Ein Dorf kämpft um seine Blüte

Alcalalí – at. Grund zum Feiern hat Alcalalí eigentlich nicht. 59 Mandelfelder sind mittlerweile mit...

Alcalalí – at. Grund zum Feiern hat Alcalalí eigentlich nicht. 59 Mandelfelder sind mittlerweile mit dem Feuerbakterium Xylella Fastidiosa infiziert. Da bei der Bekämpfung der Krankheit auch die Felder in einem Umkreis von 100 Metern behandelt werden, sind indirekt sogar 297 Parzellen betroffen. Von der insgesamt 534 Hektar großen ländlichen Fläche Alcalalís wurden bisher Mandelbäume auf 122 Hektar ausgerissen. Die Auswirkungen der Xylella, die 2017 erstmals in der Provinz Alicante festgestellt wurde, sind nicht mehr zu übersehen. Trotzdem stellte Alcalalí auch in diesem Februar seine große Mandelblütenfiesta „Feslalí“ auf die Beine. Über 12.000 Touristen zog es an den Wochenenden in das kleine Dorf – der Xylella zum Trotz. „Viele waren verwundert, wie sich die Zahl der Mandelbäume reduziert hat“, sagt Ana Ivars, die im Rathaus für die örtliche Entwicklung zuständig ist. Die Mandelblüte ist ihr Steckenpferd, seitdem Alcalalí 2015, also noch vor Einbruch der Xylella, das Projekt „Alcalalí en Flor“ ins Leben rief. „Ziel des Projekts ist es, die lokale Wirtschaft mithilfe des Mandelanbaus anzukurbeln“, sagt sie. Zwei Jahre später kam die Xylella – und alles wurde anders.

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