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Regina R. M. ist spurlos in Valencia verschwunden.

Polizei sucht nach Regina R. M.

Frau verschwindet in Valencia, nachdem sie vor gewalttätigem Ehemann in Andalusien geflohen war

  • vonStella Kirchner
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Die 47-jährige Regina R.M. verschwand am Freitag in einem öffentlichen Park in Valencia. Seitdem fehlt jede Spur von der Andalusierin, die nach Valencia floh, um den Übergriffen ihres Ehemanns zu entgehen.

Update 12. August: Gute Nachrichten von Regina R. M. Die Frau wurde gesund und munter gefunden und gab an, aus freien Stücken an einen anderen Ort geflohen zu sein. Daraufhin hat eine spanische Zeitung ihren neuen Aufenthaltsort verraten, sodass sie auch dort nicht vor Angriffen wie dem in Valencia sicher ist.

Valencia – Seit Freitag vergangener Woche suchen die Sicherheitskräfte in Valencia nach der 47-jährigen Andalusierin Regina R. M. Zuletzt wurde sie in einem Garten in der Calle Ruaya gesehen. Dort hatte sie Reinigungs- und Gärtnerarbeiten für die Firma „Integras tú“ erledigt. Dieses Unternehmen wurde von der Organisation Alanna gegründet, die Frauen, die Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch geworden sind, auf ihrem Weg in ein neues Leben unterstützt. Ein Passant fand in diesem Park auch die Tasche der Frau, inklusive Papieren und Handy, sodass eine Ortung nicht mehr möglich ist.

Erst vor eineinhalb Monaten war die Andalusierin ins weit von ihrem ehemaligen Wohnort entfernte Valencia geflohen. Den Psychologen der Hilfsorganisation Alanna vertraute sie an, dass ihr Ehemann mehrfach grob gewalttätig wurde und sogar gedroht hatte, sie mit einem Messer zu erstechen.

Vermisstenfall in Valencia: Hinweise zum Verbleib von Regina R. M. gesucht

Am 4. August konfrontierte ein unbekannter Angreifer Regina R.M. dann schon wieder mit ihrer Vergangenheit. Auf offener Straße drohte er ihr laut Angaben der Sozialarbeiter von Alanna: „Das nächste Mal steche ich dich ab, das weißt du ja schon ganz genau!“ Wer der Angreifer gewesen sein könnte, habe sie nicht gewusst, erklärt die Organisation gegenüber der spanischen Presseagentur EFE. Auffällig sei die Nutzung des Ausdrucks „te pincho“ (ich steche dich auf) gewesen, das der Ehemann von Regina R. M. vor ihrer Flucht regelmäßig gebraucht habe.

Durch eine besonders große Stoffmaske, die weite Teile des Gesichts verdeckte, sei eine Identifikation unmöglich gewesen. Der Angreifer muss aber in direktem Kontakt mit R.M.s Ehemann gestanden haben, vermutet die Organisation. Seit Freitag fehlt jegliche Spur von der Frau. Die Nationalpolizei ermittelt, und auch die Frauenrechtsorganisation Alanna sammelt Hinweise. Wer glaubt, die Verschwundene gesehen zu haben, oder anderweitige Hinweise auf den Verbleib der Frau geben kann, sollte sich umgehend telefonisch unter 680 411 226 melden.

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