Miguel Guardiola bei der Recherche. Fotos: A. García

Vom großen Abenteuer Auswanderung

La Nucía – fin. Im Eingang von Miguel Guardiolas Haus in La Nucías Altstadt hängt die schmucke Tasch...

La Nucía – fin. Im Eingang von Miguel Guardiolas Haus in La Nucías Altstadt hängt die schmucke Taschenuhr, die einst sein Großvater Miguel Fuster Cano trug. Gekauft hatte der Nuciero die Uhr 1918 in den Vereinigten Staaten, ebenso wie einen Rasierer der Marke Gillette. Schätze, die Miguel Guardiola bis heute hütet, als Erinnerung an das große Amerika-Abenteuer seines Opas. Der war einer von 189 Nucieros, die Anfang des 20. Jahrhunderts die USA-Auswanderung wagten. 100 Jahre später hat Miguel Guardiola, La Nucías Ortschronist, das Buch „De La Nucía a Nueva York“ geschrieben. „Es waren junge Männer, die sich ins Abenteuer stürzten. Sie wussten nicht, was sie erwartete, nur, wovor sie flohen: vor Hunger und Armut“, sagt Guardiola. La Nucía zählte damals 2.000 Einwohner, es gab keine Einnahmequelle außer der Landwirtschaft – und die brachte die Familien kaum über die Runden, nachdem der Weinanbau und das Rosinengeschäft von der Reblaus-Plage zerstört worden waren.

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