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Tourismus an der Costa Blanca: Benissas Büro feiert Geburtstag

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Von: Anne Thesing

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Eine junge Familie mit zwei Kindern lässt sich von der Angestellten eine Tourismusbüros etwas auf einer Landkarte zeigen.
Tourismus an der Costa Blanca: Seit 25 Jahren gibt es Infos im Büro in Benissa. © Rathaus Benissa

25 Jahre Tourismusbüro in Benissa: Wie sich der Tourismus in einem Vierteljahrhundert verändert hat und wie sich der Ort an der Costa Blanca darauf eingestellt hat.

Benissa - Es ist ein ganz besonderes Jahr für das Tourismusbüro in Benissa an der Costa Blanca. Ein Jahr, in dem zurück- und in die Zukunft geblickt werden kann. Ein Jahr der Bilanz und ein Grund zum Feiern: Das im Ort angesiedelte Tourismusbüro, das das damals noch im Fanadix-Gebiet untergebrachte Strand-Tourismusbüro ergänzen sollte, wird 25 Jahre alt. Und die Sachbearbeiterin für Tourismus im Rathaus, Loli Vicens, war von Anfang an dabei.

BenissaGemeinde in Spanien
Höhe254 m
Fläche69,71 km²
Bevölkerung10.768 (2018)
ProvinzProvinz Alicante

Tourismus an der Costa Blanca: Vom Sommer aufs ganze Jahr

„Zuerst wurde das Büro in dem Gebäude am Ortseingang eingerichtet, in dem jetzt die CBN-Anzeigenannahme ist“, sagt sie und vermutet, dass manch ein CBN-Möbelstück noch aus der Tourismuszeit stammen könnte. 2011 wurde dann das jetzige, größere Büro an der Avenida País Valencia eröffnet. Dort haben Touristen, neben dem mittlerweile bei der Fustera-Bucht untergebrachten Büro in Benissa Costa, eine Anlaufstelle für sämtliche Fragen. Und die haben sich, zusammen mit dem an der Costa Blanca boomenden Tourismus und den Touristen selbst, verändert, weiß Loli Vicens.

„Anfangs war der Tourismus auf den Sommer und Ostern beschränkt“, sagt sie. Die Urlauber blieben meist mindestens zwei Wochen in Benissa, aber eben nur ein- oder zweimal im Jahr. „Heute kommen die Menschen mehrmals im Jahr. Oft sind es Kurztripps, zum Beispiel an einem verlängerten Wochenende.“ Mit Corona habe sich diese Tendenz noch verstärkt. „Man will den Moment genießen, man weiß ja nie, was kommt.“ Also weniger langfristige Planungen und mehr spontane Reisen an die Costa Blanca.

Auch das in Spanien so verbreitete Sol-y-Playa-Konzept habe sich gewandelt. „Die Besucher wollen heute mehr als nur Strand und Sonne. Sie interessieren sich für Benissas Altstadt, Aktivitäten, Wandern an der Küste und in den Bergen, Gastronomie und lokale Produkte. Sie wollen wissen, wie die Benissaner sind, was sie kaufen, wie sie leben, was sie essen. Im Grund wollen sie keine Touristen sein, sondern etwas über die Menschen hier erfahren. Uns helfen all diese neuen Interessen der Urlauber, den Tourismus über das ganze Jahr zu verteilen und das Klischee abzubauen, wir hätten hier nur im Sommer und in der Semana Santa etwas zu bieten“, sagt sie und freut sich über die gute Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor. So gebe es mittlerweile in Benissa auch das ganze Jahr über Ferienunterkünfte und „wir bieten das ganze Jahr über ein attraktives Kultur- und Fiestaprogramm sowie Sport und Events an der frischen Luft“.

Tourismus an der Costa Blanca: Immer nachhaltiger

Apropos frische Luft: Da seien die Deutschen ganz vorne mit dabei. „Sie lieben das Wandern und Aktivitäten in der Natur“, sagt Loli Vicens und meint damit Costa-Blanca-Touristen genauso wie Residenten, welche sich ebenfalls gerne in ihrem Tourismusbüro informierten. Was die Zahl der deutschen Touristen angeht, so stünden sie an dritter bis vierter Stelle hinter den Franzosen und Briten, „manchmal werden sie auch von den Belgiern oder Holländern überholt“, sagt sie. Letztere hätte es übrigens vor 25 Jahren kaum nach Benissa gezogen.

Es hat sich also einiges getan und, da ist sich Loli Vicens sicher, es wird sich noch einiges mehr tun. Stichwort Nachhaltigkeit: „Die ist schon jetzt sehr wichtig und wird noch an Bedeutung gewinnen. Die Touristen werden immer verantwortungsvoller, was auch den Einheimischen vor Ort zugute kommt. Der Tourismus wird für alle bereichernd sein“. Auch an der Costa Blanca. Eine wesentliche Rolle spiele dabei die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen. „Auch in Benissa arbeiten wir ganz konkret daran“, sagt die Tourismus-Expertin, für die die vergangenen 25 Jahre „wie eine Schule“ gewesen seien. Mit rasanten Entwicklungen. „Von einem Marketing auf Messen, mit Broschüren und in Zeitschriften, hin zu einem digitalen Marketing, bei dem man mit der Hälfte des Geldes die ganze globale Welt erreichen kann“, sagt sie und fügt noch lächelnd hinzu: „Die Loli von damals und die von 2022 lassen sich nicht miteinander vergleichen.“ Loli Vicens ist mit ihren Aufgaben – und mit dem Tourismus – gewachsen.

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