Die Merseguera-Trauben vergären spontan. Foto: Objetivo Tv

Ein „Sherry“ vom Salzsee

Die Weine von La Mata sind echte Überlebenskünstler – Winzer ringen um Zukunft Torrevieja - mar. Di...

Die Weine von La Mata sind echte Überlebenskünstler – Winzer ringen um Zukunft Torrevieja - mar. Die Weinstöcke zwischen der blauen Lagune von La Mata und der N-332 bekamen letzte Woche Besuch vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Schon am 15. August beginnt nämlich im Süden der Vega Baja die Weinlese, eine der frühesten in ganz Europa. Doch nicht nur dieser Fakt lockte das Team von „Aquí la tierra“, dem täglichen Vorabendprogramm des ersten Kanals mit Millionenpublikum an. Allein, dass hier im Süden der Vega Baja, fast in Sichtweite der Küste Algeriens, überhaupt ernsthaft Weinbau betrieben wird, ist eine Betrachtung wert. Auf 40 Hektar wird vorwiegend die flexible und genügsame Traube Merseguera angebaut, noch vor wenigen Jahrzehnten waren es 250 Hektar. Der Rückgang ist auf exzessive Bebauung, schweren Marktstand und zunehmende Trockenheit zurückzuführen. Viele der Stöcke erbringen nicht einmal mehr ein Kilogramm Reben, – ohne Beschnitt. Und wenn den Winzern und Önologen nicht bald etwas einfällt, könnten wegen des wachsenden Klimastresses die diesjährigen TV-Aufnahmen bald als historische Dokumentation gelten.

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