In einem Krankenhaus in Spanien stehen Blumen in einem Topf.
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Mann aus Alicante hat Krebs: Blumen am Krankenhaus Elda.

Krankheit in Spanien

Costa Blanca: Mann hat schlimmen Krebs - Seine Reaktion ist selbstlos und mutig

  • vonStefan Wieczorek
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An der Costa Blanca sorgt ein krebskranker Mann für Furore, der sich als Versuchskaninchen für neue Therapien zur Verfügung stellt. Justo Zarate sagt mutig: „Jemand muss es ja tun.“

Elda – Auch jenseits der Coronavirus-Krise gibt es in Spanien Leid. Und Helden. Das zeigt ein älterer Herr in Elda, einem Ort im Hinterland von Alicante: Justo Zarate ist an Lungenkrebs erkrankt, mit Metastasen in Niere und Milz. Strahlen- und Chemotherapie halfen nicht, operiert werden kann Zarate nicht. Die Chance, dass der ältere Herr von der Costa Blanca noch fünf Jahre lebt, liegt – soweit der medizinische Stand – bei 16 Prozent. Doch siehe da: Zarate will nicht trauern, sondern mutig die Gunst der Stunde nutzen, um den Stand der Krebs-Forschung zu verbessern, wie die Zeitung „Información“ berichtet.

Mann aus Costa Blanca hat üblen Krebs: Versuchskaninchen für neue Therapien

Justo Zarate aus der Provinz Alicante hat seit der ersten Krebs-Diagnose vor einigen Jahren die Hoffnung und Lebensfreude nicht aufgegeben. Nun stellt der Spanier sich Onkologen aus dem Gesundheitsbezirk Elda an der Costa Blanca gar als Versuchskaninchen zur Verfügung. Die Mediziner dürfen an ihm neue Therapien ausprobieren. Zarates Ziel: Bei der innovativen Behandlung doch ein Mittel finden, das bei seinem schweren Krebs anschlägt. Auf diese Weise wolle der Krebskranke auch anderen Patienten helfen, die laut aktuellem medizinischen Stand als unheilbar gelten.

Das kann Justo Zarate aus Alicante doch nicht ernst meinen? Doch! „Er ist wirklich überzeugt davon“, sagt seine Frau Pilar Moya, und die gemeinsamen Töchter Pilar und Mónica Zarate Moya nicken. Ihren Vater halten die Spanierinnen für ein „Vorbild, wie man einer schweren Krankheit trotzt“. Und der Patient? Der lächelt im Gespräch, berichtet die Zeitung von der Costa Blanca. „Jemand muss es ja tun. Und ich will noch einige Jährchen leben“, sagt Justo Zarate, dessen Vorname aus dem Spanischen ins Deutsche übersetzt bedeutet: „Der Gerechte.“

Für den Gesundheitsbezirk Elda ist die Geschichte um den krebskranken Senior von der Costa Blanca, der durch das Ausprobieren von neuen Therapien die Medizin voranbringen will, in der aktuellen sanitären Lage ein Trost. Der Raum Elda schreibt derzeit Schlagzeilen mit einer Explosion aus Coronavirus-Ansteckungen und befindet sich in Quarantäne. In diesen Tagen wurde zudem der Fall des kleinen Aitor bekannt, dessen Bauchfellentzündung in der Notaufnahme der Klinik falsch diagnostiziert wurde und der deswegen starb.

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