Schätze von Spanien

Palmen der Costa Blanca - Touristen und Plagen in der Weltkulturerbe-Oase

  • vonStefan Wieczorek
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Voller Palmen ist die Provinz Alicante. In Elche sind sie Weltkulturerbe. Die Parks, die heute Touristen verzaubern, entstanden einst als fruchtbare Oasen. Heute sind sie in Gefahr.

  • Die Phönizier brachten die Palmen an die Costa Blanca. Vor 20 Jahren wurden sie in Elche zum Weltkulturerbe.
  • In den Palmen-Hype in Alicante platzte die Plage: Der Palmrüssler bedroht die Touristen-Oasen bis heute.
  • Palmen retten: Neues Gesetz aus Valencia soll Weltkulturerbe in Elche vor Plagen und Bebauung schützen.
  • Touristen in grüner Oase: In Elche, Orihuela und Alicante lernen Sie jede Menge über den Mythos Palme.

Alicante/Elche/Orihuela - Bei Hitze durchstreift der Spanien-Besucher das trockene Land der Provinz Alicante. Wasser und Kräfte sind verbraucht, die Luft dunstig. Am Horizont verschwimmen das Blau des Himmels und das blasse Gelb der Erde. Da mischt sich plötzlich Grün hinein: Abertausende Palmen um eine Stadt, an den grünen Kronen saftige Datteln, am schattigen Boden Bäche und fruchtbare Äcker. „Eine Fata Morgana“, glaubt der Tourist. Aber es ist Elche, die Palmenstadt im Süden von Alicante. Ein Halbring aus exotischen Gewächsen umgibt den Ortskern am Fluss Vinalopó - eine perfekte Oase an der Costa Blanca.

PalmenEmblem der Costa Blanca
ArtEchte Dattelpalme
Wisschenschaftlicher NamePhoenix dactylifera
FamiliePalmengewächse (Arecaceae)

Palmen-Oase Alicante: Für Touristen in Spanien Attraktion, für Elche Weltkulturerbe

Die Palmen sind ein Emblem der Costa Blanca, schon seit Jahrtausenden, als die Phönizer sie mitbrachten. In Elche wurden die Palmen im Jahr 2000, vor 20 Jahren, zum Weltkulturerbe erklärt. In der Provinz Alicante ist Elche die mit Abstand größte Oase, mit 70.000 bis zu 300.000 Palmen, je nachdem, wie man zählt. Einer Legende nach hat die Stadt so viele Palmen wie Menschen. Heute sind die Parks und Gärten eine Attraktion für Touristen. Als solche entdeckte sie bereits die Aufklärung. Mit dem Eifer der neuen Naturwahrnehmung bereisten gebildete Europäer Spanien auf ihren "Grand Tours" ab Ende des 18. Jahrhunderts.

Oase Elche: Kleiner Tourist erforscht Palme im Garten des Palmenmuseums.

In der Provinz Alicante schwärmte 1820 der aufgeklärte Tourist Alexandre de Laborde: „Palmen und Datteln gibt es in anderen Teilen des Reichs, aber besonders viele in Elche. Die Bewohner bauen sie mit besonderer Sorgfalt an, was ihr größter Reichtum ist.“ Waren sich die Bewohner dieser Oase, dieses Reichtums, damals bewusst? Ganz natürlich war doch die Palme in den Alltag integriert, nicht nur wegen ihrer Früchte. Überall stolperte de Laborde über aus Palmen gemachte Gegenstände: „Fußmatten, Körbe, Stühle und andere Utensilien“. Jedoch nahm man diese Dinge des Alltags noch nicht als großen Schatz wahr.

Dabei ist die Palme - nicht nur in Alicante - ganz eigen, ist kein Baum und liefert kein Holz. Ihr Geflecht aus Pflanzenfasern ist zugleich hart und biegsam. Fast alle ihre Teile können im Laufe des Jahres genutzt werden – laut einem antiken Lied auf 360 Weisen. Dass die Palme an der Costa Blanca heimisch wurde, liege am hiesigen Boden, sagt David Maciá, städtischer Palmerer - Palmengärtner - in Elche: „Die Erde ist bei uns trocken und salzig, ungünstig für viele Pflanzenarten. Also baute man einfach das an, was möglich war.“ Für diesen Grund war die Dattelpalme, Phoenix dactylifera, also wie gemacht.

