Achim Adlfinger arbeitet in seiner Werkstatt in Nerja an den kultigen Kabinenrollern. Fotos: Michael Trampert

Kultiges Dreirad ist zurück

Nerja - mt. Mitte Dezember, kurz nach zwölf Uhr. Die Sonne brennt auf den Asphalt des kleinen Indust...

Nerja - mt. Mitte Dezember, kurz nach zwölf Uhr. Die Sonne brennt auf den Asphalt des kleinen Industriegebiets gegenüber dem Lidl in Nerja. Ohne Geräusch braust auf einmal ein Dreirad um die Ecke eines der Lagerhäuser. Es sieht von weitem aus wie ein kleinmotoriges Flugzeug. Dessen Fahrer Achim Adlfinger hat das kettcarähnliche Fahrzeug, das er „Flitzer“ nennt, selbst entwickelt und gebaut. „Es handelt sich bei diesem elektroangetriebenen Dreirad um einen Prototypen eines Messerschmitt, der im Frühjahr in einem Werk in Strasbourg an der deutsch-französischen Grenze in Serie produziert werden soll“, sagt Adlfinger. „Im Vergleich zu den klassischen Elektro-Fahrrädern besitzt dieses Fahrzeug ein Fahrgestell aus Kohlefasern und eine Karosserie, die sich per Fernsteuerung bequem anheben lässt und dem Fahrer auch bei Regenwetter Schutz bietet. Rückwärts im Velomobil Im Vergleich zu anderen sogenannten Velomobilen – eine Wortverschmelzung aus dem schweitzerdeutschen Wort „Vélo“, also Fahrrad, und „mobil“ als Anlehnung an ein Autombil – kann man mit den Dreirädern von Achim Adlfinger auch rückwärts fahren. „Die meisten Velomobile haben im Fußraum zwei Löcher, durch die man die Beine stecken und sich nach hinten abdrücken kann“, so Adlfinger. Bei den Messerschmitt-Velomobilen, die der Fahrzeugbauer zur Zeit entwickelt, brauche man solche Fußraum-Löcher nicht, da es einen Rückwärtsgang gebe.

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