Landwirt Antonio Devesa hat sein ganzes Leben lang Bohnen angebaut. Foto: Empar Ferrer

Das Dorf der Saubohnen

Benitachell – se. Die Leute aus Benitachell nannte man früher mitja fava, halbe Saubohne. „In magere...

Benitachell – se. Die Leute aus Benitachell nannte man früher mitja fava, halbe Saubohne. „In mageren Zeiten teilten sie die zum Sähen bestimmten Bohnen in zwei Teile und wundersamerweise wuchs aus jeder Bohnenhälfte eine Pflanze“, berichtet der Historiker Quico Llobell. Im 19. Jahrhundert sei mitja fava ein Spottname gewesen, den man mit Armut und Geiz verband. „Doch heute tragen wir ihn mit Stolz“, versichert Llobell. Benitachell sei eben das Saubohnendorf. „Erste Belege stammen aus der Römerzeit, aber der Bohnenanbau hier ist noch viel älter“, ist der Historiker überzeugt. Noch heute seien praktisch alle Einheimischen über 50 Jahre Nebenerwerbslandwirte oder hätten ein Gemüsegärtchen. „Und alle pflanzen dort Saubohnen – die altüberlieferte ortstypische Sorte, mit der unsere ortstypischen Gerichte besonders gut werden.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare