Patricia Vila hat reagiert und ist in eine Straße mit mehr Laufkundschaft gezogen. Foto: A. Beckmann

Ladenbesitzer geben auf

Dénia – ab. „Liquidació por cierre“ (Ausverkauf wegen Schließung) prangt auf mehreren Schildern des ...

Dénia – ab. „Liquidació por cierre“ (Ausverkauf wegen Schließung) prangt auf mehreren Schildern des Baby-Ausstatters in Dénias Calle Pare Pere. In dem Laden sind bereits viele Regale leer. „Die Entscheidung ist gefallen“, sagt der Inhaber des „Baby Shop“. Er werde zum Ende des Monats schließen. „Die Straße ist tot“, meint er. „Der Einzelhandel kommt hier nicht mehr auf die Beine. Er habe keine Lust mehr, und nicht viel mehr dazu zu sagen.“ María Teresa Ferrer sieht das ähnlich. Die Geschäftsinhaberin, die zwei Häuser weiter in dem Geschäft „Zona Verde“ Kartuschen für Drucker verkauft, schaut skeptisch in die Zukunft. „Diesen Laden haben anfänglich mein Mann und ich gemeinsam geführt“, berichtet die Spanierin, die in Ondara wohnt. „Nachdem wir aber feststellen mussten, dass das Geschäft weniger abwirft als erhofft, hat sich mein Mann einen Job gesucht.“ Doch auch als Einpersonenbetrieb rentiere sich der Laden kaum. „An manchen Tagen läuft das Geschäft ganz gut, aber es gibt auch häufig Tage, an denen kaum oder gar keine Kunden kommen und ich mehr Ausgaben als Einnahmen habe.“ Auch sie habe schon über eine Schließung nachgedacht. „Das Problem ist, dass viele Leute von der Calle Marqués de Campo höchstens bis zur Glorieta gehen und dann in eine der umliegenden Straßen wie Calle Cop oder Diana einbiegen, weil sie nicht vermuten, dass es auch hier in der Straße Geschäfte gibt.“

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