Eine Katze sitzt auf dem Boden in einer Siedlung in Spanien und dreht sich zur Kamera.
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In Hondón de las Nieves starb die Katze Alfie am Gift.

Tierquälerei in Spanien

Gift gegen Katzen: Tierfreunde an der Costa Blanca erschüttert

  • vonStefan Wieczorek
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Unter Qualen starb Katze Alfie am Sonntag in Hondón de las Nieves. Das Tier gehörte einer beliebten Kolonie an, die in eine Falle mit Giftködern geraten war.

  • In Hondón im Hinterland der Costa Blanca setzten Unbekannte Gift gegen Straßenkatzen ein.
  • Bewohner der Urbanisation sind entsetzt - nur wenige Nachbarn mochten die Katzen nicht.
  • Fälle von Tiervergiftungen kommen an der Costa Blanca immer wieder vor.

Hondón de las Nieves - In Hondón de las Nieves, im Hinterland der Costa Blanca, haben Unbekannte Giftköder gegen eine Straßenkatzen-Kolonie eingesetzt, wonach mindestens eines der Tiere, am 14. Juni, starb. Bei der Kolonie handelt sich um herrenlose Katzen, die von britischen Bewohnern in der Urbanisation am Ortsrand versorgt werden. Wie María José Ruano, eine Tierschützerin aus dem Ort, berichtet, sind die Katzen allesamt sterilisiert und sauber. „Die Anwohner pflegen die Tiere gut“, versichert Ruano.

Ende der vergangenen Woche seien die Katzen mit dem Gift in Kontakt gekommen. „Eine von ihnen, Alfie, litt das Wochenende lang und starb am Sonntag“, bedauert Ruano. Die Bewohner der Urbanisation seien erschüttert. „Die meisten mögen und pflegen die Katzen, nur zwei Anwohner hatten sich über sie beschwert.“ Diese zwei Nachbarn stehen für die tierlieben Residenten nun unter Verdacht, die Fallen aufgestellt zu haben. Beweise dafür haben sie allerdings noch keine.

Tierliebhaber protestierten in Benissa mit Hunden gegen Vergiftungen auf der Straße.

Tiervergiftungen gibt es von Benissa bis Orihuela Costa an der Küste immer wieder

Jedoch fordern die Tierschützer aus Hondón nun das Rathaus auf, Straßenkatzen besser zu schützen. „Wir wollen, dass die Politiker sehen, dass die meisten Anwohner, vor allem die ausländischen, ein Herz für Tiere haben“, sagt Ruano, deren Dorf eigentlich einen guten Ruf in Sachen Tierschutz genießt - nicht zuletzt wegen der dort ansässigen Tierklinik, in der auch Deutsch gesprochen wird. „Bei Straßentieren gibt es dort Sonderpreise“, erklärt María José Ruano, die selbst in ihrem Haus fünf streunende Katzen aufgenommen hat

Traurige Geschichten mit Tiervergiftungen treten an der Costa Blanca leider immer wieder auf. Ob es den Süden wie Orihuela Costa betrifft, den Raum Alicante wie der Ort El Campello oder auch im Norden, in Benissa etwa, haben solche Fälle in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder für Bestürzung und Proteste von Tierschützern gesorgt. Offenbar handelt es sich bei den Tätern um Anwohner, die sich durch herumlaufende Katzen oder Hunde gestört fühlen.

  • Stefan Wieczorek
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