Die verseuchten Substanzen belasten das Gebiet von La Murada schwer. Foto: Archiv

Gift und Gestank

Orihuela/Murcia – sw. Für üble Gerüche sorgt wieder die illegale, nicht ganz dichte Müllkippe von La...

Orihuela/Murcia – sw. Für üble Gerüche sorgt wieder die illegale, nicht ganz dichte Müllkippe von La Murada bei Orihuela. Aus dem Boden tritt verseuchtes Sickerwasser und nähert sich Äckern bedrohlich. Murcias PP-Regionalregierung, für 72 Prozent des Gebiets zuständig, hatte im März die Versiegelung „aus technischen und finanziellen“ Gründen abgebrochen. 5,1 Millionen Euro waren da bereits gezahlt. 400.000 Tonnen Müll sollen in der Erde von La Murada deponiert sein. Die Region Murcia wird mindestens 1,5 Millionen Euro zahlen müssen, um die Abdichtung zu beenden. Weitere Millionen – gemeinsam mit Nachbarregion Valencia – werden dann 30 Jahre lang für die Aufrechterhaltung fällig sein, Kollektiv will klagen Laut „Información“ erledigt zumindest die valencianische Regierung ihre Hausaufgaben, zahlte soeben 500.000 Euro für die Beendigung der Versiegelung auf ihrem Gebiet und hat seit 2016 2,5 Millionen Euro für die Arbeiten investiert. Umweltkollektiv Vertivega will nun Druck auf Murcia ausüben und kündigte an, die Vernachlässigung der Arbeiten dem Parlament, dem Senat und auch der EU melden. Die Anlage gehörte Ángel Fenoll, dem Hauptangeklagten im Korruptionsfall Brugal.

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