Ein Arbeiter stellt Mülleimer an einem Strand auf.
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Die Sommer-Vorbereitungen an den Stränden der Costa Blanca laufen auf Hochtouren. Auch dieses Jahr wieder mit Corona.

Abstand, Maske, Kontrollen

Corona in der Badetasche: Strände an der Costa Blanca rüsten sich für den Sommer

  • Judith Finsterbusch
    VonJudith Finsterbusch
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Die Strände an der Costa Blanca werden für den Sommer hergerichtet. Dabei spielen auch 2021 wieder die Corona-Auflagen eine Rolle. Und wie war das nochmal mit der Maskenpflicht am Strand?

Spätestens Mitte Juni beginnt an den Stränden in Spanien hektisches Treiben, wenn der Sommer und damit die Hochsaison vor der Tür stehen. Auch an der Costa Blanca stellen Arbeiter überall Mülleimer auf, drehen spätestens jetzt das Wasser an den Fußduschen auf, und die Rettungsschwimmer treten ihren Dienst an. Große Themen sind auch dieses Jahr wieder Corona und die Auflagen, die an den Stränden gelten.

Corona an den Stränden: Wann herrscht Maskenpflicht an der Costa Blanca?

Denn Spanien will dafür sorgen, dass die Corona-Inzidenz auch weiterhin sinkt - trotz der Urlauber, die seit 7. Juni mit gelockerten Bestimmungen nach Spanien einreisen dürfen. Damit auch Touristen aus anderen Regionen und vor allem aus dem Ausland die Corona-Regeln an den Stränden kennen und vor allem einhalten, hat die Landesregierung der Region Valencia auch dieses Jahr wieder Geld zur Verfügung gestellt, damit die einzelnen Rathäuser Personal einstellen können. Junge Leute mit Englisch-Kenntnissen sind gefragt, sie patrouillieren ab sofort an den meistbesuchten und schönsten Stränden der Costa Blanca und machen Badegäste auf Abstand, Einlasskontrollen und die Maskenpflicht aufmerksam.

Denn auch wenn die Maskenpflicht in Spanien im Freien bald abgeschafft werden soll: Noch darf die Corona-Maske an den Stränden entlang der Costa Blanca nur beim Baden im Meer und beim Sonnenbaden am Strand abgenommen werden. Sowohl auf dem Weg bis zum endgültigen Platz, an dem das Handtuch ausgebreitet wird, als auch beim Spaziergang am Ufer sowie in allen Bereichen, an denen mehrere Menschen zusammen kommen, muss die Maske getragen werden. Darunter fallen zum Beispiel die Fußduschen und natürlich auch die Strandbars, auf Spanisch Chiringuitos. Wie in allen Bars und Restaurants darf die Maske nur zum Essen und Trinken abgenommen werden.

Strände an der Costa Blanca: Junge Leute informieren über Corona-Regeln

Benidorm hat seine Corona-Informanten an den Stränden bereits losgeschickt, 58 junge Leute sorgen dafür, dass alle Badegäste die Auflagen kennen und einhalten. Wie schon im Sommer 2020 setzt Benidorm auch in diesem Jahr wieder auf die Einteilung der Strände in einzelne Quadrate, die mit blauen Markierungen abgesteckt sind. So soll der Mindestabstand gewährleistet sein. Im vergangenen Jahr ging das Konzept für die Strände, die zu den meistbesuchten an der Costa Blanca gehören, auf: Trotz 2,5 Millionen Besuchern zwischen Mitte Juni und Mitte Oktober war der Ablauf reibungslos. Der Rekord lag 2020 bei 43.500 Badegästen an einem Tag.

Auch weiter im Norden an der Costa Blanca bereiten die Rathäuser ihre Strände für den Sommer vor. Jávea etwa hat für die großen und beliebten Strände Arenal, La Grava, Cala Blanca, Granadella und Portitxol ebenfalls Personal eingestellt, das dafür sorgt, dass die erlaubte Personenzahl nicht überschritten und die Corona-Vorschriften eingehalten werden. Neben Corona kämpft Jávea mit seinen idyllischen Buchten wie jedes Jahr mit dem Problem, dass der Andrang irgendwann zu groß wird. Deshalb werden in der Granadella- und in der Portitxol-Bucht die Zufahrtsstraßen ab Samstag, 19. Juni, wieder für Autos gesperrt, sobald die Parkplätze unten am Strand voll sind. Bis Ende Juni passiert das nur an den Wochenenden, im Juli und August dann täglich. Der Ambolo-Strand ist wegen Steinschlaggefahr komplett gesperrt.

Jávea und Teulada bereiten Strände vor und schützen den Meeresgrund an der Costa Blanca

Nicht nur Sonnenanbeter zu Land ziehen Jáveas Strände magisch an, sondern auch Freizeitskipper, die die Calas vom Meer aus ansteuern. Um die Meeresflora zu schützen, bringt das Rathaus wieder Bojen im Meer an, an denen die Boote dann festmachen können. So will die Stadt verhindern, dass diese am Meeresboden ankern und ihn beschädigen. Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel in Jávea ist die Wasserhöhle Cova Tallada. Ab sofort und bis 30. September müssen sich Besucher wieder vorab online anmelden, um Überfüllung zu vermeiden.

Auch das Rathaus von Teulada-Moraira will den Meeresboden und vor allem die so wertvollen Seegraswiesen an der Costa Blanca vor Bootsankern schützen. Bislang sind bereits drei rote Bojen und drei weitere provisorische gelbe Bojen vor der Portet-Küste befestigt, letztere sollen bald ebenfalls durch die endgültigen roten ersetzt werden. Bei der Landesregierung hat das Rathaus eine Subvention beantragt, um in den kommenden Jahren 23 fixe Bojen installieren zu können.

Strände an der Costa Blanca im Sommer: Torrevieja mit besonderem Problem

Auch im Süden der Costa Blanca laufen die Vorbereitungen auf den Sommer an den Stränden auf Hochtouren. So hat Elche etwa neue Strandreinigungs-Maschinen vorgestellt. In Torrevieja dagegen tun sich Probleme fernab von Corona oder Überfüllung auf: So sollte im Viertel La Veleta eine Chill-Out-Bar direkt am Meer mit Pool und balinesischen Betten gebaut werden. Das Unternehmen hat bereits alle Genehmigungen, doch Umweltschützer haben das Projekt nun bei der Guardia Civil angezeigt: Auf dem Grundstück wachsen Katzenkopf-Sonnenröschen - und diese Pflanzen stehen in der Region Valencia unter Schutz. Ob letztendlich die Natur oder der Tourismus siegt, bleibt abzuwarten.

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