Luftaufnahme der Fähre Sicilia auf hoher See
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Die Baleària-Fähre Sicilia ist mit Flüssiggas-Motoren ausgestattet worden.

Beitrag zum Umweltschutz

Nachhaltiger Fährdienst aus Dénia: Baleària rüstet Flotte auf Flüssiggas um

  • vonAndrea Beckmann
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Die Schifffahrtsgesellschaft Baleària setzt auf Flüssiggas. Ziel ist es, nach und nach alle Fähren nachhaltig umzurüsten.

  • Baleària: Auch die Fähre „Sicilia“ kann fortan mit Flüssiggas betrieben werden.
  • Sämtliche Tests auf See sind zufriedenstellend verlaufen.
  • Das Fährschiff soll auf der Linie Barcelona-Ibiza eingesetzt werden

Dénia – Vergangene Woche wurde die Umrüstung der Personenfähre „Sicilia“ auf Flüssiggas abgeschlossen. Dies gibt die von Adolfo Utor gegründete Schifffahrtsgesellschaft Baleària mit Sitz in Dénia an der Costa Blanca bekannt. Die Arbeiten wurden in der portugiesischen Werft West Sea in Viana do Castelo ausgeführt. Laut dem Unternehmen sind die Tests auf See zufriedenstellend verlaufen. Das Fährschiff soll künftig auf der Linie Barcelona-Ibiza eingesetzt werden.

SchifffahrtsgesellschaftBaleària
Gründer Adolfo Utor Martínez
Gründungsjahr 1998
Gesellschaftstypanonyme Gesellschaft
HauptsitzDénia

Aufgenommen worden war die Umrüstung an dem Fährschiff im vergangenen Februar. Die Arbeiten beinhalteten die Anpassung der Motoren und des Maschinenraums. Das bedeutet, dass auch dieses Schiff fortan mit Flüssiggas, aber bei Bedarf auch noch mit dem herkömmlichen Treibstoff betrieben werden kann. Damit verfügt Baleària inzwischen über das sechste Fährschiff, das weniger umweltbelastender ist als die herkömmlichen Schiffe der Flotte. Installiert wurden ein Tank, der 425 Kubikmeter Flüssiggas aufnehmen kann. Damit kann die Fähre 1.100 Seemeilen zurücklegen.

Umrüstung der Sicilia: Ein Kontrollsystem ermittelt in Echtzeit den Verbrauch des Flüssiggases und die Emissionen

Die „Sicilia“ ist nach der „Bahama Mama“ die zweite Personenfähre, die mit Sensoren ausgestattet ist, mit denen der Verbrauch des Flüssiggases und die Emissionen in Echtzeit gemessen und kontrolliert werden können. Ziel der Schifffahrtsgesellschaft ist es, dass dieses Kontrollsystem bis 2022 in insgesamt fünf Fähren vorhanden ist. Die Umrüstung weiterer Fährschiffe der Flotte werde in Kürze folgen, so das Unternehmen.

Wie auch bei den anderen Personenschiffen, die bereits eine Umrüstung durchlaufen haben, ist auch diese Personenfähre mit einigen technologischen Verbesserungen ausgestattet worden. So verfügen die Passagiere fortan auch während der Überfahrt über WhatsApp-Service und WLAN-Anschluss. Außerdem erhalten sie unter anderem Zugang zu einer digitalen Unterhaltungsplattform.

Neues Schiff verstärkt bald die Flotte: Bauarbeiten der „Eleanor Roosevelt“ sind zu 80 Prozent abgeschlossen.

Das Schifffahrtsunternehmen gab außerdem bekannt, dass der Bau der Fähre „Eleanor Roosevelt“, die in der Werft Astilleros Armon in Gijón (Asturien) entsteht, zügig voranschreitet. Dieser Meereskreuzer aus Spanien mit einer Kapazität für 1.200 Passagiere und 450 Pkw wird das erste Baleària-Schiff, das einzig mit Gas-Motoren ausgestattet sein wird und über hochmoderne Technologien verfügt. Der Bauprozess sei zu 80 Prozent abgeschlossen, informiert das Nautic-Unternehmen.

Liquefied Natural Gas (LNG) ist der schadstoffärmste fossile Brennstoff, der in der Schifffahrt einsetzbar ist. Das Erdgas wird auf minus 162 Grad gekühlt und so verflüssigt. Dadurch kann es in großen Mengen auf Tankern transportiert werden. Stick- und Kohlendioxid werden in den Abgasen der Schiffe deutlich verringert.

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