Ein Bootshaus, zwei Personen am Strand und ein Schiff auf dem Meer
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Jávea an der Costa Blanca ist für seine Strände und Buchten bekannt - wie hier der La-Barraca-Strand mit seinen Bootshäuschen.

Urlaub an der Costa Blanca

Jávea und seine Strände: Von versteckten Buchten, Geheimtipps und Instagram-Trends

  • Susanne Eckert
    VonSusanne Eckert
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Jávea an der Costa Blanca hat eine große Auswahl ganz verschiedener Strände. Von der versteckten Bucht zum Stadt-Strand - es ist für jeden etwas dabei.

Jávea - Jávea an der Costa Blanca ist in Mode und zählt zu den beliebten Urlaubs-Orten. Die Cala Granadella, die man nur über eine schmale Serpentinenstraße erreicht, wurde jahrelang zur schönsten Bucht in Spanien gewählt. Und ein Selfie am La Barraca-Strand der Portitxoll-Bucht mit seinen weiß-blauen Fischerhäuschen darf in keinem Instagram-Profil fehlen. Doch neben diesen beiden Trend-Stränden gibt es noch viele weitere in Jávea. Der Ort ist bei Touristen und Einheimischen für seine traumhafte Küste und sein blau-türkises, kristallines Meer bekannt. Aber es gibt auch ein paar Geheimtipps, die auch im Sommer nicht überlaufen sind.

StadtJávea
Land Spanien
Provinz Alicante
Einwohner27.604 (2019)

Jáveas Strände: Playa del Arenal für Familien

Der Arenal-Strand ist der einzige Sandstrand in Jávea an der Costa Blanca.

Der größte Strand und einzige Sandstrand in Jávea ist die Playa del Arenal im gleichnamigen Touristen-Viertel. Der Arenal-Strand ist perfekt geeignet für Familien, die mit Kindern Urlaub an der Costa Blanca machen. Die Playa del Arenal liegt direkt an der Promenade mit ihren zahlreichen Lokalen und Geschäften. Es gibt eine Strandwache, Fußduschen und man kann Liegen unter Sonnenschirmen mieten oder einen Schattenplatz unter Palmen suchen. Für Kleinkinder stehen Spielplätze bereit, die Größeren können sich an einer Kletterpyramide versuchen. Auch Parkplätze gibt es im Arenal reichlich und der große Strand bietet auch in Corona-Zeiten Platz für alle.

Jáveas Strände: Playa de la Grava mit spanischem Flair

La Playa de la Grava - der Strand der Kiesel - ist ein kleiner Stadtstrand in Jávea an der Costa Blanca.

Der zweite Strand-Tipp für den Urlaub in Jávea führt zum Fischerviertel Duanes de la Mar. Hier finden Urlauber an der bei ausländischen Touristen so beliebten Costa Blanca noch echt spanisches Ambiente. Der 290 Meter lange, bewachte Kiesstrand heißt Playa de la Grava. Er liegt direkt neben dem Fischerei- und Jachthafen von Jávea, ist sehr gut zugänglich und man kann Liegen mieten. Das Hafenviertel bietet mehrere große Parkplätze, gute Lokale, verschiedenste Läden und eine avantgardistische Kirche.

Hinter dem Hafen, im Naturpark Montgó, der sich zwischen Jávea und Dénia erstreckt, liegen die Strände Playa Tangó und Playa del Pope. Sie sind zwar landschaftlich sehr schön, aber schwer zu erreichen und werden wegen Steinschlaggefahr nicht vom Rathaus in Jávea an der Costa Blanca in Stand gehalten. Deshalb werden sie von Unwettern oft abgetragen. Touristen, die sich dorthin trauen, wissen nie, ob sie genug Strand antreffen, um auch nur das Handtuch auszubreiten.

Jáveas Strände: Geheimtipp Primer-Montañar-Küste

Am Primer-Montañar-Strand in Jávea hat man einen tollen Blick - und findet immer ein Plätzchen.

Wer in Jávea an der Costa Blanca gefahrlos eine wunderbare Aussicht und Natur am Strand genießen möchte, sollte sich an die Primer-Montañar-Küste zwischen dem Hafen- und dem Arenalviertel begeben. Sie ist von Tuffstein-Felsen geprägt, an denen die Wellen oft in kleinen Fontänen zerschellen. Die Küste hat eine lange Geschichte. Die Römer hielten hier Fische und schlugen dafür Becken in den Tuffstein, der bis in die 1960er Jahre auch als Baumaterial abgebaut wurde. An der Primer-Montañar-Küste stehen vier schöne Strandbars – unter anderem La Siesta und Montgó di Bongo – und man hat einen tollen Blick auf das Kap San Antonio. Parken kann man seit kurzem nur noch in zweiter Strandlinie. Deshalb hat die Zone landschaftlich sehr gewonnen. Auch an diesem Strand gibt es eine Wache in der Zone um das Restaurant La Siesta und Touristen können Liegen mieten.

Jáveas Strände: Weiße Felsformationen in der Cala Blanca

In der Cala Blanca badet man zwischen Felsen im glasklaren Meer.

Bei Touristen beliebt, aber in letzter Zeit ziemlich voll ist die Cala Blanca (Weiße Bucht) am Beginn der Cabo-de-la-Nao-Halbinsel. Der weiße Felsenstrand mit seinen Höhlen, Steinbögen und Mini-Landzungen ist ein perfektes Fotomotiv. Zumal vor der Cala oft zahlreiche Jachten ankern. Man kann in der Cala Blanca wunderbar schnorcheln, sollte aber unbedingt Badeschuhe mitnehmen. Und die Parksituation wird immer schlechter. Denn das Rathaus in Jávea an der Costa Blanca verbietet inzwischen auch im Cami Cala Blanca und an einem der spektakulären Aussichtspunkte im Ort, dem Mirador Cala Blanca, das Parken.

