Menschen fotografieren die Aussicht vom Penon de Ifach.
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Calpes Peñón de Ifach: Schon vor Corona konnte es oben mal etwas voller werden.

Covid-19 in Calpe

Peñón de Ifach wegen Überfüllung geschlossen? Diese neuen Corona-Regeln plant Calpe

  • vonStella Kirchner
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Calpe klagt über immer mehr Besucher am Peñón de Ifach, besonders an den Wochenenden. Deswegen plant Bürgermeisterin Ana Sala neue Einschnitte für Besucher. 

Calpe – Hunderte Menschen auf dem Gipfel des Peñón de Ifach, die sich um die beste Aussicht auf Calpe an der Costa Blanca in Spanien streiten. Dieses Bild bietet sich Besuchern mittlerweile fast an jedem Wochenende beim Wandern. Diesen Zustand möchte Bürgermeisterin Ana Sala nun ändern und kündigt strengere Corona-Regeln an, damit der Naturpark sich nicht mehr so stark füllt. Diese sollen in Kürze in Kraft treten.

Peñón de IfachLandschaftsschutzgebiet in Calp
Befindet sich inPenyal d’Ifac
AdresseCarr. del Peñon, 03710 Calp, Alicante
Fläche47 ha

Die folgenden Regeln wurden beschlossen:

  • Täglich darf der Naturpark Peñón de Ifach in Calpe nur noch maximal 300 Besucher einlassen.
  • Wer am Peñón de Ifach wandern möchte, muss online einen Termin vereinbaren. Der Vorgang ist kostenlos.
  • Ohne einen Online-Termin kann das Personal Eintritte vergeben, aber nur, solange das Limit von 300 Besuchern nicht überschritten wird.

Kontrollen am Peñón de Ifach in Calpe: Bürgermeisterin verweist auf Corona-Gefahr

„Wir warten schon viele Jahre lang darauf, die Situation am Peñón de Ifach zu ändern. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass an einem Tag gut und gerne über 800 Menschen in den Naturpark kommen“, wirft Calpes Bürgermeisterin Ana Sala der Landesregierung in Valencia vor. Sie erwartet vom Umweltministerium gerade zu Zeiten des Coronavirus ein stärkeres Eingreifen gegen den Besucher-Ansturm.

Die Landesregierung von Valencia verwaltet nämlich das Wahrzeichen von Calpe, allerdings nach den Vorstellungen der Bürgermeisterin zu wenig. „Aktuell kümmern sich lediglich zwei Personen um Kontrolle der Besucher und Pflege des kompletten Naturparks Peñón de Ifach. Das kann weder den Anforderungen an Corona-Kontrollen noch einer Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit gerecht werden“, wirft sie der Region Valencia vor.

Coronavirus und Menschenmassen: Calpes Peñón de Ifach gewinnt an Beliebtheit

Besonders zu Zeiten des Coronavirus sei so ein Verhalten nicht tragbar, meint Bürgermeisterin Ana Sala. „Viele Besucher tragen keine Maske und gehen in großen Gruppen los.“ Sie verweist auf den Erfolg der Cova Tallada in Dénia, die auch zu Corona-Zeiten sicher zu besuchen sei, weil Touristen und Einheimische vor dem Betreten der Höhle über eine Website einen Termin buchen müssen. Das soll nun Vorbild für die Kontrollen am Peñón de Ifach werden. Eine Website werde bekannt gegeben, sobald sie eingerichtet sei. Die Corona-Lage sei in der Marina Alta zwar vergleichsweise entspannt, aber auch in Calpe erlag diese Woche ein Mensch Covid-19.

Der Peñón de Ifach ist das Wahrzeichen von Calpe. Wegen Corona kommen immer mehr Besucher.

Gerade wegen der Corona-Beschränkung anderer Aktivitäten in Calpe gewinne der Wanderweg immer mehr an Beliebtheit. Einige Besucher unterschätzten wohl auch die Risiken des Aufstiegs auf den Peñón de Ifach. Vor zwei Wochen musste die Feuerwehr eine 37-jährige Frau mit einem Helikopter retten, die beim Wandern gestürzt war und sich den Knöchel gebrochen hatte. Die Provinzfeuerwehr in San Vicente del Raspeig stellt eine Zunahme an Rettungseinsätzen in Wandergebieten fest, auch in Calpe. Selbst wenn der Aufstieg auf den Peñón de Ifach größtenteils leicht zugänglich sei, gäbe es gefährliche Passagen an der Spitze, die nur mit großer Vorsicht ausgeführt werden sollten. Ähnlichen Besucheransturm gibt es auch in der Sierra Bernia, die spektakuläre Blicke auf die Costa Blanca bietet.

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