Erst Palmen-Hype, dann Plage in Alicante: Oase als Weltkulturerbe in Gefahr

„Die Palme schlägt tiefe Wurzeln, wächst zunächst fast nur nach unten – bringt dann aber so reiche Frucht, dass sie daran fast selbst zerbricht", erklärt der Palmengärtner. Die Stadt mit den Weltkulturerbe-Palmen tut gut daran, ihre Oase zu pflegen. Denn der moderne Stadtbau hat hier den grünen Schatz sichtlich in den Hintergrund gedrängt. Moderne Viertel und auch der Zug wurden in der Industrialisierung mitten in den grünen Ring aus Palmen gebaut. In den letzten Jahren fielen in Alicante zudem viele Pflanzen dem Palmrüssler zum Opfer. Die Plage platzte mitten in einen Hype um die Palmen an der Costa Blanca,.

Palmen sind in Elche Weltkulturerbe - Historisches Foto von Palmengärtnern.

Den Palmen-Hype in der Provinz Alicante löste zum einen die Erklärung zum Weltkulturerbe durch die Unesco aus. Zum zweiten jedoch war es der Bauboom: „Jeder Garten und Golfplatz musste Palmen haben“, erzählt Gärtner Maciá. Doch Fachleute wie ihn fragte man beim Einkauf nicht, sondern setzte auf schnelle und günstige Lösungen, achtete dabei weder auf geprüfte Herkunft und gute Pflege noch auf die Art. So verbreitete sich an der Costa Blanca etwa die Sorte Washingtonia, die zwar schnell wächst und wenig Wasser braucht, aber eben ein Eindringling ist - anders als die echte Elcher Dattelpalme Phoenix dactylifera.

Palmen von Alicante von Palmrüssler bedroht: Neues Gesetz zum Schutz der Oase

Nur fünf Jahre nach Erklärung der Palmen von Elche zum Weltkulturerbe betrat 2005 der ungebetene Gast die grüne Oase: der Rote Palmrüssler, spanischer Name Picudo Rojo. Palmengärtner David Macía erinnert sich: „Man las über die Plage, erst in Malaysia, dann in Nordafrika - hielt den Picudo aber für einen Exoten aus fernen Ländern.“ Die Geschichte erinnert an ein kleines Virus aus dem Jahr 2020, oder? Ja, die Welt wurde schon vor 15 Jahren kleiner. Der exotische Käfer brach an der Costa Blanca ein wie eine Bombe - ähnlich wie heute das Coronavirus - und löschte das Leben von abertausenden Palmen aus - ob Washingtonia oder Phoenix dactylifera.

Aufatmen können die Palmen von Alicante bis heute nicht. "Die Plage ist längst nicht unter Kontrolle“, warnt der Gärtner. So zahlt das Land Valencia im Jahr zwei Millionen Euro für die Picudo-Bekämpfung, 150.000 die Stadt. Im August 2020 erstellte das Land einen neuen Gesetzesentwurf zum Schutz der grünen Oase. Es soll die Palmen vor Plagen, aber auch Bebauung schützen. Das alte Gesetz, noch von 1986, erschwere durch mangelnde Flexibilität die Maßnahmen. Gute Ergebnisse gegen den Picudo erziele eine neue Strategie. „Der Pilz Beavueria bassiana ist eine heimische Art, also ein natürliches Mittel", erklärt Gärtner Maciá.

