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Im Wohnmobil an der Costa Blanca: Neue Stellplätze für Orihuela - Camper-Nächte im Palmenpark

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Von: Stefan Wieczorek

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Im Hinterland der Provinz Alicante sollen sich Camper bald an neuen Zielen erfreuen. Die Stadt Orihuela reagiert auf Spaniens Wohnmobil-Boom.

Orihuela – Mit offeneren Armen als bisher will Orihuela Wohnmobil-Touristen im Süden der Costa Blanca aufnehmen. Dafür stellt die Stadt an Spaniens Mittelmeerküste demnächst zwei neue Stellplätze für Camper bereit: Einmal am Fluss am östlichen Stadtrand, einmal unter den herrlichen Palmen des Westbezirks San Antón. Damit wolle Orihuela, die poetische Stadt von Miguel Hernández, einen „wichtigen Schritt in der Verbesserung der touristischen Optionen tun, immer mit Respekt vor der Umwelt und im Gleichgewicht des historischen mit dem modernen Ortsteil“. So sagte es zuletzt Bürgermeister Emilio Bascuñana (PP).

OrihuelaStadt in Spanien
Fläche:384 km²
Provinz:Provinz Alicante

Costa Blanca: Neue Stellplätze für Wohnmobil-Reisen

Die neuen Camper-Plätze am Fluss und im Palmenpark sollen alle nötigen Services bieten und entsprächen einer immer höheren Nachfrage des heutigen Tourismus, erklärte Bürgermeister Emilio Bascuána. In der Stadt im Süden der Costa Blanca hätte sich zuletzt etwa die Bergsteigergruppe GOM verstärkt für ein solches Angebot stark gemacht. Denn der Wohnmobil-Tourismus sei in Spanien voll im Trend: Im Jahr sollen an die 750.000 Touristen in 250.000 Wohnmobilen quer durch das Land, etwa auch an der Costa Cálida, unterwegs sein und dabei 385 Millionen Euro ausgeben.

Gemeinsam mit Umweltstadtrat Dámaso Aparicio stellte Bascuñana die Standorte der angekündigten neuen Stellplätze für Camper vor. Der erste werde sich am Fluss Segura in der Nähe des Shoppingcenters Ociopía direkt an der neuen Kleingartenanlage (huertos urbanos) befinden. Der zweite dagegen werde in einem wahren Kulturschatz der Stadt im Hinterland der südlichen Costa Blanca eingerichtet: Im maurischen Palmenpark. Der mit dem Siegel BIC (bien de interés cultural) geschützte Palmeral ist nach Elche der zweitgrößte seiner Art in Europa.

In Spanien führt ein Weg unter Palmen hindurch, darüber ein Segel und bunte Blätter.
Costa Blanca: Herrliche Palmengärten locken im Urlaub zum Erholen. Hier der Palmeral von Orihuela. © Stefan Wieczorek

Attraktives Reiseziel im Schatten des Gebirges

Im Palmenpark von Orihuela liefert das städtische Umweltamt derzeit ganze Arbeit. 16.500 besuchbare und 480 landwirtschaftliche Quadratmeter des Parks wurden zuletzt saniert. Seit einigen Monaten steht in einem restaurierten Landhaus eine attraktive Besucherinformation zur Verfügung, an der die Camper von morgen auch eine nicht alltägliche Oasen-Kunst regionaler Palmengärtner bewundern könnten. Fast nicht wiederzuerkennen ist der lange etwas marode Palmeral, den 2019 zudem noch das Dana-Hochwasser an der Costa Blanca schwer verwüstete.

„Es ist ein fabulöser Standort, mit Sportplätzen, der Bergroute, der historischen Altstadt in fünf Minuten“, schwärmt Orihuelas Umweltstadtrat, der in dem Palmenpark noch viel vorhat. Denn an die 3.000 Palmen sollen in den kommenden Jahren hier, im Schatten des vulkanischen Hinterland-Gebirges, gepflanzt werden und dem Park seinen jahrtausendalten Glanz wiederverleihen. In dieser maurischen Oase an den Bergen dürften Wohnmobil-Touristen allzu gern vielleicht nicht 1.001, aber zumindest die eine oder andere Nacht verbringen wollen.

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