Luis Serna, der von 2007 bis 2008 Bürgermeister in Calp war, muss sieben Jahre in Haft. Foto: A. García|Calps Ex-Bürgermeister Luis Serna muss sieben Jahre in Haft. Foto: A. García

Sieben Jahre Haft für Calps Ex-Bürgermeister Luis Serna

Calp - ms. Wegen der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte hat das Landgericht Alicante Calps E...

Calp - ms. Wegen der Verbreitung kinderpornographischer Inhalte hat das Landgericht Alicante Calps Ex-Bürgermeister Luis Serna zu sieben Jahren Haft verurteilt. Außerdem gilt für den Arzt ein Berufs- sowie ein zehnjähriges Kontaktverbot mit Minderjährigen. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Gefängnis gefordert. Das noch nicht rechtskräftige Urteil war kurz vor Verhängung der vom Coronavirus bedingten Ausgangssperre gefallen. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Serna "Nutzer der IP-Adresse war, von der aus in Calp Dateien mit eindeutigem sexuellen Inhalt mit Minderjährigen per Peer-to-Peer-Technik" genutzt und geteilt worden waren. Außerdem sei davon auszugehen, dass Serna, der über das sogenannte Deep Web auf die Inhalte zugriff, wofür Informatikkenntnisse erforderlich seien, genau wusste, was er tat. Auf seiner Festplatte hatten die Ermittler 225 solcher Dateien gefunden. Serna gestand, dass diese seine seien, leugnete jedoch die Weiterverbreitung und kündigte an, sich in Therapie zu begeben. Serna hatte bis zum Bekanntwerden der Vorwürfe im Februar dieses Jahres Zeichenunterricht in Calps Casa de Cultura gegeben, eine Tätigkeit, die er schließlich beilegte, genau wie seine Mitgliedschaft in der örtlichen PSOE-Fraktion, mit der er von 2007 bis 2008 in der Peñón-Stadt regiert hatte, bis er per Misstrauensvotum abgesetzt wurde.

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