Ein Taucher schwimmt bei Nacht unter Wasser.
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Im Urlaub an Morairas Küste abtauchen und das Meer erkunden.

Sommer an der Costas Blanca

Urlaub in Moraira: Küste und Meer beim Tauchen erkunden

  • Anne Thesing
    VonAnne Thesing
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Morairas Küste bietet beste Voraussetzungen für Taucher. Das weiß auch Luis García Romeu, der sich vom Hobbytaucher schnell zum Tauchlehrer gemausert hat. Sein Tipp: Wer die Tiefen des Meeres erkunden will - sei es im Urlaub oder zu anderer Zeit - sollte mit einem Schnupperkurs beginnen.

Wer sich mit Luis García-Romeu übers Tauchen an der Küste vor Moraira unterhält, möchte am liebsten direkt selbst den Neoprenanzug überstreifen, ins Meer springen und die Unterwasserwelt erkunden. Tatsächlich sollte das jeder, wo auch immer, mindestens einmal in seinem Leben getan haben, sagt der 56-Jährige. Um zu sehen, ob daraus die Leidenschaft fürs Leben wird – oder ob es bei dem einen Mal bleibt. Eine gute Möglichkeit, das Tauchen auszuprobieren, ist sicher der Sommerurlaub an der Costa Blanca, die unter anderem durch ihre schönen Buchten besticht.

MorairaOrt in Spanien
Autonome GemeinschaftValencia
ProvinzProvinz Alicante
Einwohner1.850 (2011)
Postleitzahl03724

Im Urlaub tief ins Meer: Morairas Küste bietet ideale Bedingungen fürs Tauchen

Bei Luis García-Romeu hat es beim ersten Mal ordentlich gefunkt, zwischen ihm und dem Meer. Und das erst vor neun Jahren, nach seinem ersten Abtauchen an der Küste von Moraira, mit den Profis von der Tauchschule La Galera. Mittlerweile ist er selbst bei der Tauchschule an der Costa Blanca als Lehrer eingestiegen, seine Urlaubsreisen in alle Welt richten sich nach den jeweiligen Tauchgründen, besonders aber weiß er den Küstenstreifen zwischen Moraira und Benidorm zu schätzen. 15 bis 20 Stellen gebe es hier zum Abtauchen, jede sei anders. „Die Felsküste bietet die idealen Bedingungen zum Tauchen“, sagt er. Anders als die Küste rund um Alicante und Valencia, dort sei es zu sandig.

Aber was ist es genau, was ihn und seine Taucherkollegen, die auch an anderen Orten der spanischen Mittelmeerküste tolle Stellen zum Tauchen finden, fasziniert, die Welt aus dieser anderen Perspektive zu erkunden? „Wer noch nie getaucht ist, kann sich gar nicht vorstellen, was für ein offener Raum sich einem im Meer bietet“, sagt er. Da sei zum einen die spektakuläre Natur, die Flora und Fauna der Küste, die sich je nach Jahreszeit anders zeigt. „Vor allem aber ist es das wunderbare Gefühl der Schwerelosigkeit. Wenn man dann noch durch ein gesunkenes Boot schwimmt, fühlt man sich wie Peter Pan“, schwärmt er. „Und dann diese Stille, die dich umgibt. Du hörst nur dein eigenes Blubbern.“ Eine Erfahrung im Urlaub an der Costa Blanca, die man nicht so schnell vergisst.

Tauchen in Moraira: Regeln beachten

Wobei das Tauchen durch das gesunkene Boot nur Fortgeschrittenen vorbehaltenen ist, denn beim Tauchen, betont García-Romeu, hat alles seine Ordnung. „Je nach Qualifikation hat man sich an bestimmte Tiefen und Orte zu halten“, sagt der Taucher aus dem Urlaubsort Moraira. Je höher die Qualifikation, umso tiefer geht es nach unten. Und auch dort, auf dem Meeresgrund der Costa Blanca, gibt es Regeln. Niemals allein tauchen, zum Beispiel. Und, die wichtigste: „Man darf nichts anfassen oder mitnehmen. Die wunderschöne Muschel, die man entdeckt, ist schließlich nur dort, weil sie vorher niemand mitgenommen hat“, sagt García-Romeu.

Müll sei natürlich eine Ausnahme, „aber an unserer Küste ist es relativ gepflegt und es schwimmt nicht viel Müll unter Wasser“. Eine gute Nachricht? „Leider kenne ich aus meinen Urlauben viele Länder, in denen man beim Tauchen etwas ganz anderes sieht, und früher oder später wird der Abfall auch bei uns in Moraira landen“, befürchtet er.

Der Meereswelt so nah: Auch nächtliches Tauchen ist attraktiv.

Eine Entschuldigung, sich nicht selbst von den Wundern unter Wasser zu überzeugen, gibt es für García-Romeu nicht. Schließlich gibt es auch hier an der Costa Blanca den Schnupperkurs, bei dem er sogar schon Blinde und Nichtschwimmer zum Tauchen mit in die Tiefe des Meeres genommen habe. Bei diesem „Bautismo de Buceo“, der auch von Urlaubern gern genutzt wird, müsse man außer zu atmen nicht viel machen. „Der Lehrer nimmt den Tauchschüler an die Hand und es geht maximal sechs Meter nach unten.“

Und beim Auftauchen, ist da nicht immer ein wenig Erleichterung dabei, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben? „Ganz im Gegenteil“, sagt García-Romeu. „Eigentlich taucht man nur auf, weil man muss. Und um so schnell wie möglich wieder ins Meer abtauchen zu können.“

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