Infizierten Palmen von Alicante hilft gute Pflege eher als „Wundermittel“ - Gärtner als Weltkulturerbe

In den Parks von Elche seien 60 Prozent der mit dem Pilz behandelten infizierten Palmen gerettet worden. Doch ein „Wundermittel“ sei auch der in Alicante heimische Pilz nicht, sagt Maciá. Für wichtiger halte der Fachmann Sorgfalt und gute Gärtnerei. „Vor allem die hat in Elche noch Schlimmeres verhindert“. Nur das geschulte Auge könne etwa erkennen, ob eine Pflanze vom Palmrüssler befallen sei. „Sieht man die Folgen, ist es bereits zu spät.“ Maciá selbst ist in Elche eine Ausnahme, stammt nämlich aus keiner Palmerer-Familie. „Ich wollte Gärtner werden und Klettern ist meine Leidenschaft“, erklärt er.

Der Beruf des Gärtners für Palmen macht auch ihn zum Weltkulturerbe. Denn die Unesco verlieh den Titel nach Elche nicht nur für die Pflanzen, sondern auch ihre Anbautechniken und die aus ihr hervorgegangenen, bis heute lebendigen Traditionen, so die Palmerers. Tausend Jahre alte Oasen-Techniken der Araber nutzen die Gärtner, wenn sie, traditionelles Werkzeug in der Hand, die Palmen hochkraxeln und ihnen im Frühling beim Bestäuben, oder im Sommer den Datteln beim Wachsen helfen. Die Dattel, reich an Zucker und Nährstoffen, stillte in der einstigen Palmenstadt günstig Hunger, gab Kraft und Gesundheit.

Palmen in Alicante oder Orihuela wurden von Mauren in Gärten als natürlicher Zaun genutzt

„Brot der Wüste“ nannten die Araber die Dattel, erklärt das Palmenmuseum in Elche, wo wir Gärtner Maciá treffen. Das alte Landhaus mit dem Garten San Plácido schildert wunderbar die Funktion der alten Oasen. Bis heute in Betrieb sind in Elche einige der hydraulischen Systeme, die die Mauren aus römischen Bewässerungsanlagen entwickelten. Mit damals hochmodernen Methoden schafften die mittelalterlichen Ingenieure Wasser herbei, überschüssiges weiter und überbrückten geschickt Höhenunterschiede. Der Verlauf der Kanäle in den Hainen ist - auch im Museumsgarten - leicht zu erkennen: an den Palmen.

Palmen von Elche: Gärtner wie David Macía nutzen uralte Oasen-Techniken.

„Die Palmen wurden in den damaligen Gärten in Reihen entlang der Kanäle als natürlicher Zaun aufgestellt, der die Äcker voneinander trennte und vor Wind und Sonne schützte“, erklärt uns ein neuer Gesprächspartner: Juan Rosique, Palmengärtner im Palmeral von Orihuela. 6.000 Palmen stehen hier. Der Palmenpark steht somit klar im Schatten von Elche, kann sich aber als zweitgrößter in Europa bezeichnen. Und hat auch seine Vorzüge. Denn in Elche sehen manche Touristen die Oase vor lauter Palmen nicht: Edle Gärten wachsen neben veralteten Feldern, moderne Viertel unterbrechen den riesigen grünen Ring.

Palmen von Orihuela standen auf Route aus Alicante - Renovierung für Touristen steht an

Der Park der Palmen von Orihuela (Video-Tour auf Englisch) wirkt dagegen einheitlich, und irgendwie von der Moderne unberührt. Dezent sind Schulen und Sportplätze integriert. Zum Spazieren und Abschalten nutzen ihn Anwohner – und knüpfen so an Zeiten von Al-Ándalus an. Damals suchten hier Menschen und Tiere auf Durchreise Zuflucht. Der Palmeral lag auf der Handelsroute aus Lorca nach Alicante. Unter den Palmen gab es Schatten und Verpflegung. Eine Viehroute zog einen Bogen um die Oase, die ihre Form einer Mondsichel bewahrt hat. Bewundern kann man sie heute vom Aussichtspunkt oben am Bergtunnel.

