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Costa Blanca: Reh nimmt Bad im Meer - Polizei rettet verirrtes Wildtier in Altea

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Von: Mathias Pillasch

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Ob aus Vergnügen oder Verwirrung, die genauen Motive für das Bad eines Rehs im Meer vor Altea sind unklar. Die Umwelteinheit der Guardia Civil brachte das Reh vom Strand aus wieder auf die richtige Bahn.

Altea - Die Umwelteinheit Seprona der Guardia Civil hat in Altea an der Costa Blanca ein umherirrendes Reh gerettet. Die Beamten wurden von Strand-Besuchern auf das Tier aufmerksam gemacht, die das Tier an der steinigen Küste des Cap Blanc im Meer entdeckt hatten, wie es scheinbar ziellos im Meer in Ufernähe hin und her lief. Der Vorfall ereignete sich bereits am 17. Januar, die Polizei machte ihn aber erst jetzt öffentlich.

Polizeieinsatz an der Costa Blanca: Verirrtes Reh im Meer vor Altea

Als die Seprona am Cap Blanc-Strand eintraf, flüchtete das Reh vor den Polizisten zunächst aus dem Meer in Richtung Stadtzentrum von Altea. Auf der Nationalstraße N-332 konnte es schließlich von der Polizei eingefangen und so ein möglicher Unfall auf der stark befahrenen Straße an der Costa Blanca verhindert werden. 

Wie das Reh überhaupt an den Strand von Altea gelangen konnte, war allen Beteiligten unklar. Umliegend gibt es kein Gebiet, in dem die Wildtiere typischerweise zu finden sind. Sie gehören vielmehr in das bergige Hinterland der Costa Blanca, nicht an die Küste und erst recht nicht ins Meer - anders als etwa der Blauhai, der im Sommer bei einem Besuch am Strand von Benidorm für Aufsehen sorgte.

Nach Bad im Meer vor Altea: Reh in der Sierra de Bernia ausgesetzt

Nach der Rettungsaktion am Strand von Altea kontaktierte die Polizei die Auffangstation für Wildtiere in Santa Faz, Alicante. Dort wurde dem Reh nach dem Bad im Meer ein einwandfreier Gesundheitszustand attestiert. Worauf es schließlich in dem von Artgenossen besiedelten Gebiet der Sierra de Bernia im Hinterland der Costa Blanca wieder in die Freiheit entlassen wurde. 

Die Rettung eines Rehs, das durchs Meer spaziert, dürfte auch für die Beamten der Seprona kein alltäglicher Fall gewesen sein. In die Zuständigkeiten der Umwelteinheit Seprona (Servicio de Protección de la Naturaleza) fallen zum einen der Schutz von Natur und Wasserressourcen in Spanien. Außerdem trägt die Einheit der Guardia Civil Verantwortlichkeiten für die Überwachung von Jagd, Fischerei und Forstwirtschaft. Immer wieder hat es die Sondereinheit der Polizei auch an der Costa Blanca mit Fällen von Tierquälerei zu tun. Für ihr Engagement bekam die Institution bereits mehrfach internationale Auszeichnungen, darunter den Goldenen Panda des World Wildlife Fund (2011) und den Nature Without Borders Award von Interpol (2018).

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