Auf einem Grundstück hinter einem ockerfarbenen Haus und vor einem Berg brennt es.
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Waldbrände an der Costa Blanca: Heute brennt es schon wieder zwischen Gata und Jávea in der Marina Alta.

Ein Feuer nach dem anderen

Waldbrände an der Costa Blanca: Noch ein neuer Brand in Marina Alta

  • vonAnne Thesing
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Die Serie von immer neuen Waldbränden in der Marina Alta nimmt kein Ende: Los ging es vor einer guten Woche mit dem Vall de Gallinera, seitdem sind verschiedene Orte betroffen. Schon zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen brannte es am Dienstag in Gata de Gorgos, abends fackelte es in Jávea nahe der Granadella Bucht.

  • Mindestens acht Mal hat es seit dem Wochenende in der Marina Alta gebrannt.
  • Zwar wurden bisher keine großen Flächen zerstört, dafür aber unter anderem ein über hundert Jahre alter Baum.
  • In Jávea kam das Feuer Häusern gefährlich nahe.
  • Noch ist nicht klar, wodurch die Feuer ausgelöst wurden, doch die nahen Zeiträume und eng aneinanderliegenden Orte lassen an Brandstiftung denken.

Update 19. August: Die Marina Alta kommt nicht zur Ruhe. Am Dienstagabend brach gegen 20 Uhr ein weiteres Feuer aus, diesmal nahe der Granadella-Bucht von Jávea, die 2016 von einem der schwersten Waldbrände an der Costa Blanca heimgesucht worden war. Entsprechend groß war auch jetzt der Schreck, doch zum Glück konnte das Feuer diesmal schon in nur einer halben Stunde unter Kontrolle gebracht werden, wobei auch Löschhubschrauber im Einsatz waren. Auch dieser Brand folgte damit dem Schema der Zwischenfälle der vergangenen Tage: Großer Schreck, großer Einsatz von Löschkräften, schnelles Löschen. Und auch dieser Waldbrand, wieder in der Nähe der vorhergehenden und nur kurz nach den anderen aufgetreten, verhärtet den Verdacht, dass hier ein Brandstifter am Werk ist.

Marina Altaspanische Comarca (Kreis)
Fläche767,2 km²
Bevölkerung175.156 (Stand 2019)
ProvinzProvinz Alicante
RegionLand Valencia

Waldbrände an der Costa Blanca: Mehrere Feuer in der Marina Alta

Marina Alta - Was ist nur los? Mindestens zehn Waldbrände wüteten im Kreis Marina Alta an der Costa Blanca in nur zwei Wochen, sieben davon allein seit dem vergangenen Wochenende. Anders als im Vall de Gallinera, wo am Wochenende zuvor 180 Hektar verbrannt waren, hielten sich die jüngsten Feuer flächenmäßig zwar im Rahmen. Doch wertvolle Natur wurde auch hier zerstört – und immer wieder die Frage nach dem „Warum“ gestellt.

Denn die Waldbrände traten alle relativ zeitnah und in nahegelegenen Gebieten an der Costa Blanca auf. Betroffen waren zwischen Samstag und dem heutigen Dienstag die Marina-Alta-Gemeinden Gata de Gorgos, Orba, Jávea, Jalón und das Vall de Laguar. „Wir haben es doch gesagt“, kommentierte ein Facebook-Nutzer den Brand in Jávea. Es fehle an Landschaftspflege und Säuberung, kritisieren er und auch andere in ihren Kommentaren.

Trockenes, verwahrlostes Land und einer kleiner Funke: Das kann tatsächlich schon reichen, um eine Katastrophe wie die vor fünf Jahren auszulösen. Die in den Fällen der vergangenen Tage zum Glück dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehrkräfte verhindert werden konnte. Trotzdem hinterließen die Waldbrände traurige Spuren, zum Beispiel in Gata de Gorgos in der Marina Alta an der Costa Blanca. Hier wurde am Samstagnachmittag ein 105 Jahre alter und 30 Meter hoher Eukalyptusbaum schwer beschädigt. Zu denken gibt, dass im gleichen Gebiet, im Rana de Gata, am Sonntagmorgen erneut ein Feuer ausbrach. Und auch am heutigen Dienstag, 18. August, bleibt Gata nicht verschont: Um 13.34 Uhr begann es nahe der CV-734 zu brennen.

Waldbrände an der Costa Blanca: Sicherheitskräfte der Marina Alta in Alarmbereitschaft

Am Sonntag hatte es zuvor in Orba gebrannt, danach in einem Küstenwaldgebiet in Jávea sowie in Jalón. Anderthalb Hektar fielen am Montag im Vall de Laguar, im Gebiet Collao de Benimaurell, den Waldbränden zum Opfer – ganz in der Nähe des Brands vom vorherigen Wochenende am Pla de Petracos in Castell de Castells, ebenfalls in der Marina Alta und an der Costa Blanca.

Am Montagnachmittag dann traf es wieder Jávea an der Costa Blanca, im dichten Kieferngebiet Benimadrocs zwischen Jávea und Jesús Pobre kamen die Flammen den anliegenden Häusern bedrohlich nahe. Die gegen 19.30 Uhr aufsteigende, mahnende Rauchwolke war bis in den Nachbarkreis der Marina Alta, Safor, zu sehen. Um 23.20 Uhr hatten die Feuerwehrkräfte den Waldbrand unter Kontrolle, zwei Hektar wurden zerstört.

Ob Zufall oder nicht, ob Brandstiftung oder von der Straße aus unachtsam weggeworfene Zigarettenkippen: Die valencianische Agentur für Sicherheit und Notfälle ist nicht zuletzt auch wegen der anhaltenden Hitze in Alarmbereitschaft, die Umwelteinheit Seprona der Guardia Civil wurde zur verstärkten Wachsamkeit angesichts der Waldbrände an der Costa Blanca aufgerufen.

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