vorschriften und Einschränkungen handelt es sich um spanienweit gültige Regelungen, die von den Ländern nach und nach umgesetzt werden. Zu den Neuerungen, die in Valencia zunächst 21 Tage lang gelten, zählen:

  • Rauchen im Freien ist verboten, wenn der Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen nicht gewährleistet ist. Das gilt nicht nur für Zigaretten und Zigarren, sondern zum Beispiel auch für Wasserpfeifen oder E-Zigaretten.
  • Diskotheken, Tanzsäle, Karaokebars und Pubs mit und ohne Livemusik bleiben ab sofort geschlossen.
  • In Restaurants, Bars, Strandbars und auf deren jeweiligen Terrassen müssen eineinhalb Meter Platz zwischen den Tischen eingehalten werden. An einem Tisch dürfen maximal zehn Personen sitzen.
  • Bars und Restaurants müssen spätestens um 1 Uhr schließen. Speisen und Getränke aus den Lokalen dürfen nicht außerhalb der Terrassen konsumiert werden.
  • Ebenso wenig dürfen Gruppen auf der Straße oder auf öffentlichen Flächen zusammenstehen und (alkoholische) Getränke zu sich nehmen.
  • Die Behörden empfehlen, private Treffen und Feiern auf maximal zehn Personen zu beschränken.
  • Veranstaltungen mit mehr als 400 Personen müssen vorab vom Gesundheitsamt genehmigt werden.
  • In Seniorenheimen und ähnlichen Einrichtungen werden alle neuen Bewohner vorab per PCR-Test auf das Coronavirus getestet. Bewohner dürfen nur noch den Besuch von einer Person empfangen, maximal eine Stunde täglich.

Zudem hat die valencianische Landesregierung die Coronavirus-Fallzahlen aktualisiert. Für den Zeitraum von Freitag bis Montag meldet das Landesgesundheitsministerium 715 neue Covid-19-Infektionen, damit steigt die Gesamtzahl seit März auf 17.506, aktiv sind derzeit 3.146. Von den neuen Sars-CoV-2-Fällen sind 178 der Costa Blanca beziehungsweise der Provinz Alicante zuzuordnen. 275 Betroffene liegen in valencianischen Krankenhäusern, 74 davon in Alicante. Neun Patienten werden in der Provinz auf Intensivstationen behandelt. Gestorben ist seit Freitag niemand an den Folgen von Covid-19.

Neue Corona-Ausbrüche an der Costa Blanca meldet die Landesregierung in Orihuela mit drei Betroffenen, die sich im sozialen Umfeld angesteckt haben. In Alicante gibt es ebenfalls einen Ausbruch im sozialen Umfeld mit acht Infizierten. Dénia meldet einen Ausbruch mit vier Betroffenen.

Coronavirus an der Costa Blanca: Ausbruch nach Party in Altea

Update, 17. August: Altea verzeichnet einen Mini-Ausbruch mit dem Coronavirus. Nach einem Junggesellenabschied werden elf Personen positiv auf das Sars-CoV-2 getestet, allerdings nicht in Altea, sondern in Villamalea in der Provinz Albacete, wo die Gruppe herkommt. Das Gesundheitsamt des kleinen Ortes mit nur etwa 4.000 Einwohnern meldet aktuell 29 Patienten mit einer aktiven Covid-19-Erkrankung und ließ daraufhin das Kulturzentrum, alle Bars, Kirchen und das Casino schließen. Das Dorf konnte die Ansteckungskette auch noch auf einen zweiten Ausbruch in der Landwirtschaft zurückführen. Wo sich die Gruppe in Altea angesteckt hat, ist nicht bekannt.

Die elf Maßnahmen, die die Zentralregierung als Reaktion auf die steigenden Coronavirus-Zahlen angekündigt hat, werden in Valencia ab Dienstag, 18. August, gelten. Das Landesgesundheitsministerium hat angekündigt, den Maßnahmenkatalog am Dienstag im Landesanzeiger DOGV zu veröffentlichen, damit treten sie in der ganzen Region und somit auch an der Costa Blanca in Kraft. Zu den neuen Coronavirus-Regeln zählt unter anderem ein Rauchverbot, wenn der Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Außerdem werden Diskotheken und Pubs geschlossen, Bars dürfen nur noch bis 1 Uhr öffnen.

Coronavirus an der Costa Blanca: 485 neue Fälle in Valencia

Update, 15. August, 9.30 Uhr: Die Landesregierung in Valencia hat am Freitagabend 485 neue Coronavirus-Fälle gemeldet, 127 mehr als am Vortag. Auf die Provinz Alicante und damit die Costa Blanca kommen 97 neue Sars-CoV-2-Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der Infektionen seit Ausbruch der Pandemie in der Region Valencia auf 16.791., davon gelten 2.918 als aktive Covid-19-Fälle. Die Gesundheitsbehörden konnten 13 Infektionsherde in den vergangenen 24 Stunden ausmachen, fast alle haben mit sozialen Kontakten zu tun.

