Ein Mann mit einem Rucksack läuft auf einem Wanderweg oberhalb vom Meer entlang.
+
Ausflugstipp für einen Urlaubstag an der Costa Blanca: Der Weg führt durch unberührte Natur immer am Meer entlang.

Urlaub an der Costa Blanca

Ausflugstipp durch unberührte Natur: Auf dem Küstenweg von Villajoyosa nach Benidorm

  • Judith Finsterbusch
    VonJudith Finsterbusch
    schließen

Es gibt sie noch, die unberührte Natur direkt am Meer - auch an der Costa Blanca. Der Beweis ist dieser Ausflugstipp auf einem Wanderweg an der Küste von Villajoyosa nach Benidorm.

Villajoyosa - Es gibt sie tatsächlich noch, die unbebauten Abschnitte an der Costa Blanca – man muss nur wissen, wo. Einer dieser unberührten Fleckchen ohne Beton direkt am Meer erstreckt sich zwischen Villajoyosa und Benidorm. Ein Küsten-Wanderweg verbindet die echte Hauptstadt der Marina Baja mit der gefühlten Hauptstadt der Marina Baja, los geht er am nördlichen Ende der hübschen Playa del Torres in Villajoyosa, Ende ist in der Cala, die sich Finestrat, Villajoyosa und Benidorm teilen. Der Weg ist ein idealer Ausflugstipp für Touristen im Spanien-Urlaub und vielleicht auch eine Entdeckung für den einen oder anderen Residenten.

Ausflugstipp in die Natur: Einmaliger Blick auf die Costa Blanca

Die Stufen am Ende der Torres-Strandpromenade in Villajoyosa sind schnell erklommen, und das Bisschen gewonnene Höhe reicht schon aus, um die Zivilisation in weite Ferne rücken zu lassen. Hier oben bietet sich ein Rundumblick, den es so an der Costa Blanca nicht häufig gibt: Vorn das Meer, hinten die typische hügelige, mediterrane Landschaft mit ihren Kiefern und Sträuchern, und sonst nichts. Keine Gebäude, keine Strommasten, kein Asphalt, dafür unberührte Natur – herrlich.

Der Weg von Villajoyosa nach Benidorm, übrigens ein historischer Viehtriebweg, führt immer oberhalb vom Meer von Bucht zu Bucht, wobei die meisten Calas wohl kaum wirklich als solche ausgewiesen sind. Dennoch lohnt es sich, hier und da den Weg zu verlassen und Richtung Meer abwärts zu laufen – beziehungsweise manchmal eher zu klettern. Hier unten lassen sich kleine Höhlen entdecken oder auch Felsvorsprünge über dem Wasser, wo das Meer bei jeder Welle meterweit hoch spritzt.

Eine der schönsten Buchten der Costa Blanca liegt auf dem Weg

Etwa auf der Hälfte des Weges tut sich dann doch plötzlich eine „echte“ Bucht auf – und zwar nicht irgendeine, sondern DIE Bucht von Villajoyosa: Racó del Conill. Jedes Jahr taucht die Bucht als eine der schönsten an der Costa Blanca in den Ranglisten auf, und tatsächlich hat die Cala ihren Reiz. Ein Fels teilt sie in zwei Hälften, eine Strandbar versorgt Badegäste unter Kiefern mit kühlen Getränken. Die Bucht liegt mitten in der Natur, eingerahmt zwischen Felsen und Bäumen, und eignet sich wunderbar zum Schnorcheln. Wem nach dem bisherigen Weg warm geworden ist, sollte die Gelegenheit für ein Bad nutzen. Dafür braucht es nicht einmal Badesachen – die Bucht ist als FKK-Strand ausgewiesen und eine der ältesten Nacktbade-Playas der Costa Blanca.

Der Racó del Conill gilt als eine der schönsten Buchten an der Costa Blanca. Der Küsten-Wanderweg führt direkt daran vorbei.

Von der Bucht aus geht es jetzt zunächst kurz steil bergauf weiter Richtung Cala de Finestrat. Hier eine Vorwarnung: Wer den Aufstieg geschafft hat, könnte recht plötzlich aus der Natur-Idylle gerissen werden, wenn ohne Vorwarnung die Hochhäuser von Benidorm auftauchen. Bleiben zwei Optionen: Umkehren und zurück in die heile Welt flüchten oder Augen zu und durch, schließlich gehört die Bebauung bis zur Küste nunmal zur Costa Blanca dazu. Wer sich für letztere Möglichkeit entscheidet, hat am Ende dieses Ausflugstipps nochmal die Qual der Wahl.

Ausflugstipp mit zwei Möglichkeiten: Turm oder Strand

Entweder rechts hinauf zum ehemaligen Wachturm gegen Piraten-Angriffe, der Torre de Aguiló, oder runter zum Strand in der Cala de Finestrat. Am Turm warten Picknickplätze auf die Wanderer und eine spektakuläre Aussicht über die – hier natürlich wieder im großen Stil bebaute – Costa Blanca, in der Cala de Finestrat feiner Sandstrand und am südlichen Ende der Bucht der kuriose Xoriguer-Felsen, der auf keinem Foto des Strandes fehlen darf. Zurück geht es so oder so auf demselben Weg, und auch wenn am Ende dann doch wieder die Zivilisation wartet, gibt es eine Belohnung: Am Torres-Strand empfangen ein Restaurant und eine Strandbar hungrige Touristen. Im Sommer unbedingt vorher reservieren!

Infos zum Küsten-Wanderweg

Den Startpunkt am Torres-Strand erreicht man über die alte Nationalstraße, N-332a.

Der Weg ist etwa vier Kilometer lang und einfach. Nur am Anfang und am Ende gibt es einen Auf- beziehungsweise Abstieg. Festes Schuhwerk ist unabdingbar.

Viel Schatten gibt es nicht: Im Sommer früh morgens oder abends aufmachen und ausreichend Wasser mitnehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare