An einem Weg in Spanien liegen Reste, Schutt und Abfälle rum.
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Deutsche an Costa Blanca: Schutt in Feriensiedlung, Rathaus muss aufräumen.

Leben in Spanien

Deutsche an Costa Blanca: Schutt und Abfälle in Feriensiedlung, Resident macht Rathaus Dampf

  • vonStefan Wieczorek
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Nicht in meiner Feriensiedlung in Spanien, dachte sich ein deutscher Resident an der Costa Blanca. Erst lag Schutt einer Baustelle rum, dann kamen Abfälle hinzu. Wie er die Wende schaffte.

Alicante – Schön, wenn sich Dinge in der Urbanisation in Spanien zum Besseren ändern. Nicht so schön, wenn das unangenehme Nebeneffekte hat. So geschehen in La Marina, einer großen Feriensiedlung im Süden von Alicante. Eine Baustelle ist zurzeit der Kreisel an der Einfahrt von der Landstraße, die in den Ort San Fulgencio führt. Der Verbindungsweg wird sicherer und einladender gemacht. Doch wohin mit dem Schutt und Abfall? Mitten in die Siedlung, in die Umgebung der zentralen Kirche Nuestra Señora de la Paz. Entgangen ist das nicht Eckhard Harms, einem aufmerksamen deutschen Residenten an der Costa Blanca.

Costa BlancaKüstenabschnitt in Spanien
ProvinzAlicante
Nördliche GrenzeDénia
Südliche Grenze Pilar de la Horadada

Deutsche an Costa Blanca: Schutt und Abfälle in Feriensiedlung, Resident macht Stadt Dampf

Seit Wochen beobachte der deutsche Polizist im Ruhestand, wie in dem Bereich der Feriensiedlung an der Costa Blanca Baureste abgeladen würden. Der Schutt von der Baustelle führe zu einer Reihe von Problemen, meint der deutsche Resident in Spanien. „Die schweren Baustellenfahrzeuge befahren auch den Gehwegbereich, der vor gar nicht langer Zeit saniert worden ist“, erklärt Eckhard Harms. „Dass damit Beschädigungen verbunden sind und sich zwangsläufig Stolperfallen für Passanten, Gottesdienstbesucher oder Nutzer des Marktes, entwickeln, liegt in der Natur der Sache.“

Nun fragte sich der deutsche Resident an der Costa Blanca, wer die Verantwortung für die Gefahrenstellen durch den Schutt und die Schäden trage. Und gibt es eigentlich einen Plan für das öde Gelände rund um die Kirche der Feriensiedlung? „Ein Schandfleck ist das Kirchengebäude mit dem Charakter eines Rohbaus ohnehin seit Jahren“, sagt Eckhard Harms. Das daneben liegende, nie fertiggestellte Apartment-Projekt „rundet das negative Erscheinungsbild vortrefflich ab.“ Genannte Faktoren seien für viele Anwohner und Gewerbetreibende der Anlass, um auf rücksichtslose Weise Abfälle zu entsorgen – quer über die Gehwege.

Deutsche an Costa Blanca: Schutt in Feriensiedlung war gewollt

„So reiht sich eine Müllkippe an die andere – aber wen kümmert es?“, fragt der deutsche Resident von der Costa Blanca. Da die Stadtverwaltung die Probleme mit dem Schutt und den Abfällen missachte, bat Eckhard Harms costanachrichten.com, das Rathaus von San Fulgencio zu kontaktieren. Das taten wir und riefen das von Samantha Hull (PSOE) geleitete, für die Baustelle zuständige Amt an. Die Stadträtin vermittelte uns an den mit der Stadtplanung (urbanismo) beauftragten Vizebürgermeister Francisco Molero, der einen Brief an den Deutschen schrieb.

Es gebe ein logisches „Warum“ für den abgeladenen Schutt rund um die Kirche der Feriensiedlung, erklärt der Stadtrat in freundlichem Ton. „Als der Umbau des Kreisverkehrs begann, und ich erfuhr, dass dafür viel Erde ausgegraben werden muss, erinnerte ich mich daran, dass Pfarrer Don Ramón seit langem darum gebeten hatte, die Böschungen rund um die Kirche mit Erde einzuebnen“, so Molero. Von daher sei der Ablageplatz an der Kirche sogar so gewollt. Nicht aber die rund um die Zone auf den Bürgersteigen verteilten Abfälle.

„Gegen solche Fälle haben wir seitens des Rathauses eine neue Verordnung zu bürgerlichem Verhalten aufgestellt“, erklärte der Vizebürgermeister der Feriensiedlung an der Costa Blanca. Diese habe in den vergangenen Jahren in der Form nicht im Ort bestanden. Nun würden Bürger für die irreguläre Deponie von Abfällen, Schutt oder Resten bestraft. „Wer jemanden dabei beobachtet, kann ihn mit Foto der Polizei melden.“ (Telefon 693 927 778, siehe Facebook-Beitrag unten)

Deutsche an Costa Blanca: Schutt in Feriensiedlung wird plattgemacht - Resident vorsichtig happy

Was das Gebäude der unfertigen Kirche in der Feriensiedlung an der Costa Blanca angeht, erklärt Molero: „Es ist wahr, dass es ideal wäre, das Gebäude zu beenden, aber seitens des Rathauses können wir dafür nicht das Geld aufwenden, da die Kirche in privater Hand ist.“ Allerdings sammle eine Gruppe von Bewohnern derzeit Geld dafür, das Gotteshaus fertigzustellen. Dafür solle sich Eckhard Harms mit dem Gemeindepfarrer kurzschließen. Molero dankte dem deutschen Residenten für die Initiative. „Alle gemeinsam können wir einen besseren Ort schaffen“, schrieb der Politiker vom Rathaus - und ließ tatsächlich Taten folgen.

Denn prompt wurden die Bürgersteige um die besagte Stelle der Feriensiedlung an der Costa Blanca gereinigt. Allerdings zunächst nur der Grünschnitt. Andere Abfälle wie Fliesen blieben liegen, versichert Eckhard Harms, der dem Rathaus nun ohne Hilfe von costanachrichten.com schrieb - auf Deutsch. Am selben Tag antwortete Stadtrat Francisco Molero uns und dem Residenten. Im Laufe dieser Woche werde „alles, was wir können“ beseitigt werden. Auch werde eine Maschiene den Schutt rund um die Kirche einebnen, versicherte der Politiker und entschuldigte sich für die Verzögerung.

Eckhard Harms freut sich: „Unsere gemeinsamen Anstrengungen scheinen gefruchtet zu haben.“ Doch fügte der Resident aus der Feriensiedlung an der Costa Blanca hinzu: „Warten wir das Ergebnis der nächsten Woche ab.“ Sie sind neugierig geworden auf Sorgen von Deutschen, die in Spanien leben? Dann lesen Sie doch, wie eine Versicherung ein deutsches Paar in derselben Siedlung verärgerte.

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