Kaputte Dächer und intakte Strukturen fand Soler in Callosa vor. Foto: José Antón Soler

Auf Felsen gebaut

Callosa de Segura – sw. Erstmals überhaupt rief im September das Valencianische Bauinstitut IVE Fran...

Callosa de Segura – sw. Erstmals überhaupt rief im September das Valencianische Bauinstitut IVE Francisco José Antón Soler aus Mutxamel an, damit er Hausschäden sondierte. Dabei war der technische Architekt längst im IVE-Gutachter-Verzeichnis. Der Grund war also ernst: Soler sollte in die Vega Baja, ins Bergstädtchen Callosa de Segura, die bei der Dana-Überschwemmung im September reißenden Strömen ausgesetzt war. Untersuchen sollte er die getroffene Altstadt am Hang. „Hier wohnen Menschen, die wenig haben und nicht versichert sind“, sagt Soler. „Die, die eine Versicherung haben, brauchen IVE nicht.“ Im Bezirk der sozial Schwachen fand er „vermietete Häuser oder Sozialwohnungen mit prekärer Instandhaltung“ vor. „Provisorische Elektrik an den Wänden, löchrige Dächer, alles sehr gefährlich.“ Vor allem feuchtigkeitsbedingte Schäden hätte er hundertfach fotografiert. „Ganze Wände voller Schimmel“, so Soler, der aber auch positiv überrascht wurde. „Ich hatte Strukturschäden erwartet, beschädigte Fundamente. Aber die fand ich nicht einmal vor.“ Grund: „Die Häuser, vielleicht die ersten im Ort, wurden fest an den Hang rangebaut. Sie haben keine Etagen und sind an den Fels gelehnt.“

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