Strandbesuch wieder möglich

Strände in Dénia offen: Sicherheit geht aber wegen Coronavirus vor

Eine Familie hat sich in erster Strandlinie am Playa Marineta Casiana niedergelassen.
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Am 1. Juni werden Dénias Strände wieder geöffnet.JPG
  • vonAndrea Beckmann
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Endlich kann man wieder an Dénias Stränden baden - allerdings mit noch nie dagewesenen Sicherheitsvorschriften wegen der Coronavirus-Pandemie.

  • Stadt Dénia öffnet Strände mit Beginn der Phase 2 des Deeskalationsplans am 1. Juni.
  • Badegäste müssen sich an eine Vielzahl von Vorsichtsmaßnahmeregeln halten.
  • Die Strände sind in unterschiedliche Nutzzonen aufgeteilt.

Dénia – 20 Kilometer Küste nennt Dénia sein eigen. Darauf ist man seit jeher stolz in dem im nördlichen Bereich der Costa Blanca gelegenen Urlaubsort. Die außerordentliche Ausdehnung der Denianer Küste hat durch die Coronavirus-Pandemie aber eine ganz andere Bedeutung bekommen. Das weiß auch Bürgermeister Vicent Grimalt. Er sagte gegenüber der Costa Nachrichten: „Von Vorteil ist, dass wir so viele unterschiedliche Strände haben, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist und dass es durchaus möglich ist, sich ohne große Einschränkungen an die vorgeschriebenen Sicherheitsabstrände zu halten. Der Nachteil aber in dieser Situation, der wir durch Covid-19 ausgesetzt sind, besteht darin,  dass es schwierig werden wird, auf 20 Kilometern zu kontrollieren, dass sich jeder Strandbesucher an die Sicherheitsregeln hält.“

Von der Theorie her ist die Kommune gut auf die bevorstehende Hochsaison vorbereitet, wie ein Spezialplan zeigt, in dem die Strandzugänge, Reinigungsvorschriften, Aufsichtsbestimmungen sowie notwendigen Rettungsaufsichtsmaßnahmen für den Sommer 2020 geregelt sind. Wie die Strandaufsicht jedoch in der Praxis aussehen wird, wenn die Sonnenhungrigen in den bevorstehenden Sommermonaten an die Strände strömen, steht auf einem anderen Blatt. Denn das dürfte sicher sein. Dénia wird vor allem im Juli und August auf zahlreiche Touristen setzen können, ist der Küstenort doch vor allem ein beliebtes Ziel für spanische Urlauber, die hier ihren Zweitwohnsitz oder Freunde bzw. Familienangehörige mit einem solchen haben. Dénias Strände dürften als auch trotz Corona-Pandemie in der Hochsaison reichlich Zulauf haben.

Infotafeln weisen die Bereiche aus, die für die jeweilgen Nutzer in Frage kommen

Nach Auskunft des Strand-Stadtrats Pepe Doménech sollen an den Hauptstränden, an denen normalerweise der größte Zulauf herrscht, 26 Zugänge durch pasarelas, also Laufstege, gekennzeichnet sein, wenn der Strandbetrieb am 1. Juni anläuft. „Wenn man den Strand über einen dieser Zugänge betreten hat, weisen Informationstafeln auf die drei Bereiche hin, die für verschiedene Nutzergruppen ausgewiesen sind“, erkärt Doménech. So gebe es zum Beispiel eine fünf Meter breite „zona activa“ direkt am Ufer, die für Strandspaziergänger ausgewiesen sei.

Daran schließe die „zona de reposo“ (Ruhezone). In diesem Bereich könnten Badegäste ihre Strandtücher, Liegestühle und Sonnenschirme ausbreiten, wobei die Größe dieses Abschnitts von Strand zu Strand variiere. Der dritte Bereich sei als „zona de resguardo“ (Schutzzone) markiert und für die Ausübung von Sportaktivitäten gedacht. „Sämtliche Zonen werden gut gekennzeichnet sein, damit es keine Verwechslungen gibt“, sagte Doménech. Wie man im Gebiet Las Rotas verfahren werde, das vor allem durch Buchten und kleine Kieselstrände geprägt sei, habe man noch nicht im Einzelnen geklärt.

Strandreinigung ist verstärkt, Laufstege werden desinfiziert

Die Reinigung der Strände sei für die kommende Saison verstärkt worden, teilte der Strand-Stadtrat mit. So werde man den Sand der Strände, die am meisten aufgesucht werden, regelmäßiger als bisher auflockern und durchsieben, und die Laufstege zweimal täglich desinfizieren. Die Fußduschen könne man vorerst nicht in Betrieb nehmen. Dies gelte vorläufig auch für die Spielplätze an den Stränden.

Die Zugänge für Personen mit einem Handicap sollen ab 1. Juli in Betrieb sein, stellte der Stadtrat in Aussicht. Man warte diesbezüglich noch auf besondere Anweisungen von Seiten des Gesundheitsministeriums. Noch nicht geklärt sei in etwa, ob diese Bereiche wegen Covid-19 nur nach vorheriger Anmeldung genutzt werden können.

Rettungsdienst wird am 20. Juni aufgenommen und ist bis 27. September garantiert

Vom 20. Juni bis 31. August seien an Dénias Stränden insgesamt zwölf ehrenamtliche Mitarbeiter des Roten Kreuzes unterwegs, um die Strandbesucher auf Sicherheitsvorkehrungen und Verhaltensregeln hinzuweisen. Entsprechende Faltblätter sollen die Arbeit der Rotkreuzler erleichtern.

Last but not least teilte Dénias Stadtverwaltung mit, dass in diesem Jahr insgesamt 62 Rettungsschwimmer des Roten Kreuzes (spanisch) an Dénias Stränden für die Sicherheit der Badegäste eingesetzt werden sollen. Der Rettungsdienst werde am 20. Juni aufgenommen und ende am 27. September. Im Juni und September sei der Rettungsdienst von jeweils 10.30 bis 19 Uhr, im Juli und August von 11.30 bis 20 Uhr garantiert.

Bis die Strandaufsicht durch das Rote Kreuz in Kraft trete, sei die Betreuung der Strände werktags durch Freiwillige des Zivilschutzes garantiert. An den Wochenenden seien Sonderschichten an den Stränden durch die Ortspolizei vorgesehen. Diese werde insbesonder darauf achten, dass die Sicherheisabstände und die höchstzulässige Personenzahl an den playas eingehalten werden. Dafür werden unter anderem auch Drohnen zum Einsatz kommen.

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