In Dénia gehören die Stiertreiben zu den Patronatsfeiern dazu. Foto: Archiv

Fiesta trotz Todesfall fortgesetzt

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Pinoso - ste. Am Freitagabend, 2. August, wurden in Pinoso die Patronatsfeiern wieder aufgenommen -inklusive Stiertreiben. Diese waren zwischen Donnerstag und Freitag ausgesetzt worden, nachdem ein 26-Jähriger bei einer Kuh- und Jungstierjagd durch die Straßen des Ortes umgekommen war. Das Rathaus von Pinoso bekräftigte am Samstag mehrfach, dass alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten worden seien und stellten für die neuen Jagden durch die Stadt weitere Absperrungen auf und kürzten teilweise die Hörner der Tiere, so die Zeitung "Información". Diese Tradition der Bous al Carrer (Stiere auf der Straße) oder der Suelta de Vacas (Loslassen der Kühe), bei denen die Tiere durch die Stadt getrieben werden, sind alles andere als unumstritten. "Tortura no es cultura" (Quälerei ist keine Kultur) ist ein Ausruf vieler Kritiker, die dafür plädieren die Tradition, die vor allem in kleinen Städten und Dörfern der Comunidad Valenciana und Teilen Kataloniens verankert ist, zu beenden. Versuche von Tierschützern vor Ort, die Feste zu verbieten, scheiterten weitgehend an Gesetzen des Landes Valencia oder des Staates, die diese Veranstaltungen als Kulturgut festgelegt haben. Die Hoffnung, dass das Botànic Bündnis bestehend aus PSOE, Compromís und Unidad Podemos, das das Land Valencia seit 2015 regiert und erst Ende April diesen Jahres wiedergewählt wurde, die Stier- und Kuhfeste eindämmen würde, hat sich bislang nicht erfüllt. Laut der Onlinezeitung "Público" gab es lediglich im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang im Vergleich zu 2017.

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