Den größten Ausbruch verzeichnete Peñíscola mit zehn Fällen, einen weiteren mit neun Fällen spürten die Behörden in Valencia auf. An der Costa Blanca konnte in Dénia ein Ausbruch an einer Arbeitsstelle mit vier Fällen ausgemacht werden. In Orihuela kamen die Behörden zwei Ausbrüchen auf die Spur, einen mit vier und einen weiteren mit drei Infizierten. 17 Personen mussten ins Krankenhaus gebracht und stationär behandelt werden. Derweil konnten 264 Covid-19 Patienten gesund geschrieben werden. Auf der anderen Seite benötigen derzeit insgesamt 218 Personen in der Fünf-Millionen-Einwohner-Region eine stationäre Behandlung in einem der Krankenhäuser, auf die Provinz Alicante kommen 63 Covid-19-Patienten, wovon zehn eine Behandlung auf einer Intensivstation benötigen.

Update, Freitag, 14. August, 17:20 Uhr: Mitglieder der deutschen Bundesregierung bestätigen gegenüber der Tagesschau, dass noch heute eine Reisewarnung für ganz Spanien, also auch die Costa Blanca, mit Ausnahme der Kanaren ausgesprochen werden soll. Der Grund dafür ist der zuletzt immer stärker werdende Anstieg der Coronavirus-Infektionen im Land, aber auch die kritische Lage auf den Urlaubsinseln Mallorca, Menorca und Ibiza. Die Reisewarnung tritt rechtskräftig in Kraft, sobald sie vom Auswärtigen Amt und Robert Koch Institut in die öffentlich einsehbaren Listen der Risikogebiete aufgenommen werden.

Update 14. August: Ein 20-jähriger Rettungsschwimmer aus Calpe wird am Donnerstag, 13. August, positiv auf das Coronavirus getestet und musste auf die Intensivstation (UCI) im Krankenhaus von Dénia eingewiesen werden, weil er unter sehr schweren Beschwerden der Krankheit Covid-19 litt. Ob er sich in seinem Umfeld oder bei einem Rettungseinsatz angesteckt hat, ist nicht bekannt. Vier seiner Kollegen befinden sich nun in häuslicher Quarantäne. Sprecher des Kreiskrankenhauses von Dénia bestätigen gegenüber der spanischen Presse, dass sich der junge Mann schnell erhole. Seit der „neuen Normalität" ist er erst der zweite Patient aus der gesamten Marina Alta, den Dénias Krankenhaus wegen einer Infektion mit dem Sars-CoV-2 auf der Intensivstation versorgen musste. Beim zweiten UCI-Patienten handelt es sich um einen 38 Jahre alten Mann aus Sagra.

Corona in der Marina Alta: Auf Dénia kommen 18 Fälle

Der Landkreis Marina Alta verzeichnet aktuell zum 14. August 24 neue Coronavirus-Fälle im Gebiet von Dénia bis Calpe. Auf Dénia kommen 18 der neuen Covid-19-Fälle, auf Jávea vier und auf El Verger und Calpe je einer. Zieht man den Zeitraum der ersten Augusthälfte heran, muss man zu diesen neuen Fällen die etwa 40 aktiven Covid-19-Fälle im Kreis dazuzählen, die das valencianische Gesundheitsministerium am Montag vermeldete. Dénia kommt 40 Coronavirusfälle, Jávea auf sieben, Calpe auf fünf und El Verger auf einen. Dafür fallen Jalón und Teulada-Moraira raus. Einen grafischen Überblick über die Covid-19-Situation bietet die Landesregierung Valencia.

