Mehrere Asiatische Wespen sitzen auf einem runden Nest, das in einem Baum hängt.
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Die Nester der Asiatischen Wespe oder Vespa velutina hängen meist hoch oben in Bäumen.

Vespa velutina breitet sich aus

Fehlalarm in Jávea: Nest an Costa Blanca ist nicht von Asiatischer Killerwespe

  • Judith Finsterbusch
    vonJudith Finsterbusch
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An der Costa Blanca haben Rentner in Jávea angeblich ein Nest der Asiatischen Wespe gefunden. Die sogenannte Killerwespe ist vor allem für Bienen gefährlich. Die Meldung erwies sich als Fehlalarm.

Update, 28. Mai: Entwarnung in Jávea: Bei dem Nest, das zwei Rentner auf dem Montgó gefunden hatten, handelt es sich nicht um ein Nest der Vespa velutina oder Asiatischen Wespe. Experten des Landwirtschaftsministeriums in Valencia schlossen einen Tag nach dem Fund aus, dass es sich um die sogenannte Killerwespe handelt. Vielmehr gehöre das Nest in Jávea laut „Información“ zur Gelbköpfigen Dolchwespe, Megascolia maculata. Die Wespenart ist sehr groß, Weibchen können bis zu vier Zentimeter lang werden. Im Gegensatz zur ursprünglich vermuteten Asiatischen Wespe ist die Gelbköpfige Dolchwespe für Bienen nicht gefährlicher als andere heimische Wespenarten an der Costa Blanca.

Erstmeldung, 27. Mai: Jávea - Die Asiatische Wespe, Killerwespe oder Vespa velutina hat die Costa Blanca erreicht. Nachdem die Asiatische Wespe sich seit einigen Jahren vor allem im Norden von Spanien immer weiter ausbreitet, haben Ausflügler am Donnerstag, 27. Mai, Alarm geschlagen, nachdem sie ein Nest der Killerwespe in Jávea gesichtet hatten.

Vespa velutinaInsekt
LängeWeiblich: 2 cm (Erwachsener, Arbeiter)
GattungHornissen (Vespa)
OrdnungHautflügler (Hymenoptera)

Killerwespe an der Costa Blanca: Rentner finden Nest in Jávea

Wie die spanische Zeitung „Información“ berichtet, meldete ein Rentner-Ehepaar ein Nest der Asiatischen Wespe an der Costa Blanca: Am Picknickplatz vom Cabo de Sant Antoni, auf der Seite des Naturparks Montgó, die zu Jávea gehört. Die Ausflügler verständigten einen Parkwächter, der wiederum das valencianische Umweltministerium in Kenntnis setzte.

Die Behörden reagierten laut „Información“ unmittelbar, ließen den Bereich absperren und fotografierten das Nest in Jávea. Ein Mitarbeiter informiere jetzt Wanderer, die sich dem Nest nähern. In Spanien wie auch in großen Teilen Europas breitet sich die Vespa velutina immer weiter aus, jetzt scheint sich die invasive Killerwespe bis an die Costa Blanca vorgearbeitet zu haben: Pro Jahr legen die Insekten bis zu 60 Kilometer zurück.

Gefahr für Imker an der Costa Blanca: Asiatische Wespe tötet Bienenvölker

Die Asiatische Wespe ist zwar nicht gefährlicher als heimische Arten, ihr Stich kann aber äußerst schmerzhaft sein. Ihren Beinamen Killerwespe trägt das Insekt somit auch nicht, weil eine Begegnung mit ihr für Menschen tödlich endet: Vielmehr stehen Bienen ganz oben auf dem Speiseplan der invasiven Art, die Wespen töten nicht selten ganze Bienenvölker. Für die Imker an der Costa Blanca ist der Nest-Fund somit auch eine äußerst schlechte Nachricht. Mehrere Imker haben Bienenstöcke auf dem Montgó in Jávea und Dénia aufgestellt.

Gefahr für Menschen besteht nach einem Stich der Asiatischen Wespe hauptsächlich für Allergiker. Auch wenn besonders viele Killerwespen auf einmal angreifen, kann die Begegnung für Menschen wegen der hohen Giftmenge tödlich enden. Die Nester der Vespa velutina sind auffällig groß und befinden sich meist hoch oben in Bäumen. Die Vespa velutina ist im Gegensatz zu den heimischen Arten fast komplett schwarz. Wer an der Costa Blanca oder in anderen Teilen Spaniens ein Nest oder Exemplare der Killerwespe sichtet, sollte die Behörden verständigen.

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