Eine junge Frau sitzt auf einem Baumstamm und blickt aufs Meer.
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Das Cap Prim in Jávea in Spanien bietet einen tollen Ausblick auf die Portitxol-Bucht.

Natur und Geschichte in Spanien

Jáveas Cap Prim: Ausblick auf die Portitxol-Insel und ein unberührtes Natur-Paradies

  • Susanne Eckert
    VonSusanne Eckert
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Auf dem geschichtsträchtigen Cap Prim genießt man einen Ausblick auf unberührte Natur: die Portitxol-Insel und eine jungfräuliche Bucht.

Jávea – Ein Spaziergang zum Cap Prim in Jávea in Spanien beginnt mit einem Klassiker: Dem Aussichtspunkt Mirador de la Cruz, einem kleinen Platz mit einem Tuffsteinkreuz, der einen tollen Ausblick auf die Portitxol-Insel bietet. Hier kommen viele Wanderer vorbei. Doch die meisten gehen rechts zur Cala de Barraca weiter, den Trend-Strand, der für seine weißen Fischer-Hütten bekannt ist, vor deren blauen Türen unzählige Selfies geschossen werden.

StadtJávea
Autonome Region Valencia
Einwohner 27.224 (2018)

Cap Prim in Jávea: Ausblick auf Portitxol-Insel und unberührte Natur

Ein diskreter Weg unter Bäumen führt dagegen links zum Cap Prim. Und der birgt viele überraschende Ausblicke. Denn schon nach wenigen Metern öffnet sich der Blick auf eine kleine, völlig unbebaute Bucht gegenüber der Insel. Hier ist ein verstecktes Natur-Paradies für seltene Pflanzen und Vögel wie die Sturmschwalbe, die Korallenmöwe, den Kormoran oder den Wanderfalken. Der Unternehmer und Großgrundbesitzer Guillermo Pons überschrieb die ganze Zone - einschließlich der ökologisch wertvollen Portitxol-Insel - in den 80er-Jahren der Stadt Jávea unter der Bedingung, dass sie in ein Natur-Schutzgebiet verwandelt wird.

Geschichte des Cap Prim in Jávea: Dorf aus der Bronzezeit

Das Cap Prim in Jávea ist nicht nur für Natur-Freunde interessant. „An seinem Ende hat man bei Ausgrabungen ein etwa 3.500 Jahre altes Dorf aus der Bronzezeit gefunden“, berichtet der Stadtarchäologe Ximo Bolufer. „Es bestand nur aus ein paar Hütten aus ungebrannten Ziegeln, Zweigen und Lehm.“ Dort stand ein Ofen, in dem man Bronze schmolz, die wahrscheinlich per Boot angeliefert wurde. Keramikgeschirr, Reste einer kleinen Mühle und andere Funde verraten zudem, dass in dem Dorf neben Fischern Bauern lebten, die Tiere hielten und Felder bestellten.

Vom Dorf aus der Bronzezeit ist nichts mehr zu sehen, doch das gleichen die tolle Landschaft und die Ausblicke aus. Die Wellen brechen sich an Klippen und Felseninselchen im Meer. Das Grün der Pflanzen wetteifert mit dem Blau des Meeres und überall verbreiten mediterrane Sträucher ihren Duft.

An Jáveas Cap Prim nahe der Portitxol-Insel wartet unberührte Natur.

Cap Prim in Jávea: Thunfischfang am Strand Cala Sardinera

Der Weg zum Cap Prim in Jávea endet auf einem Hügel, der einen Rundblick - unter anderem auf die Portitxol-Insel - bietet. Und auf dem Rückweg durch die Natur kann man kurz vor dem Ende auf dem Pfad nach rechts noch einen Abstecher in die Cala Sardinera machen. Bis in die 40er Jahre fingen Fischer vor diesem Strand Thunfische. Man umringte den Schwarm mit Booten mit Netzen und trieb sie in die Falle. Heute gibt es keinen Thunfischfang in Jávea mehr. Aber Melva, einen ortstypischen Fisch, kann man auf Cocas genießen, einer ortstypischen Spezialität.

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