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Großer Hafen-Umbau in Torrevieja: Annäherung ans Meer

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Von: Stefan Wieczorek

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Eine Grafik zeigt eine Stadt in einem Hafen am Meer.
2023 soll der Hafen von Torrevieja in neuem Stil erstrahlen: Schwimmende Museen rücken näher an die Stadt © Rathaus

Ein ambitioniertes Bauprojekt will den Hafen von Torrevieja bis 2023 in ein attraktives Ziel zum Erholen und Shoppen verwandeln. Ein regionaler Unternehmer zahlt 10,5 Millionen Euro, den Rest die Stadt.

Torrevieja – Ein Erlebnis mit Macken ist bis dato der Hafen von Torrevieja. Ein einheitlicher Charme ist in der Salinenstadt in Spanien schwierig ausfindig zu machen, geschweige denn ein Parkplatz. Auch das Meer wirkt, für einen Hafen an der Costa Blanca, erstaunlich fern. Der puerto stehe mit dem Rücken zur Stadt, kritisiert die Zeitung „Información“. Aber: Das alles soll sich nun endlich bessern. Ein großes Umbau-Projekt, das nun in der Salinenstadt vorgestellt wurde, soll dem Hafen, der jede Menge Seefahrergeschichten zu bieten hat – bereits 2023 – ein ganz neues Gesicht verleihen.

TorreviejaStadt in Spanien
Bevölkerung:82.599 (2018)
Fläche:71,44 km²

Costa Blanca: Großer Hafen-Umbau nähert Torrevieja ans Meer an

Eine illustre Runde stellte am Samstag im Teatro Auditorio die große Erneuerung von Torreviejas Hafen vor. Bürgermeister Eduardo Dolón (PP) empfing Landeschef Ximo Puig (PSOE), mehrere konservative und sozialistische Bürgermeister des Kreises Vega Baja, sowie einen Macher aus dem privaten Sektor: Enrique Riquelme. Der Unternehmer steuert 10,5 Millionen Euro für den Umbau des Hafens bei und übernimmt mittels seiner Gruppe Inmuebles y Negocios del Sol eine 50-jährige Konzession für den Betrieb der neuen Hafenanlage. Den Rest der insgesamt über 19 Millionen Euro für das Projekt stemmt das Rathaus.

Schon diesen März soll der erste Teil des großen Umbaus im Süden der Costa Blanca beginnen. Errichtet wird ein zentrales Gebäude in Torreviejas Hafen: die neue Fischauktionshalle Lonja. Im Sommer soll dann der Großteil der weiteren Bauarbeiten gestartet werden. Mit Spannung erwartet wird in der Stadt dabei die Errichtung einer neuen Tiefgarage für 600 Autos, die die altbekannte Parkplatz-Not im Hafen beseitigen soll. Ein reines Vergnügen, so die Macher des privat-öffentlichen Projekts, soll ab 2023 der Besuch des „Puerto de Torrevieja“ werden.

Verbesserte Zugänge zum Hafen für acht Millionen Euro extra

Starbucks, Ozone oder IMF: Namen solcher Firmen des Freizeitsektors sollen ab 2023 im Hafen von Torrevieja ein kommerzielles Erlebnis bieten. Neue Aussichtspunkte dagegen Gelegenheiten zu Erholung und Begegnung mit anderen Besuchern. Abgerissen werden dagegen marode Fischergebäude aus den 1960er Jahren. Weitere acht Millionen Euro pumpt die Stadt zudem in die Zugänge des Hafens, an der Schnittstelle der Straße La Libertad, des Stegs Dique de Levante und des Hippie-Markts. Näher an die Stadt gelegt wird die Kirmeszone und die schwimmenden Museen mit dem U-Boot und dem Schiff „Pascual Flores“.

Der Umbau des Hafens von Torrevieja soll übrigens auch eine soziale Note erhalten: 130 Arbeitsstellen werden laut offiziellen Angaben direkt geschaffen. Davon soll ein beachtlicher Teil für über 50-jährige Angestellte bestimmt werden. Insgesamt, so die generelle Aussage bei der Vorstellung des öffentlich und privat finanzierten Projekts, soll der Hafen wieder zum Bindeglied werden. Nicht länger solle er eine „Barriere“ zwischen Stadt, Meer und Menschen darstellen.

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