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Tierschutz an der Costa Blanca: Weihnachts-Spendenaktion für Hunde

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Von: Anne Thesing

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Ein Mann wird von fünf Hunden umringt und streichelt sie.
Tierschutz an der Costa Blanca: Akiras Hundeheim wurde 2016 eröffnet - und hofft auf Spenden zu Weihnachten. © Ángel García

Ein Baum der Hoffnung soll helfen, Spenden für die Erweiterung des Akira-Tierheims in Benissa an der Costa Blanca zu sammeln. Der Tierschutz-Verein hofft gerade zu Weihnachten auf Mitgefühl für die Hunde.

Benissa/Teulada-Moraira - Es ist eng geworden in Akiras 2016 eröffnetem Hundeheim in Benissas Industriegebiet. Zu eng, um Hunde, von denen viele traumatische Erfahrungen gemacht haben, so betreuen zu können, wie sie es verdient hätten. Haben doch nicht alle so viel Glück im Unglück wie die 17 Welpen, die jüngst neben einem Müllcontainer ausgesetzt und von dem Tierschutz-Verein aufgenommen wurden. „In nur einem Monat konnten wir sie alle vermitteln“, freut sich Akira-Sprecherin Sharon Taylor und ist zugleich entsetzt, wie oft Tiere, auch in Spanien, wie achtlose Gegenstände behandelt oder sogar gequält werden.

Anders als die 17 Welpen bleiben andere ausgesetzte Hunde Wochen, manchmal sogar Monate in dem Heim, bis sie eine neue Familie finden. Immerhin: Seit Öffnung des Tierheims an der Costa Blanca konnte Akira über 2.000 Hunde vermitteln. Um auch den schwerer vermittelbaren eine schnellere Adoption zu ermöglichen, hat Akira jetzt ein neues Projekt angepackt, für das sich der Tierschutz-Verein über Spenden freuen würde: Auf einem Gelände direkt neben dem Tierheim an der Costa Blanca sollen in zwei Phasen neue Areale für Hundetraining, Sozialisierung, Therapie und freien Auslauf eingerichtet werden. „So können wir den Hunden helfen, ihre Traumata zu überwinden, und auf diese Weise die Chancen auf eine erfolgreiche Vermittlung erhöhen“, sagt die Tierheimleiterin Billie-Jo Johnson. Was wiederum dem Tierschutz-Verein die Möglichkeit geben würde, mehr Hunde aufzunehmen.

Spenden-Aktion vor Weihnachten: Tierschutz-Verein will Heim an der Costa Blanca erweitern

Doch für die Einrichtung des Areals braucht es Geld. Das Grundstück hat Benissas Rathaus dem Tierschutz-Verein zwar bereits überlassen, doch es muss vernünftig und stabil umzäunt werden, was bei dem steinharten Untergrund kein leichtes Unterfangen ist. „Die Hunde dürfen nicht über den Zaun springen und sich auch nicht unter dem Zaun durchgraben können“, sagt Taylor. Auf 50.000 Euro hat der Verein die Kosten der ersten Projektphase mit dem insgesamt 1.400 Meter langen Zaun und der Anbringung von Terrassen veranschlagt – Geld, für das die Einnahmen aus Akiras Charity-Laden in Moraira und aus Spenden von Benefiz-Events nicht ausreichen. „Damit bezahlen wir schon die laufenden Kosten für das Hundeheim, das sind 11.000 Euro jeden Monat“, sagt Taylor.

Also musste eine neue Quelle für Spenden her, und die steht kurz vor Weihnachten bereits im Charity-Laden im benachbarten Costa-Blanca-Ort Moraira. Mit Stamm und Ästen, aus Metall und Holz. „Ich war zufällig im Akira-Shop, als ich erfuhr, dass der Tierschutz-Verein jemanden sucht, der einen Metallbaum schweißen kann“, sagt die deutsche Künstlerin Christiane Engelmann, die selbst schon oft für Akira gespendet hatte. Schweißen kann sie, Skulpturen sind ihre Leidenschaft. Also machte sie sich an die Arbeit – und ließ einen Baum der Hoffnung in die Höhe wachsen.

Hoffnungen zur Weihnachtszeit: Tierschutz mit künstlerischem Spenden-Baum

Die Idee: Wer Akira etwas im Laden oder bei Charity-Events spendet, mindestens fünf Euro sollten es sein, erhält dafür eine Hundeplakette, die er mit dem Namen des eigenen Hundes beschriften und an den Baum hängen kann. „Der Baum ist ein Medium, um eine Hilfsaktion etwas anders zu gestalten, als nur eine Büchse aufzustellen“, sagt Engelmann. Mit einem Holz- und einem Metallstrang symbolisiere er die zwei Seiten der Aktion.

Eine Frau hängt etwas an eine aus Holz und Eisen erstellte Baumskulptur.
Kunst für Tierschutz an der Costa Blanca: Spenden an Weihnachten für den Baum der Hoffnung. © Bernie Norman

„Der geschweißte Teil steht für die starke Seite. Für all die, die sich für die Natur und die Tiere einsetzen“, sagt Engelmann. Für die Spender also. Das Holz wiederum symbolisiere die sensible Seite, die Verletzlichkeit all derer, die Hilfe brauchen. Also die, für die gespendet wird. Zusammen repräsentierten sie die Hoffnung in eine bessere Zukunft für all die Hunde der Costa Blanca, die beim Tierschutz-Verein Akira auf eine neue Familie warten. „Die Idee ist, dass die Spender Teil der Kunst werden. Mit den Hundemarken verändert sich der Baum, wächst, gedeiht und glitzert immer mehr“, sagt Christiane Engelmann und freut sich über jedes neue „Blatt“ für ihr Kunstwerk, das gerade vor Weihnachten Hoffnungen weckt.

Was allerdings nicht von Weihnachten abhängig gemacht werden sollte, ist die Entscheidung, einen Hund zu adoptieren. Denn leider ist es so, dass ein großer Teil der Hunde, die als Weihnachtsgeschenk angeschafft werden, nach relativ kurzer Zeit wieder ausgesetzt wird. Die Entscheidung sollte, im Sinne des Hundes und seiner neuen Familie, wohlüberlegt sein - unabhängig von der Jahreszeit.

Akiras Charity-Laden befindet sich in Moraira, Avenida de Portet 19 und ist montags bis samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Wer lieber online für das Projekt spenden will, hat dazu auf der extra eingerichteten Internetseite akira-angels.org Gelegenheit. Infos zu Akira: www.akira-animals.com.

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