Boot der NGO Open Arms im Hafen in Alicante. Foto: CBN-Archiv

Drama im Fischerboot

Santa Pola - sw.  Das Fischerboot "Nuestra madre de Loreto" aus Santa Pola treibt ...

Santa Pola - sw.  Das Fischerboot "Nuestra madre de Loreto" aus Santa Pola treibt seit Donnerstag mit zwölf afrikanischen Migranten an Bord im Mittelmeer, und findet keinen Hafen zum Anlegen. Am Donnerstag befand sich das Schiff im libyschen Gewässern, als ganz in der Nähe zwei Flüchtlingsboote voller Menschen auf eine libysche Küstenwache trafen. Sie stürzten sich ins Meer, worauf nach einigen dramatischen Szenen ein Teil an Bord des Polizeibootes, ein Teil auf dem Fischerboot blieb. Dieses versuchte, die Geretteten in Italien an Land zu setzen - doch dort verbot dies die Staatsregierung. Nun verhandelt die spanische Regierung mit Libyen. Das Ziel ist offenbar, die Menschen dort wieder abzusetzen. Medizinische Hilfe erhielt das Fischerboot von einer Einheit der Nichtregierungsorganisation Open Arms,  die sich allerdings wegen eines Unwetters an die tunesische Küste zurückzog. Nun treibt die "Nuestra madre de Loreto" bei starkem Wellengang ziellos im Meer, während die Nervosität an Bord, auch unter den Afrikanern, die aus mehreren Ländern stammen, steigt. Die Besatzung des Bootes aus Santa Pola fühle sich "im Stich gelassen" und sei "verzweifelt", erklärte die Genossenschaft der Fischer aus Santa Pola.

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