Die Kulisse aus Bergen verstärkt über den Palmen die Wildromantik des Parks, der 1963 als „malerische Gegend“ und 1985 als „Gut von kulturellem Interesse“ ausgezeichnet wurde. Ein neues Schulprojekt will ihn zum Weltkulturerbe machen. Doch dazu fehlen noch tausende Unterschriften. Zunächst erhält der Palmeral eine Sanierung. Anfang 2020 kündigte die Stadt an, ein altes Gebäude im Hain für Touristen umzubauen, eine schmuckvolle Wasserleitung zu reparieren und die Palmen in einem digitales Register zu erfassen , um ihre Pflege zu systematisieren. Es sind längst fällige, seit Jahren von Naturschützern geforderte Massnahmen.

In Alicante steht der Park der Palmen direkt am Meer auf der „besten Erde der Welt“

Mangelnde Pflege und die Picudo-Plage haben in Orihuela Palmen zerstört, die Jahrhunderte alt und 30 Meter hoch waren. Und die in der Geschichte immer wieder Naturliebhaber inspirierten. Allem voran Poet Miguel Hernández, der als Kind nur einen Dattelwurf entfernt wohnte. Die „Oase der Schönheit mit vollen Segeln“ lobte er im Gedicht „Palmera“. Mal assoziierte er die Palmen mit „Springbrunnen“, mal mit „Korkenziehern“. Im Gedicht „La Palmera Levantina“, das Joan Manuel Serrat vertonte (Video oben), schrieb Hernández: „Die Palme ist das erste, was das Auge des Seefahrers auf den Meeren der Ostküste sieht“.

Diese Palmen am Meer sah Marquis de Molins im Haus in Alicante.

Wenn Hernández mit den Palmen am Meer seine Heimatstadt meinte, dann nur bildhaft – ist das Meer ein ganzes Stück von Orihuela entfernt. Nimmt man Hernández wörtlich, meinte er vielleicht die Stadt Alicante. Deren grandiose Oase am Strand verlor in Hernández´ Zeiten jedoch gerade stark an Palmen. Um die Wende zum 20. Jahrhundert fielen viele erst der Bahn, dann Fabriken und dem neuen Viertel zum Opfer. Dabei verdankte ihnen Alicante den ältesten Tourismus-Slogan: 1841 ließ Marquis de Molins poetisch einen Freund wissen, er sei auf der „millor terra del món“, dem besten Stück Erde der Welt.

Palmen von Alicante: Tourist fühlte sich 1778 „nach Alexandrien oder Groß-Kairo versetzt“

Den Meerblick von de Molins’ Haus ergänzte in Alicante ein bezauberndes Ackerland mit 7.000 Palmen. Übrig sind im renovierten Park noch 2.000. Heute ist diese Oase am Meer für Hochzeitsfotos und Kinderausflüge ein Klassiker, mag aber auf Puristen recht künstlich wirken. An das ländliche Erbe des Parks erinnern aber noch alte Mauerreste. Vielleicht entdeckte hier de Laborde eine kuriose Palme mit sieben Schösslingen. Auf einem Bild in de Labordes Buch steht sie direkt am Meer. Den Touristen des 18. Jahrhunderts erinnerte sie „an den siebenarmigen Leuchter auf dem Titusbogen in Rom, der die Plünderung Jerusalems zeigt“.

 „Ja, man las über die Palmen-Plage, erst in Malaysia, dann in Nordafrika - hielt den Picudo aber für einen Exoten aus fernen Ländern.“

David Maciá, Palmengärtner aus Elche

Auf mediterrane Querverweise brachten die Palmen von Alicante auch Jean-François Peyron, der sich 1778 in Elche „nach Alexandrien oder Groß-Kairo versetzt“ fühlte. Zum Emblem des Mittelmeers machte sie jedoch schon die Verbreitung in der Antike. Der Grund war nicht nur die Vielseitigkeit der Pflanze, schreibt der Archäologe Rafael Ramos. In ihrer besonderen Natur habe man vor allem tiefe Symbolik gelesen. Kein damals bekannter Baum habe Geschlechter gehabt. Die Palme hingegen brachte nur als Weibchen Frucht – und nur durch männliche Bestäubung. „So wurde sie zum Symbol des Prinzips der Befruchtung“, so Ramos.

