Maske ist nicht gleich Maske

Alicante/Berlin – ms/dpa. In Asien gehören sie längst zum gewohnten Straßenbild. Nun wird auch in Eu...

Alicante/Berlin – ms/dpa. In Asien gehören sie längst zum gewohnten Straßenbild. Nun wird auch in Europa die Frage immer lauter gestellt, ob Menschen wegen der Coronavirus-Krise beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln Atemschutzmasken tragen sollten. In der Debatte um das Für und Wider von Schutzmasken gehen die Meinungen von Experten auseinander. Erst kürzlich hatte etwa das deutsche Robert-Koch-Institut (RKI) seine Ansicht zum Mundschutz revidiert: Wenn Menschen – auch ohne Symptome – vorsorglich eine Maske tragen, könnte das das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern, hieß es auf der Internetseite der Bundesbehörde. Wissenschaftlich belegt sei das aber nicht. Zuvor hatte das RKI den Mundschutz nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen – auch, weil die Experten der Meinung waren, dass ein Mundschutz ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln und somit etwa Nachlässigkeit beim viel wichtigeren Händewaschen fördern könne. Nun argumentiert das RKI, nicht jeder, der mit Sars-CoV-2 infiziert ist, bemerke das auch. Manche Infizierte erkrankten gar nicht, könnten den Erreger aber trotzdem weitergeben, weshalb von Masken grundsätzlich nicht abzuraten sei. Aber: Es gebe bislang keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine selbstgenähte Maske einen selbst vor einer Ansteckung schützt.

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