Hospital Vinalopó eine Klinik in der Palmenstadt Elche.
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Die Klinik Vinalopó brachte mit Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 der Stadt Elche viel Lob ein.

Normen gegen Covid-19

Bereit für „neue Normalität“: Zum Schutz vor Coronavirus misst Klinik in Elche Temperatur von Besuchern

  • vonStefan Wieczorek
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Das Hospital Vinalopó in Elche gehört zu den ersten spanischen Krankenhäusern, die für die Zeit nach Corona nachrüsten: Kontrollen an den Eingängen, Normen zur Nutzung von Fahrstühlen und WCs sowie ein Waschdienst für Schutzkleidung der Ärzte, Pfleger und weiterer Angestellten.

  • Bürgermeister: „Wir wollen unter den ersten sein, die zum Alltag zurückkehren.“
  • Klinik bringt Elche mit umfassenden Schutzmaßnahmen Lob ein.
  • Elche vergleichsweise Covid-19-unbeschadet: Bisher 450 Angesteckte, 20 Tote

Elche - Die Stadt Elche solle „unter den ersten in Spanien sein, die in den Alltag, in die neue Normalität zurückkehren“, forderte in diesen Tagen Bürgermeister Carlos González (PSOE). Dank der „vorbildlichen Haltung der Bürgerinnen und Bürger sowie dem guten Einsatz der Polizei" habe die Stadt am Fluss Vinalopó die Coronavirus-Krise bisher gut gemeistert, so der Sozialdemokrat. Das sagte er im Lokalradio noch vor dem 26. April, als es auch in Elche, bei der ersten Lockerung der Ausgangssperre der spanischen Regierung teils zu beunruhigenden Ansammlungen von Eltern und Kindern kam.

Coronavirus-Maßnahmen: Lob für Elche

Doch Elche erhielt vergangenes Wochenende in verschiedenen spanischen Medien vor allem Lob für gutes Coronavirus-Krisenmanagement. Das Hospital Vinalopó, eines der zwei Krankenhäuser in der Palmenstadt, hatte einige Tage zuvor ein umfassendes Schutzprogramm gegen Covid-19-Ansteckungen eingeführt. Bereits am Eingang wird allen Besuchern des Gebäudes Fieber gemessen. Ab 37,5 Grad gibt es kein Durchkommen. Zudem wird genau und systematisch auf saubere Hände und Masken geachtet. In den Wartezonen sind vorgesehene Abstände markiert, für WCs und Aufzüge herrschen strenge Normen.

Schutzkleidung gegen Coronavirus für Krankenpersonal

Zudem versorgte Ribera Salud, der private Betreiber der öffentlichen Klinik, alle Angestellten, auch externe, mit Schutzkleidung - inklusive Waschdienst. Zu Hause dürfe die Schutzkleidung nicht gewaschen werden. Im Laufe dieser Tage will das Hospital 7.000 Menschen auf das Virus prüfen. Verwendet werden dafür die Antikörper-Schnelltests. Die Statistik gibt dem Ortschef übrigens in seiner vergleichsweise positiven Einschätzung zur Coronavirus-Lage recht. Bisher hatte Elche offiziell rund 450 Angesteckte und 20 Tote. Nach wie vor ist aber, wegen lange fehlender Tests, von einer hohen Dunkelziffer bei Covid-19-Ansteckungen auszugehen.

Am 26. April durften in der Palmenstadt Elche endlich die wegen des Coronavirus lange eingesperrten Kinder raus.

Mobil in Corona-Zeiten: Krankenhauspersonal nutzt Fahrrad

Ob die erste Ausgehzeit für Kinder, und das grüne Licht für Sportler am 2. Mai, Elches Coronavirus-Bilanz verschlechtern, muss sich noch zeigen. Was genau die Universitätsstadt relativ gut dastehen lässt - nur Orihuela weist an der Costa Blanca weniger Covid-19-Fälle auf - muss sich aber noch zeigen. Sicher ist, dass Elche in der Krise bisher die Balance zwischen Sicherheit und Mobilität probiert. So hat die Palmenstadt - anders als Barcelona, Madrid oder Valencia - die städtischen Fahrradstationen bisher nicht gesperrt. Genutzt werden die City-Räder „BiciElx“ Medien zufolge vor allem vom Personal der städtischen Kliniken.

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