Mehrere Gäste sitzen auf der Terrasse einer Strandbar am Meer.
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Javeas Chiringuitos an der Primer Montañar-Küste sind bei Touristen sehr beliebt.

Sommer an der Costa Blanca

Strandbar-Meile in Jávea: Nur drei Chiringuitos an Primer Montañar Küste

  • Susanne Eckert
    VonSusanne Eckert
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Künftig wird es nur drei Strandbars an Jáveas Primer Montañar-Küste geben. Dort kann man auch Surfbretter und Kanus leihen, am Arenal gibt es Scooter.

Jávea - Das staatliche Küstenamt in Spanien zieht immer mehr die Zügel an: „Dieses Jahr wird es nur drei Chiringuitos an der Primer Montañar-Küste in Jávea geben“, bedauert Tourismus-Stadtrat Antonio Miragall. „Und Live-Musik ist in diesen Strandbars an der Costa Blanca auch verboten, damit die Anwohner nicht gestört werden.“

StadtJávea
ProvinzAlicante
Autonome RegionValencia
Einwohner27.604 (2019)
Fläche68.5 Quadratkilometer

Jáveas Strandbars werden weniger: nur drei Chiringuitos am Primer Montañar

Die Lizenzen für die Chiringuitos, die Sonnenliegen und die anderen temporären Infrastrukturen in der Hochsaison an der Küste vergibt die Stadt Jávea für jeweils vier Jahre. Dieses Jahr sollen dabei insgesamt 260.000 Euros in die Stadtkasse fließen. Das Rathaus muss sich aber bei der Vergabe dieser Lizenzen an die Vorgaben des staatlichen Küstenamts halten, das für die erste Strandlinie zuständig ist. Sonnenliegen wird es ab 1. Juli an den Playas La Grava, Barraca und Granadella geben. Am Arenal kann man schon vorher auf einer Liege in der Sonne brutzeln. Außerdem werden ab 1. Juni unter anderem am Primer Montañar Bretter für Paddel-Surf und Kanus verliehen und am Arenal gibt es Scooter.

Strandbars in Jávea: Chiringuitos hatten Angst vor Pleite

Vor der Pandemie standen im Sommer fünf Strandbars am Primer Montañar, einem malerischen, wilden immer beliebteren Küstenabschnitt, von dem aus man das Wanderparadies Cap Prim und das noch autentisch, spanische Hafenviertel sieht. In den letzten beiden Jahren waren es aber nur noch drei, da zwei wegen Corona nicht öffneten. Die Betreiber wollten die hohen Lizenz-Gebühren zwischen 35.000 und 80.000 Euro nicht zahlen, da sie fürchteten, die Gäste könnten ausbleiben.
Dieses Jahr werden wieder nur drei am Parador, gegenüber dem Hotel Sol de Jávea und gegenüber dem Restaurant Amarre Tapas Chiringuitos aufgebaut. Zur besseren Orientierung: Dort standen früher die Strandbars Mint, Veleta und Vive Bonito. „Das Küstenamt schreibt Mindestabstände zwischen den Strandbars und ganzjährig bestehenden Lokalen vor“, sagt der Tourismusstadtrat. „Da am Primer Montañar direkt am Strand La Siesta und Montgo di Bongo stehen und auch gegenüber viele Restaurants liegen, wird es schwierig, passende Standorte zu finden.“

Tourismus in Jávea: Öffentliche Toiletten sollen für mehr Sauberkeit sorgen

Wegen des warmen Wetters sind die Playas in Jávea an den Wochenenden schon ziemlich voll. Und auch die Hygiene-Probleme vom letzten Jahr kehren schon am ersten heißen Wochenende wieder. Die Leute verrichten ihre Notdurft in der Natur, da es an den Buchten keine öffentlichen Toiletten gibt. „Das wird sich ab 1. Juli ändern. Laut dem diesjährigem Vertrag müssen die Vermieter der Strandliegen am La-Barraca und Granadella-Strand Toiletten haben, die allen zugänglich sind“, sagt dazu Toni Miragall.

Tourismus in Jávea: Zugang zu beliebten Buchten beschränkt

Der Zugang zu diesen Buchten für Fahrzeuge sowie zu der für Besucher gesperrten Ambolo-Bucht wird voraussichtlich ab 3. Juni kontrolliert. Das Rathaus kostet das rund 144.000 Euro. „Es ist aber notwendig, da es dort nur wenige Parkmöglichkeiten gibt, die Umwelt vor einem Parkchaos geschützt werden muss und zudem der Zugang von Rettungskräften garantiert werden muss“, meint der Tourismusstadtrat. Und ab 1. Juli kann man voraussichtlich mit dem Touristenzug an den Granadella-Strand und mit einem Bus in die Portitxol-Bucht an die Playa de la Barraca fahren. Diese öffentlichen Verkehrsmittel fahren oben in der Granadella an einem Parkplatz sowie im Saladar ab.