Corona in der Region Valencia: Fallzahlen steigen

Die Landesregierung Valencia hat am Donnerstagabend (13. August) 358 neue Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden erfasst. Auf knapp 3.000 beläuft sich damit die Zahl der im August in der Region Valencia positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Personen. Laut Gesundheitsministerin Ana Barceló liegt die Fallzahl um ein 15-Faches höher als die in der ersten Juli- und Juni-Hälfte, als rund 200 Fälle gemeldet wurden. Wobei die Infektionszahlen in den drei Provinzen sich stark unterscheiden. Mit 246 Coronafällen gilt die Provinz Valencia als Hotspot der Region, auf Alicante und die Costa Blanca kommen binnen 24 Stunden 84 Fälle und auf die Provinz Castellón im Norden der Region 28. Angespannt ist die Situation in der Landeshauptstadt Valencia, wo sich fast 80 Prozent der neuen Ausbrüche entdeckt wurden und sich 35 Prozent der 180 bekannten Infektionsherde konzentrieren. Derzeit behandeln die Krankenhäuser der Region 200 Covid-19-Patienten stationär, davon liegen 20 auf Intensivstationen (UCI). An der Costa Blanca benötigen derzeit 52 Covid-Patienten eine stationäre Behandlung, sieben davon liegen in der UCI. Die Fluktuation in den Krankenhäusern ist hoch, so konnten laut Gesundheitsministerium Barceló in den vergangenen 24 Stunden auch 255 Corona-Patienten gesundgeschrieben werden und die Krankenhäuser verlassen. Mit einem Anteil von 46 Prozent sind fast die Hälfte aller Covid-Patienten zwischen 35 und 65 Jahre alt, in den Intensivstationen liegt der Anteil dieser Altersgruppe sogar bei 68 Prozent. 39 Prozent aller Coronafälle in stationärer Behandlung sind älter als 65 Jahre.

Corona an der Costa Blanca: Neuer Ausbruch in Dénia

Update, 12. August, 10.05 Uhr: Das valenciansiche Gesundheitsministerium meldet einen neuen Coronavirus-Ausbruch in Dénia. Es handele sich dabei um drei Personen, die Ursache sei im sozialen Umfeld zu suchen, so die Behörde. Im Kreis Marina Alta stieg die Zahl der mit Covid-19 Infizierten seit vergangenen Freitag, 7. August, um 17 Personen an: 13 Betroffene wohnen in Dénia, drei im Nachbarort Jávea und einer in Calp. Schlagzeilen machte zuletzt auch Villajoyosa. Dort stand angeblich ein lokaler Lockdown kurz bevor - eine grenzenlose Übertreibung, wie sich herausstellte.

Coronavirus an der Costa Blanca: 67 Prozent der Betroffenen ohne Symptome

Update, 11. August: 629 neue Coronavirus-Fälle meldet die Landesregierung in Valencia für den Zeitraum von Freitag bis Montag. 133 neue Covid-19-Patienten fallen dabei auf die Costa Blanca beziehungsweise die gesamte Provinz Alicante. 67 Prozent der Betroffenen weisen keine Symptome auf. 2.389 Sars-CoV-2-Fälle sind derzeit aktiv, 183 Menschen liegen im Krankenhaus, 16 von ihnen auf der Intensivstation. Übers Wochenende ist ein Infizierter an den Folgen des Coronavirus gestorben. Damit beläuft sich die Zahl der Toten in der Region Valencia auf 1.482 Menschen.

Update, 10. August, 17.20 Uhr: Nach Auskunft der Stadt Dénia ist der Bewohner der Altenresidenz Santa Lucía, der ursprünglich positiv auf das Coronavirus getestet worden war, nicht an Covid-19 erkrankt. Da der Bewohner keinerlei Symptome gezeigt habe, sei ein zweiter Test veranlasst worden. Dieser habe die Gewissheit gebracht, dass der Mann nicht mit dem Virus infiziert sei, gibt die Kommune bekannt. Demzufolge gebe es in der Seniorenresidenz an der Costa Blanca lediglich zwei infizierte Mitarbeiter, die sich in Quarantäne befänden.

Coronavirus an der Costa Blanca: Schutz für Altersheime, Vorsicht bei jungen Leuten

Valencia – Das Coronavirus ist auch an der Costa Blanca wieder auf dem Vormarsch. Wie auch in der Nachbarregion Murcia und in Andalusien steigen die Zahlen neuer Infizierter kontinuierlich an. Bei der letzten Aktualisierung der Fallzahlen am Freitag, 8. August, meldete das valencianische Gesundheitsministerium 344 neue Infizierte in der gesamten Region Valencia für die letzten 24 Stunden – fast doppelt so viele wie am Vortag mit 177 neuen Coronavirus-Fällen. Insgesamt haben sich damit 14.796 Menschen seit Beginn der Epidemie mit Covid-19 angesteckt. Unter den neuen Infizierten meldet die Provinz Alicante 82 Betroffene, Valencia 240 und Castellón 18 Sars-CoV-2-Patienten.

Coronavirus an der Costa Blanca: 19.281 haben Covid-19 überstanden

Die gute Nachricht: 284 Patienten, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten, konnten gesund geschrieben werden, damit haben insgesamt 19.281 Menschen die Krankheit überstanden. Dennoch sind derzeit 2.073 Covid-19-Fälle an der Costa Blanca und in der gesamten Region Valencia aktiv.

