Touristen, die sich auf einer Lokal-Terrasse einen Drink genehmigen.
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Die Calle Loreto ist eine der beliebtesten Ausgehmeilen Dénias.

Sommerurlaub 2020

Hauptsaison trotz Corona: Dénia setzt im Sommer auf Urlauber aus Spanien

  • vonAndrea Beckmann
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Der Küstenort Dénia im Norden der Provinz Alicante will sich diesen Sommer als „gesunder und nachhaltiger Ort am Mittelmeer" präsentieren - und vor allem spanische Urlauber anlocken.

  • Diesen Sommer rechnet Dénia hauptsächlich mit spanischen Urlaubern.
  • Mit 20 Kilometern Küste hat der Tourismusort genug Platz, um Sicherheitsabstände wahren zu können.
  • In den kommenden Tagen soll mit Verantwortlichen der Öffentlichen Gesundheit beraten werden.

Dénia – Spanier, die mit dem eigenen Auto anreisen und sich in ihrer Ferienwohnung einquartieren. Das werden nach Auffassung von Dénias Bürgermeister Vicent Grimalt (PSOE) in erster Linie die Urlauber sein, die in der kommenden Hauptsaison in der Dénia Ferien machen werden.

Damit würde Dénia zumindest vorrübergehend „back to the roots“ gehen, war der Ort im Norden der Provinz Alicante doch in fester spanischer Urlauberhand, bevor ihn auch Touristen aus dem Norden Europas für sich entdeckten. Zahlreiche Madrilenen haben seit Jahrzehnten ihren Zweitwohnsitz in der Hauptstadt des Kreises Marina Alta.

Mit Optimismus in den Sommer

Dass sich diesen Sommer auch so viele deutsche, britische und französische Touristen in Dénia die schönsten Wochen des Jahres vertreiben werden, wie man es aus den vergangenen Jahren kennt, ist indes eher unwahrscheinlich. Doch Grimalt zeigt sich optimistisch. Er vertraue auf Urlauber aus dem eigenen Land, bekräftigte er. „Dénia kann man nicht mit spanischen Küstenorten vergleichen, in denen der Hotel-Tourismus boomt“, sagte der Rathauschef in einer Video-Pressekonferenz. „Bei uns gibt es sehr viele Zweitwohnungen, die es einfach machen, dass sich Touristen aus dem Weg gehen, sprich den notwendigen Sicherheitsabstand wahren können.“

„Vielleicht werden wir die eine oder andere Bucht am Küstenabschnitt von Las Rotas für Besucher in diesem Jahr sperren müssen“, meinte der Sozialist. „Aber das dürfte sich in keiner Weise auf das Strandleben auswirken, denn mit 20 Kilometer Küste haben wir ausreichend Strände, damit auch dort der vorgeschriebene Sicherheisabstand eingehalten werden kann.“ 25.000 Euro will die Kommune allein in diesem Jahr für Tourismuswerbung ausgeben, die Dénia als einen „gesunden und nachhaltigen Ort am Mittelmeer“ anpreisen wird.

Dénia hat ein As im Ärmel

In den kommenden Tagen plant Grimalt ein Gespräch mit Verantwortlichen der Öffentlichen Gesundheit. An der Videokonferenz werden auch Vertreter des Roten Kreuzes teilnehmen. Bei dieser Zusammenkunft soll über die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen beraten werden, die an den stark frequentierten Orten der Touristenstadt notwendig sein werden, sobald der Hausarrest aufgehoben und mit der Ankunft erster Urlauber zu rechnen ist. „Wir werden unsere Bemühungen verstärken, um den Sommer so gut wie möglich zu retten“, versprach der Rathauschef. „Unser Vorteil ist, dass wir Strände, Gastronomie und einen Ort haben, der sich durch Qualität auszeichnet“, meinte er. „Das ist unser As im Ärmel. Wir werden in der Zukunft auf gesunden Tourismus setzen.“

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