Wintereinbruch in Spanien

Madrid erlebt Eiszeit: Salz aus Torrevieja kommt - 3.500 Tonnen sollen helfen

  • vonStefan Wieczorek
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Das eisge Wetter in Spanien macht Salz aus Torrevieja schwer gefragt. Gebraucht wird es als Winterstreu gegen Schnee und Eis - vor allem in Madrid.

Update, 10. Januar: Eine wahre Eiszeit erlebt das Zentrum Spaniens. Am Montag, 11. Januar, beginnt um 7 Uhr in Torrevieja das Beladen von schweren Lkw, die 3.500 Tonnen Salz zur Bewältigung des Schnee-Chaos und der Kältewelle nach Madrid befördern sollen. Wegen des winterlichen Wetters fuhren bereits vergangene Woche täglich 500 Tonnen aus der Salzstadt der Costa Blanca in verschiedene Ecken von Spanien, um als Winterstreu gegen Schnee und Eis zu dienen. Spanien ist vom historischen Wintereinbruch schwer getroffen, insbesondere die Hauptstadt. Madrid selbst schickt 80 bis 90 Laster nach Torrevieja, weitere acht bis zehn Fahrzeuge stellen die Salinen zur Verfügung.

SpanienLand in Europa
Fläche: 505.970 km²
Einwohnerzahl: 47.100.396 (1. Juli 2019)
Hauptstadt: Madrid

Torrevieja – Auf dramatische Weise gefragt sind derzeit die Salinen der Costa Blanca. Aus Torrevieja schaffen große Lastwagen Salz in verschiedene Teile von Spanien. Benötigt wird es wegen des Wetters: als Winterstreu - zum Schmelzen von Schnee und Eis auf den Straßen. 500 Tonnen täglich rollen laut Zeitung „Información“ momentan aus der Küstenstadt nach Burgos, Cuenca - und selbst ins Hinterland von Murcia und Andalusien. Noch mindestens bis 10. Januar soll Filomena in Spanien für die historische Eiszeit sorgen, auch Hauptstadt Madrid erlebt eine Eiszeit. Zum Fest der Heiligen Drei Könige Anfang 2021 überraschte das Sturmtief das Land mit einem historischen Wintereinbruch und Kälte, Schnee, Regen, Sturm, hohen Wellen.

2021, Madrid erlebt Eiszeit: Auch Costa Blanca mit historischem Winter und Kälte

Selbst im Hinterland der Costa Blanca fiel am 7. Januar wegen des historischen Winter-Wetters in vielen Gemeinden - Villena und Sax etwa - die Rückkehr in die Schulen wegen Schnee aus. Das Gebirge Sierra Mariola war am Donnerstag ab 800 Meter Höhe praktisch komplett weiß. Acht Zentimeter Schnee bei 0 Grad lag am Donnerstag im Gebiet Mas de la Foia Ampla . Die Eiszeit-Bilder im Tweet unten stammen nicht aus Nordeuropa oder Nordspanien, sondern tatsächlich aus der Provinz Alicante, aus dem Ort Agres. Doch das Salz aus Torrevieja wird vorerst in stärker vom Wintereinbruch getroffene Teile Spaniens gebracht, demnächst auch Madrid.

Bestellt wurde das Salz aus Torrevieja von der Zentralregierung sowie Regionalregierungen von Castilla-La Mancha, Castilla y León oder auch Murcia als Vorsorge gegen weitere Schneefälle. Mindestens bis 10. Januar soll die kleine Eiszeit, die mit dem Jahr 2021 nach Spanien kam, anhalten. Laut Wetter-Experte Ruben Del Campo sollen sich die Regenfälle, die am Mittwoch im Süden begannen, zunehmend in den Norden ausdehnen und im Landesinneren - etwa in Madrid - in Schnee übergehen, so der Sprecher des Wetterdienstes Aemet. Für 16 Gemeinden plus die autonome Stadt Ceuta wurden Unwetterwarnungen verhängt.

2021, Eiszeit in Spanien: Salz von Costa Blanca als Winterstreu nur Ausnahme

An der Mittelmeerküste sorgen im Winter-Wetter derzeit mit Schnee bedeckte Berge im Hinterland für Staunen. In Torrevieja laufen indes an der Nationalstraße N-332 die Arbeiten zur Verladung des Salzes heiß. 20 Lastwagen die jeweils um die 25 Tonnen befördern, kommen täglich, um die als Streusalz benötigte Ware von der Costa Blanca in verschiedene Ecken von Spanien. In der Regel ist die Verwendung des Salzes von den Salinen in der Provinz Alicante als Winterstreu eine große Ausnahme.

Rubriklistenbild: © Marco Schicker

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