Coronavirus an der Costa Blanca: 160 Patienten sind im Krankenhaus

160 Covid-19-Patienten liegen in valencianischen Krankenhäusern, davon 55 an der Costa Blanca beziehungsweise in der Provinz Alicante. Acht der Coronavirus-Infizierten müssen auf der Intensivstation behandelt werden. Von Donnerstag auf Freitag hat die Region Valencia kein Corona-Todesopfer gemeldet. Dennoch: Insgesamt starben seit Beginn der Epidemie 1.481 Menschen, davon 516 in der Provinz Alicante.

Coronavirus an der Costa Blanca: Viel mehr PCR-Tests als bei erster Welle

Junge Menschen sind am häufigsten betroffen von der zweiten Coronavirus-Welle an der Costa Blanca.

Die steigende Zahl von Coronavirus-Infizierten ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass heute viel mehr getestet wird als während der ersten Welle. Knapp 630.000 Tests hat das valencianische Gesundheitszentrum bislang durchgeführt, davon der Großteil PCR-Tests. Die Lage ist wie in ganz Spanien ernst, aber laut den Behörden unter Kontrolle. Die größten Sorgen bereiten die Altenheime, da sich dort die größte Risikogruppe befindet. Derzeit gibt es Covid-19-Fälle in 16 valencianischen Seniorenresidenzen, darunter acht an der Costa Blanca und in der ganzen Provinz Alicante. Über zwei Einrichtungen hat das Landesgesundheitsministerium die Kontrolle übernommen, eine in Alicante und eine in Valencia.

Landesgesundheitsministerin Ana Barceló hat angesichts der steigenden Coronavirus-Fallzahlen in Altersheimen eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um die Bewohner vor Covid-19 zu schützen. Besuchszeiten werden ebenso eingeschränkt wie Aufenthalte der Senioren außerhalb der Einrichtungen.

Coronavirus an der Costa Blanca: Neuer Ausbruch in Dénia

Einen neuen Sars-CoV-2-Ausbruch meldet die Landesregierung von der Costa Blanca aus Dénia mit vier Betroffenen. Wie die meisten Coronavirus-Infizierten der zweiten Welle haben sich auch die Patienten in Dénia bei einem sozialen Treffen angesteckt. 47,9 Prozent der neuen Ausbrüche sind auf Treffen mit Freunden oder Familienangehörigen zurückzuführen. Darauf folgen Freizeiteinrichtungen mit 15,5 Prozent an gleicher Stelle wie das Arbeitsumfeld. Die meisten Betroffenen (54,4 Prozent) sind zwischen 15 und 34 Jahre alt, die am zweitstärksten betroffene Altersgruppe ist die der 35- bis 64-Jährigen (29,5 Prozent). 37,7 Prozent der Infizierten durchlaufen Covid-19, ohne Symptome zu entwickeln – dabei können sie aber trotzdem andere Menschen anstecken.

Da viele junge Menschen betroffen sind, hält sich auch die Zahl derjenigen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, in Grenzen. Die Behörden warnen jedoch, dass das Coronavirus auch bei Jüngeren Ausnahmen macht und es zu schweren Fällen kommen kann: 6,1 Prozent der 20- bis 29-Jährigen, die sich mit Sars-CoV-2 infiziert haben, müssen im Krankenhaus behandelt werden. Eine Aufnahme in der Intensivstation ist nur bei 0,37 Prozent der jungen Betroffenen nötig.

Im Kreis Marina Alta wurden innerhalb von elf Tagen 25 Neuinfizierte registriert. Auch die Seniorenresidenz Santa Lucía, die lange vorbildlich durch die Corona-Pandemie gekommen war, blieb nicht verschont. Nachdem vergangene Woche ein Angestellter positiv auf das Virus getestet worden war, mussten sich sämtliche Bewohner und Mitarbeiter der Seniorenresidenz einem Test unterziehen. Dabei stellte sich heraus: Mit Sars-CoV-2 ist auch ein zweiter Mitarbeiter infiziert. Außerdem wurden bei einem von insgesamt 79 Bewohnern ebenfalls Sars-CoV-2-Werte diagnostiziert.

Coronavirus an der Costa Blanca: Landesregierung mahnt zu Vorsicht

Den größten Teil der Covid-19-Patienten, die ins Krankenhaus müssen, machen die Über-70-Jährigen aus. „Deshalb möchte ich vor allem die jungen Leute um Vorsicht bitten, da gerade dieser Teil der Bevölkerung die meisten Menschen anstecken kann“, sagte Ana Barceló. Vor allem die Maskenpflicht sei einzuhalten. Die Landesgesundheitsministerin bittet außerdem alle Rathäuser an der Costa Blanca und in der gesamten Region Valencia, Treffen von Familien und Veranstaltungen genau im Blick zu behalten. Bei Veranstaltungen mit über 50 Teilnehmern müssen auch private Ausrichter die Gemeindeverwaltung informieren. Bei mehr als 150 Teilnehmern bedarf es einer städtischen Genehmigung.

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