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Überfall an der Costa Blanca: Einbrecher fesseln Geschäftsmann in seiner Villa

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Von: Susanne Eckert

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Eine Haustür wird von Einbrechern aufgebrochen
Auch an der Costa Blanca gibt es Einbrecher: In Jávea überfielen sie einen Geschäftsmann. © dpa

Ein britischer Geschäftsmann ist an der Costa Blanca in seiner Villa brutal überfallen worden. Die Einbrecher wollten Bargeld.

Jávea - Ein bekannter Geschäftsmann aus Jávea an der Costa Blanca ist in seinem Haus von zwei Einbrechern brutal überfallen worden, die sein Bargeld stehlen wollten. Der 55-jährige John Diamond, der seit 23 Jahren in Spanien lebt, besitzt und betreibt derzeit einen Vape-Shop und eine Wechselstube am Cabo de la Nau in Jávea. Am Freitag, 30. Dezember, kurz vor 15 Uhr, fuhr er von seinem Unternehmen nach Hause und beschloss, eine kleine Siesta zu halten. Diamond vermutet, dass man ihm bis zu seinem Haus in einer Urbanisation in Jávea gefolgt sein muss. Denn kaum hatte er im Schlafzimmer im obersten Stockwerk der Villa die Augen geschlossen, wurde er unsanft von zwei Männern mit schwarzen Kapuzenpullovern, Schals und Handschuhen geweckt. Sie bedrohten ihn mit einem Messer und forderten Bargeld.

Überfall an Costa Blanca: Einbrecher werden brutal

Die beiden Einbrecher glaubten ihm nicht, als Diamond sagte, es sei kein Geld im Haus. Einer schlug ihm wiederholt brutal ins Gesicht, so dass seine Nase stark blutete, während beide in perfektem Englisch mit Londoner Akzent riefen: „Where is the money bruv, we know you have money, we don’t want to hurt you“. Daraufhin setzten ihn die beiden Einbrecher, die Handschuhe trugen, auf einen Stuhl, fesselten seine Arme und Beine mit Klebeband und durchwühlten das Haus an der Costa Blanca auf der Suche nach Bargeld. Sie stahlen alle Wertgegenstände, die sie in die Finger bekamen, darunter teure Uhren, ein I-Pad und ein Smartphone.

Da sie kein Geld fanden, kehrten sie zu ihrem Opfer zurück und bedrohten ihn weiter. Schließlich ließen die beiden Einbrecher aber von ihm ab – John Diamond glaubt, sie befürchteten, er bekäme einen Herzinfarkt. Woraufhin sie abzogen und ihn gefesselt zurückließen. Der Überfall war zu Ende.

Einbrecher überfallen Geschäftsmann an Costa Blanca: Fesseln abgestreift

Schließlich gelang es dem Geschäftsmann, obwohl er sehr zittrig war, mit seinen Zähnen langsam das Klebeband von seinen Armen zu reißen und mit Hilfe seiner Hände seine Beine zu befreien. Da sie ihm sein Telefon abgenommen hatten, musste er in sein Geschäft zurückkehren, wo ein Angestellter den Notruf 112 wählte. Als er keine Antwort erhielt, rief er die Lokal-Polizei von Jávea und die Guardia Civil an der Costa Blanca an. Die Kriminalpolizei der Guardia Civil von Calp übernahm den Tatort, Diamond wurde befragt und die Beamten sicherten die Spuren.

John Diamond versicherte gegenüber Costa Nachrichten, dass er – wie jeder andere, der ein ähnliches Geschäft betreibt – niemals Bargeld mit nach Hause nimmt oder gar Bargeld bei sich hat. Die Einnahmen würden immer regelmäßig von einem Sicherheitsdienst aus dem Geschäft abgeholt. Der Engländer ist überzeugt, dass die Einbrecher ihm von seinem Geschäft nach Hause gefolgt sind, weil sie fälschlicherweise glaubten, dass er Geld bei sich hätte. Er beschrieb sie als „jung, vielleicht in den 20er Jahren“. Einer sei etwa 1,80 groß gewesen.

Einbruch in Villa an Costa Blanca: Die Polizei ermittelt

Der Geschäftsmann war dankbar, dass seine Frau, die an Krebs im fortgeschrittenen Stadium leidet, zwei Wochen zuvor zu ihren Kindern nach Irland gereist war. Denn so war sie zum Zeitpunkt des Überfalls nicht zu Hause. Wer am Freitag, 30. Dezember, gegen 15 Uhr etwas Verdächtiges in Jávea an der Costa Blanca gesehen hat, sollte sich mit der Lokal-Polizei in Verbindung setzen. Überfälle - also Diebstähle mit Gewalt - sind in Jávea und Umgebung laut der Polizeistatistik extrem selten. Ab und zu kommen aber - wie kürzlich in Altea - Einbrüche in Häuser oder Lokale vor, in denen gerade niemand anwesend ist.

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