Palmen kamen nach Alicante dank der Phönizier.

Palmen kamen als Kultobjekt an die Costa Blanca - „Phoenix“ erinnert an Phönizier und an mythische Figur

Von der Palme, so der Archäologe aus Alicante, sei der Mythos von Zeus inspiriert, der als goldener Regen Danaë befruchtet. In dieser „Hochzeit von Himmel und Erde“ stecke auch die antike Sage, die Palme sei aus himmlischem Feuer und irdischem Wasser entstanden. Noch in der Tradition des Islam schuf Gott die Palme am sechsten Tag – wie auch den Menschen. „Ehret die Dattelpalme, eure väterliche Muhme“, sagte Prophet Mohammed. Als man hingegen Jesus in Jerusalem mit Palmwedeln begrüßte, war es die geläufige Jubelgeste seiner Zeit. „In der Antike stand die Palme für Sieg und Größe“, schreibt Ramos.

Wie früh die Palme, die himmlische Siegespflanze, die Küste von Alicante erreichte, zeigen in Elche Scherben und Münzen mit ihrer Darstellung aus dem 2. Jahrhundert vor Christus – sowie ihr Name Phoenix. Denn die Phönizier, so die aktuelle Sicht, brachten die Dattelpalme als Kulturpflanze und Kultobjekt an die Costa Blanca. Östliche und iberische Mythen verschmolzen damals oder ergänzten einander. So gelangte auch der Phönix zu den Iberern, der Vogel, der verbrennt, um verjüngt aufzuerstehen. (Tweet unten: Kunst der Palma Blanca, „Weißen Palmen", für Palmsonntag)

Palmen von Alicante: Oasen, die Reisende erfrischen - „Weiße Palmen“ für Palmsonntag

Mit der Sage verbindet die Palme nicht nur der Name, Phoenix dactylifera, sondern auch ihr alter Ruf, sie tröste und erfrische nach Leid und Drangsal. In ihrem Schatten ruhten sich, auf Zeiten des Glücks hoffend, die Juden bei der Wüstenwanderung aus – woran ihr Laubhüttenfest erinnert. Frühchristliche Gräber zeigen den Vogel Phönix auf Palmen sitzend – Bild für die Hoffnung, dass selbst die dunkelste Stunde nur der Weg zu neuem Leben ist. Palmenasche tragen Christen am Aschermittwoch auf. Was sie jedoch nicht daran hinderte, bei der Reconquista Palmen zu roden. Hatten sie die „Ungläubigen“, die Mauren, gehegt und gepflegt.

Doch in Elche war König Jaume I. von den Palmen so bezaubert, dass er sie per Gesetz schützte. Sonst wäre in der Provinz Alicante auch ein einzigartiger Kunststil nicht entstanden: die Palma blanca. Damit Palmen nicht grün werden, erhalten sie Hütchen übergestülpt, die die Photosynthese verhindern. Für Palmsonntag werden die gepflückten weißen Wedel mit großer Kunst verziert. Ganz Elche erstrahlt dank tausenden „Weißen Palmen“. Davon schrieb auch schon de Laborde. Für die Asche der Fastenzeit werden die Palmwedel verbrannt, damit an Ostern wieder frische weiße Blätter die Stadt einkleiden.

In das hellste Weiß der Provinz Alicante tauchen die Palmen in der Nacht zum 14. August in Elche ein. Beim Marienfest für die Virgen de la Asunción (Jungfrau, die zum Himmel fährt) schießt die „Palmera de la Virgen“ gen Himmel und begießt Elches Gärten mit Licht. Ein gewaltiger Springbrunnen aus Feuer. Oder ein strahlender Rettungsanker, vielleicht für einen Reisenden, der bei Nacht vom Weg abgekommen ist - und vielleicht nicht mehr daran glaubte, die Oase zu finden. Leider verhindert 2020 das Coronavirus die Palme aus Feuer - es sei denn, eine „Fata Morgana" erscheint in der magischen Nacht der Palmenstadt.

Rubriklistenbild: © Stefan Wieczorek

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