Pedro Sánchez bei der Parlamentsdebatte am Gründonnerstag. Foto: EFE/Mariscal

Kritik an Krisenmanagement

Aktuelle Zahlen: Todesfälle leicht gesunken Zwei weitere Wochen: Parlament beschließt Verlänger...

Aktuelle Zahlen: Todesfälle leicht gesunken Zwei weitere Wochen: Parlament beschließt Verlängerung des Notstands bis 26. April Vor Ostern zur "Erleuchtung": EU verhandelt erneut über Krisenhilfe Tote: 15.238 (Vortag: 14.555 + 683 mehr binnen 24 Stunden) Registrierte Infizierte: 152.446 (Vortag: 146.690 + 5.756) Gesundgeschriebene: 52.165 (Vortag: 48.021 + 4.144) (Mitteilungsstand, 9. April, 12 Uhr, Quelle: Ministerio de Sanidad) Madrid/Brüssel - ann. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle, Spanien befindet sich zwischen Hoffen und Bangen, ob der berühmte Zenit der Coronavirus-Pandemie endlich überschritten ist. Nachdem die täglichen Zahlen der Covid-19-Todesfälle Anfang der Woche gesunken waren, stiegen sie seit Dienstag wieder. Heute meldet das Gesundheitsministerium wieder eine leichte Entspannung der Lage, wenn man überhaupt von einer solchen sprechen kann. In den vergangenen 24 Stunden sind 683 Personen in Spanien an den Folgen des Virus gestorben, an den beiden Tagen zuvor waren es jeweils weit über 700 gewesen. Insgesamt sind 15.238 Menschen an Covid-19 gestorben, Spanien zählt am heutigen Gründonnerstag offiziell 152.446 Infizierte, das sind 5.756 mehr als am Vortag. Die positive Nachricht: 52.165 Personen sind nach der Infektion mit dem Coronavirus bereits gesundgeschrieben worden. Am heutigen Donnerstag wird die Regierungskoalition aus Sozialisten und Unidas Podemos offiziell die Verlängerung des Notstandes um zwei weitere Wochen, also bis 26. April verabschieden. PP, Ciudadanos und PNV haben angekündigt, dafür zu stimmen, während Vox sowie Junts per Catalunya, Bildu, CUP und wahrscheinlich auch ERC sich enthalten wollen. Kritik an seinem Krisenmanagement muss sich Regierungschef von allen Seiten anhören. PP-Generalsekretär Pablo Casado erklärte, "Spanien verdient eine Regierung, die nicht lügt" und forderte Sánchez auf, Fehler bei der mangelnden Voraussicht einzugestehen. Vox-Chef Santiago Abascal bezeichnete die offiziellen Zahlen der Todesfälle gar als bulo (Falschnachricht). Fragen wir ihn besser nicht, was er von den Zahlen in Deutschland hält. Regierungspartner Unidas Podemos hingegen konterte, dass Vox zum Synonym für "bulo" geworden sei. UP-Sprecher Pablo Echenique verteidigte das Vorgehen der Regierung und erklärte, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen würden. Pedro Sánchez selbst bezeichnete sein Krisenmanagement als "das beste in Europa". Währenddessen in Brüssel... Nach einer Video-Marathonsitzung ohne Einigung in der Nacht zum Mittwoch wollen die EU-Staaten heute erneut über die Krisenhilfe in der Coronavirus-Pandemie verhandeln. Der Streit über die Corona-Bonds wird dabei vermutlich nicht beigelegt, doch streben die Mitgliedsstaaten eine Kompromissformel an. Bundesfinanzminister Olaf Scholz gab sich zuversichtlich, dass "wir noch vor Ostern die entsprechenden Erleuchtungen bekommen".

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