Klimagerechtigkeit fordern Demonstranten in Madrid. Foto: dpa

Eher kleine Sprünge

Madrid – ck. Der politisch engagierte Schauspieler Javier Bardem und der Sänger Alejandro Sanz legte...

Madrid – ck. Der politisch engagierte Schauspieler Javier Bardem und der Sänger Alejandro Sanz legten sich in der zweiten Woche der Klimakonferenz in Madrid ins Zeug: „Wir brauchen verpflichtende Vereinbarungen“ und „es ist Zeit zu handeln“, sagten sie dem Motto des Gipfels entsprechend. Dem schloss sich auch Hollywood-Star Harrison Ford am Dienstag an. Die Konferenz soll helfen, das Pariser Abkommen umzusetzen – etwa Artikel 6 über den Handel mit CO2-Emmissionen zu regeln – und die Länder dazu verpflichten, die Anstrengungen über die Pariser Ziele hinaus zu verstärken. Hoffnung auf Engagement Viele Beteiligte hofften fünf vor zwölf auf mehr Engagement. Papst Franziskus bedauerte in einer Botschaft, dass das „Bewusstsein für die Dringlichkeit des Problems immer noch ziemlich schwach ausgeprägt“ sei. Staaten mit sehr hohen CO2-Emissionen wie China, die USA, Japan, Kanada oder Russland schickten keine ranghohen Vertreter nach Madrid und sind auch nicht zu weiteren Einschränkungen bereit, wie sich am Mittwoch bestätigte. Keine Spur von Solidarität mit den armen Ländern, die jetzt schon unter den Auswirkungen der Klimaextreme leiden. Spaniens Ministerin für Ökologischen Übergang, Teresa Ribera, versuchte die Teilnehmer dennoch einzuschwören: „Wir stehen zur Klimaschutz-Agenda, wir stehen zur internationalen Zusammenarbeit.“

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