Pedro Sánchez, Ministerpräsident von Spanien, bei der Sitzung des Wissenschaftlichen Covid-19-Ausschusses. Foto: dpa

Notstand wird verlängert

- Sánchez verlängert Notstand - Valencia: 6.901 Infizierte, 571 Tote, 4,2 Prozent Ansteckungsrate ...

- Sánchez verlängert Notstand - Valencia: 6.901 Infizierte, 571 Tote, 4,2 Prozent Ansteckungsrate - Murcia: 1.188 Infizierte, 51 Tote, 3,8 Prozent Ansteckungsrate - Andalusien: 6.869 Infiziere, 426 Tote, 6,7 Prozent Ansteckungsrate Madrid - sk/dpa. Es hat sich abgezeichnet: Ministerpräsident Pedro Sánchez will den Notstand bis 26. April verlängern. Damit kartet die Regierung nun schon zum zweiten Mal nach und setzt eins auf das jeweils 14 Tage gültige Dekret des "estado de alarma" drauf. Bis Ende April müssen die Spanier zu Hause bleiben. Dabei stabilisieren sich die Zahlen der Corona-Krise drei Wochen nach Beginn der strikten Ausgehsperre weiter. Die Zuwachsrate der Neuinfektionen ging bis Samstagmittag zwar erneut zurück und lag bei weniger als sechs Prozent, insgesamt aber steigen die Ansteckungszahlen weiter. Insgesamt wurden rund 7.000 neue Ansteckungen nachgewiesen, die Gesamtzahl belief sich auf mehr als 124 700, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Sánchez hat die Entscheidung nach einem Treffen mit seinem Krisenstab getroffen und diesmal auch die Opposition informiert. PP-Chef Pablo Casado stimmte einen milderen Ton an und twitterte: "Pedro Sánchez hat mich angerufen und informiert, dass er vor dem Parlament um eine Verlängerung des Notstands ersuchen wird. Ich habe ihm erneut die Unterstützung der Volkspartei für die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zugesichert. Loyalität und Einheit erfordern Effizienz und Transparenz." Die  PP hatte zuvor das Krisenmanagement der Regierung scharf kritisiert. Unklar ist noch, ob die scharfen Arbeitsbeschränkungen weiter gelten und Industrie und die anderen produzierenden Sektoren, die weder ins Homeoffice gehen, noch zu den systemrelevanten Wirtschaftszweigen zählen, weiterhin ihre Tätigkeiten ruhen lassen müssen. Was können Sie tun: Versuchen Sie, eine Atemschutzmaske zu organisieren. Zwischen den Zeilen hört man heraus, dass eine zukünftige und derzeit noch nicht zur Debatte stehende Lockerung der Ausgehbeschränkungen möglicherweise auch an den Bestand der Atemschutzmasken geknüpft sein könnte, die immer noch schwer zu bekommen sind.  Nutzen Sie doch die Zeit und lernen Sie das spanische Coronavirus-Lied "Resistiré". Geteiltes Leid ist halbes Leid. Den amtlichen Angaben zufolge wurden in den letzten 24 Stunden fast 4000 an Covid-19 erkrankte Patienten innerhalb eines Tages als genesen entlassen. Damit sind schon mehr als 34 000 Betroffene wieder gesund. Auch die Zahl der Todesfälle ging zurück. Dennoch wurden innerhalb von 24 Stunden zum achten Mal in Folge mehr als 800 Tote verzeichnet. Die Gesamtzahl belief sich auf rund 11 700. Das waren 809 mehr als am Freitag. Besonders stark betroffen sind weiterhin die Regionen Madrid (36.249 Infizierte, 4.723 Tote, Ansteckungsrate 6 Prozent) und Katalonien (24.734 Infizierte, 2.508 Tote, Ansteckungsrate 5,4 Prozent).

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