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Costa Blanca: Corona-sichere Kajak-Tour in die Sierra Helada

  • vonStella Kirchner
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Die Costa Blanca lockt Touristen mit einer Kajak-Tour in die Sierra Helada. Der ruhige Ausflug ist auch in Zeiten des Coronavirus möglich. 

  • Die Sierra Helada an der Costa Blanca bietet viele ruhige Ausflüge in die Natur, auch in Corona-Zeiten.
  • Sierra Helada: Über 5.000 Hektar Meer und Berge erstrecken sich zwischen Benidorm und Albir.
  • Alle Kajaks werden vor der nächsten Tour für die Touristen desinfiziert.

L’Alfàs del Pi, Edanur Akyüz - Ein heißer Sommertag in an der Costa Blanca: Die Schwimmwesten überziehen, einen kleinen Blick auf die gerade noch desinfizierten Boote werfen. Schon geht es für die Touristen-Gruppe los mit der Kayak-Tour in die beeindruckenden türkisblauen Buchten des Naturparks Sierra Helada, der sich von Benidorm bis nach Albir erstreckt. Der Lärm der Brandung übertönt gar die Stimme des Kajak-Guides, Richard Barreno. Der erklärt kurz vor dem großen Natur-Abenteuer, worauf es ankommt: von Coronavirus-Vorkehrungen bis hin zur richtigen Ruder-Technik.

Nachdem mehrere Wellen, die einen größer, die anderen kleiner, an Land schwappen, ist es nun höchste Zeit für die Touristen, sich mit dem Kajak in das aufgewühlte Wasser des Naturparks Sierra Helada an der Costa Blanca zu stürzen. Etwa fünf Meter muss das Kajak noch weiter ins kühle Nass hineingeschoben werden, und dann kann der Ausflug in die Natur auch schon beginnen, Corona-Sicherheitsabstand garantiert. Auch desinfiziert wurden die Boote vor der Tour. Dann beginnt auch schon die richtige Herausforderung, die für die einen größer ist als für andere.

Touristen erleben die Costa Blanca mit dem Kajak: Aktivität ohne Coronagefahr

Richard Barreno vom Umweltamt stellt sich immer wieder gerne dieser Herausforderung und begleitet Jugendliche aus dem Ort und Touristen im Rahmen des Sommerprogramms des Rathauses jeden Dienstag und Donnerstag auf diesem Ausflug in die Natur. „Ich freue mich jedes Mal, die schönen Felsen der Sierra Helada mit immer neuen Touristen im Kajak zu erleben“, sagt Barreno. Den Besuchern und auch Einheimischen die Geschichte des Naturparks, der am 29. Juli seinen 15. Jahrestag als Naturschutzgebiet feiert, durch eine Sport-Attraktion näherzubringen, ist ihm ein großes Anliegen.

Die schroffen, aus dem Meer herausragenden Felsen reichen von Benidorm bis Albir, formen ein Gebiet von 5.653 Hektar und bieten hunderten Tier- und Pflanzenarten in den Bergen wie im Meer Schutz. Wie gewohnt, ist auch bei dieser Aktivität eine Vorsorge vor dem Coronavirus nicht wegzudenken. Die paradiesische Sierra Helada an der Costa Blanca ist mit den üblichen Sicherheitsmaßnahmen zu erkunden. Schon bevor es losgeht, aber auch im Anschluss, werden die Kajaks üblicherweise ausgiebig desinfiziert und für Nutzer bereitgestellt.

Eine Kajak-Tour durch die Sierra Helada an der Costa Blanca ist nicht nur zu Corona-Zeiten ein Geheimtipp für Touristen.

Trotz Covid-19 immer mehr Touristen an der Costa Blanca

Obwohl es an der umfangreichen Vorsoge nicht fehlt, fallen bei der Verleihfirma Hamacas Playa Albir seit Anfang Sommer nur etwa zehn Prozent der gewöhnlichen Arbeiten an. „Es sind derzeit zwar einige spanische Touristen da, aber trotzdem ist bei uns seit Sommeranfang echt wenig los“, sagt Pedro Muñoz, Besitzer der Firma. Auch bei der Kajak-Tour, die die Redaktion im Meeresreservat in Albir an der Costa Blanca unternahm, waren nur der Guide und vier Interessenten dabei. Nichtsdestotrotz erwarten der Kajakverleiher und Tourguide Richard Barreno höhere Nachfrage ab dieser Woche. „Es sind schon sehr viele Reservierungen eingegangen, jetzt beginnt der Sommer!“, ist sich Barreno sicher. Doch zum Schutz gegen Covid-19 werden natürlich nur kleine Gruppen in die Natur aufbrechen.

Diese Ausflüge in die Sierra Helada können aber auch auf eigene Faust stattfinden und erfordern keinen Guide, betonen beide. „Wem danach ist und wer das Wasser eher alleine genießen möchte, kann natürlich auch auf eigene Faust losziehen“, ergänzt Muñoz. Wer ganz viel Glück hat und eine ruhige Stunde erwischt, hat sogar die Chance, einer Gruppe Delfinen zu begegnen. Beim Paddeln ist es wichtig, sich an den Rhythmus der Mitfahrer anzupassen. Der Hintere hat das Kajak zu lenken, der Vordere muss kräftig mitmachen - der richtige Dreh lässt sich schnell herausfinden.

Eindrucksvolle Kajak-Tour in der Sierra Helada: Buchten und Natur ohne Coronagefahr

Schließlich geht es dann auch schon los in die strahlend blauen Gewässer der Costa Blanca, schnell lässt der sportliche Tourist die ersten Berge am Albir-Strand hinter sich. Während einer Verschnaufpause berichtet Tourguide Barreno: „Hier am Meeresboden wurde jahrelang Esparto-Gras abgebaut, um daraus traditionelle Körbe per Hand zu flechten.“  An vielen Orten werden diese altehrwürdigen Stücke aber nicht mehr verkauft, bedauert er. Dann geht es auch schon an die felsige Küste weiter. Der nächste Halt ist die Felsenbucht L’Esparrelló. Das stürmische Wetter verhindert aber eine längere Verschnauf- und Abkühlungspause. „Ich muss euch vorwarnen, in dieser Bucht gibt es viele Seeigel“, macht Barreno die Paddler aufmerksam.

Danach geht es dann auch schon zurück an Land, zum ersten Mal sind die Brandungswellen willkommen, denn sie schieben die wendigen Kajaks an. Zurück an Land bleiben viele Eindrücke und auch eine gewisse Müdigkeit. „Die Sierra Helada ist immer ein besonderes Naturerlebnis“, schwärmt Richard Barreno.

Rubriklistenbild: © Ángel García

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