In der Comunidad Valenciana liegen mehr landwirtschaftliche Flächen brach als in jeder anderen Autonomen Region. Foto: Ángel García

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Altea – ste. Über 3,5 Quadratkilometer Land verdorren in Altea Tag für Tag. Das gibt das Rathaus von...

Altea – ste. Über 3,5 Quadratkilometer Land verdorren in Altea Tag für Tag. Das gibt das Rathaus von Altea nach einer gemeinsamen Studie mit der Organisation Buscatierras an. Damit befindet sich die Gemeinde in der Comunidad Valenciana in bester Gesellschaft. Laut der jährlichen Analyse des spanischen Landwirtschaftsministeriums befindet sich das Land an der Spitze der Regionen mit den meisten ungenutzten Landwirtschaftsflächen Spaniens. Folgen davon sind verdorrte Landstriche, die einen Angriffspunkt für Waldbrände und Schädlinge bieten, die sich ungehindert ausbreiten können. Altea möchte diesem Trend ein Ende setzen und hat die spanienweit aktive Organisation Buscatierras engagiert, um – wie es bereits in anderen Gemeinden der Provinz Alicante wie Alcoy oder im Vall de Gallinera umgesetzt wurde – eine Datenbank für Angebote und Gesuche nach Landwirtschaftsflächen aufzusetzen. „Ein Problem ist, dass viele Flächen älteren Menschen gehören, die die landwirtschaftlichen Betriebe nicht weiterführen möchten“, erklärt José Ferrero Albert. Anstatt diese Gebiete dann aber weiterzuverkaufen, behalten viele Menschen die Grundstücke lieber. „Hinter jedem Stück Land verbirgt sich auch eine Geschichte“, weiß der Aktivist, „niemand verkauft leichtfertig seine Heimat“. Er hat die Erfahrung gemacht, dass häufig eine umfassende Aufklärung nötig ist, damit die Menschen sich von ihrem Stück Heimat trennen können. „Wir erleben Schädlingsepidemien wie die Xylella und wissen, dass sich die Erreger häufig zunächst auf solchen unbewirtschafteten und unbeachteten Ländereien vermehren“, betont der Veranstalter und „auch Waldbrände breiten sich vor allem in solchen Gebieten aus“. Darüber hinaus gehe den Gemeinden eine Menge möglicher Einkünfte durch Landwirtschaftserzeugnissen verloren. „Wenn die Menschen erst einmal verstehen, wie wichtig die Reaktivierung dieser verlassenen Flächen ist, sind sie oft bereit, ihre Ländereien abzugeben“, sagt Ferrero Albert.

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