Jáveas Strände: Cala Sardinera nur für Fußgänger

Zur Cala Sardinera in Jávea an der Costa Blanca gelangt man nur zu Fuß.

Wer gut zu Fuß ist, kann sich zur 200 Meter langen Cala Sardinera am Cap Prim (auch Cap Martí genannt) aufmachen. Die kleine naturbelassene Bucht auf der Cabo-de-la-Nao-Halbinsel erreicht man nur über einen Wanderweg, der am Tuffsteinkreuz an der Carretera del Portitxoll beginnt und traumhafte Ausblicke aufs Meer und die Portitxoll-Insel bietet. Früher fischte man in der Bucht bei Sonnenauf- und Untergang Sardinen. Daher kommt ihr Name. Auch vor dieser Bucht in Jávea an der Costa Blanca ankern im Sommer zahlreiche Jachten, deren Eigner ihre Wildromatik zu schätzen wissen.

Jáveas Strände: Playa La Barraca als Instagram-Trend

Die Playa La Barraca ist einer der Trendstrände in Jávea an der Costa Blanca.

Unweit der Cala Sardinera liegt Jáveas derzeitiger Trend-Strand, die Playa La Barraca. Er ist wirklich wunderschön. Auf dem weißen Kiesstrand stehen mehrere Fischerhäuschen, deren Türen und Fenster mit leuchtend blauer Farbe gerahmt sind. Dem Strand gegenüber liegt die malerische Portitxol-Insel, die nur durch einen breiten Streifen transparentes Meerwasser vom Ufer getrennt ist. An diesem Strand in Jávea an der Costa Blanca gibt es zwei Restaurants - ein uriges, traditionelles Chiringuito und eine schicke, moderne Strandbar. Und wer sich von der Hitze nicht abhalten lässt, kann durch ein Wäldchen zum Tuffsteinkreuz an der Carretera del Portitxoll hochlaufen. Der Weg durch wilde Natur und mit toller Aussicht ist die Mühe wert.

Der Haken: Die Bucht ist im Juli und August von Touristen überlaufen, man sollte sie besser im Juni oder September besuchen. Während der Urlaubs-Hochsaison baut das Rathaus von Jávea an der Costa Blanca rund einen Kilometer oberhalb des Strandes eine Schranke auf und sperrt die Straße. Wer die Playa La Barraca besuchen will, sollte deshalb möglichst unter der Woche und sehr früh kommen - vor neun oder zehn Uhr. Oder es wie die Spanier machen und abends nach sieben Uhr am Strand ein Bad nehmen und ein Picknick machen.

Jáveas Strände: Cala Granadella ist in ganz Spanien berühmt

In ganz Spanien berühmt: Die Cala Granadella in Jávea an der Costa Blanca.

Das Gleiche - von der Schranke zum Picknick - gilt für die Granadella-Bucht in Jávea. Über eine steile Serpentinenstraße fährt man nach unten, kommt dann durch ein Wäldchen und an ein paar Häusern vorbei zum Meer. Und das leuchtet wirklich so türkis, wie auf den vielen Fotos im Internet. Man kann auf einem Steg die Felsen entlang laufen, in einem der guten - aber nicht billigen - Restaurants essen und den ganzen Tag in der Bucht verbringen. Es gibt eine Strandwache, Liegen, einen Bootsverleih und im Sommer sehr viele Badegäste. Aber trotzdem hat sich die Granadella den Charme einer der wenigen versteckten Buchten an der Costa Blanca bewahrt.

Jávea Strände: Geheimtipps und verbotene Playas

Als Geheimtipp wird im Internet die winzige Bucht En Caló auf der Cabo-de-la Nao-Halbinsel verkauft, der wegen eines vorgelagerten Felseninselchens ein Hauch Thailand-Ambiente nachgesagt wird. Sie ist nur über das Wasser zu erreichen, zählt aber trotzdem inzwischen zahlreiche Badegäste. Die Rettungskräfte in Jávea an der Costa Blanca sind nicht erfreut über die Berühmtheit dieser Bucht. Sie mussten schon viele Wagemutige retten, die über Steilhänge geklettert sind oder trotz Unerfahrenheit mit verschiedensten Wasserfahrzeugen nach En Caló gelangen wollten und scheiterten.

Schon seit vielen Jahren ist die wildromantische Ambolo-Bucht auf der Cabo-de-la Nao-Halbinsel wegen Steinschlaggefahr geschlossen. Die Schranke dort ist immer unten und der Rathaus-Angestellte, der sie bedient, rät allen Strandbesuchern ab, das Risiko einzugehen. Doch viele lassen sich nicht abhalten, den ehemaligen Nacktbadestrand zu besuchen, obwohl es keine Strandwache, keinerlei Service und noch dazu große Parkprobleme gibt. Auch diesen Wagemutigen stehen Jáveas Rettungskräfte sehr kritisch gegenüber. Denn sie müssen jedes Jahr wieder von anderen Stränden zum Ambolo eilen, um Verunglückte aus misslichen Situationen zu befreien.

Infos über Strände

Wer über die Belegung und den Zustand von Jáveas Stränden auf dem Laufenden sein möchte, kann die App Telegram herunterzuladen, auf der das Rathaus unter „Xàbia - Info Estado Playas“ über die Strände informiert.

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