Eine fauchende afrikanische Wildkatze.
+
An der Costa Blanca hat sich ein Serval auf ein Privatgrundstück verirrt.

Wildkatze in Polop eingefangen

Costa Blanca: Raubkatze verirrt sich auf Privatgrundstück - Polizei muss ausrücken

  • Judith Finsterbusch
    VonJudith Finsterbusch
    schließen

Ein Anwohner hat auf seinem Grundstück an der Costa Blanca einen Serval gefunden. Woher die afrikanische Raubkatze kommt, ist unklar.

Polop de la Marina – Die Guardia Civil hat in Polop an der Costa Blanca einen Serval eingefangen. Dabei handelt es sich um eine Wildkatze, die eigentlich in der afrikanischen Steppe oder Savanne lebt. Das Tier war von einem Anwohner gesichtet worden, als es über sein Grundstück streifte. Der Mann rief die Umwelteinheit der Guardia Civil, Seprona, weil er angesichts der Raubkatze um das Wohl seiner eigenen Haustiere fürchtete.

ServalTiere
Länge83 cm (Erwachsener)
Gewicht12 kg (Erwachsener)
GattungLeptailurus
OrdnungRaubtiere (Carnivora)

Raubkatze an der Costa Blanca: Serval flüchtet vor Polizei auf einen Baum

Als die Beamten aus Altea eintrafen, hatte sich der Serval auf einen Baum geflüchtet, er schien sehr nervös zu sein. Gemeinsam mit Mitarbeitern aus dem Tierheim in La Nucía gelang es den Polizisten aber, die Raubkatze einzufangen. Das Tier wurde schließlich zur Stiftung AAP Primadomus gebracht, die sich in Villena, im Hinterland der Costa Blanca um exotische Säugetiere kümmert.

Zum Thema: Polizei rettet Reh nach einem Bad am Strand von Altea.

Parallel hat die Guardia Civil Ermittlungen aufgenommen, um herauszufinden, wie der Serval an die Costa Blanca kam und vor allem, wem das Tier gehört. Servale sind mittelgroße Raubkatzen mit langen Beinen, kleinem Kopf und großen Ohren. Sie haben schwarze Punkte auf ockerfarbenem Fell und leben eigentlich in Afrika südlich der Sahara. Wie die Guardia Civil in ihrer Pressemitteilung schreibt, können „junge Servale gezähmt werden, ihre Haltung in Gefangenschaft ist aber schwierig, weil sie den Menschen meist nicht als Autoritätsperson anerkennen und spezielle Nahrung brauchen“. Trotzdem würden sie immer häufiger als exotische Haustiere verkauft, vor allem in den USA. In Spanien ist die Haltung verboten, es sei denn, es liegt eine Sondergenehmigung vor.

Die spanische Guardia Civil rät Bürgern, die eine Wildkatze oder ein anderes exotisches Tier finden, dringend von dem Versuch ab, es einzufangen. „Das einzige, was man in solch einem Fall tun sollte, ist, einen Anruf zu tätigen: Nämlich den Notruf der Guardia Civil unter 062“, heißt es in der Mitteilung.

Mehr zum Thema

Kommentare