Eine Straße in der Altstadt von Dénia mit Stühlen und Tischen von Restaurants und wenigen Gästen.
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Die Coronavirus-Einschränkungen an der Costa Blanca betreffen vor allem die Gastronomie, etwa in Dénia.

Covid-19 in Alicante

Coronavirus an der Costa Blanca: Auflagen werden in Region Valencia verschärft

  • vonJudith Finsterbusch
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Trotz niedriger Coronavirus-Zahlen an der Costa Blanca verschärft Valencias Landesregierung die Auflagen in der Gastronomie und schränkt die Versammlungsfreiheit in vier Städten ein.

  • Costa Blanca weist im Vergleich zum restlichen Spanien eine niedrige Inzidenz auf.
  • Coronavirus-Maßnahmen sind um weitere drei Wochen verlängert.
  • Covid-Zahlen schwanken in der Marina Alta und im einstigen Hotspot Dénia.

Den neuen Coronavirus-Ticker für die Costa Blanca finden Sie hier.

Update, 17. Oktober: Das valencianische Gesundheitsministerium verschärft in vier Kommunen die Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie und erhöht generell in der ganzen Region die Sicherheitsauflagen in der Gastronomie. In den Kommunen Orihuela, Elche, Onda und Guadassur schränkt Gesundheitsministerin Ana Barceló die Versammlungsfreiheit weiter ein. Orihuela Costa und Torremendo sind davon nicht betroffen, dort gelten diese neuen Auflagen also nicht. In den restlichen Gebieten von dreien der vier Kommunen dürfen nicht mehr als sechs Personen verschiedener Haushalte zusammenkommen, unabhängig davon, ob es sich um private oder öffentliche beziehungsweise offene oder geschlossene Räume handelt. In Onda gilt die Regel auch, aber für zehn Personen. Die Anzahl der Personen in kulturellen und sportlichen Einrichtungen wird in Elche, Orihuela - Ausnahme Orihuela Costa und Torremendo - und Guadassur auf 50 Prozent des Fassungsvermögens beschränkt, in Onda auf 60 Prozent. Dies gilt auch für Trauerfeiern und Totenwachen. Des weiteren werden die Aktivitäten in Seniorenzentren ausgesetzt und Besuche wie Ausgänge für die Bewohner beziehungsweise Nutzer dieser Einrichtungen beschränkt. Derweil hat das Rathaus von Elda ähnliche Einschränkungen bei der Nutzung öffentlicher Anlagen erlassen. Die Maßnahmen in Orihuela und Elche fußen auf der hohen Anzahl von Ausbrüchen des Coronavirus, bei deren Nachverfolgung das Gesundheitsministerium auf große Schwierigkeiten stößt. Allein in Elche erfassten die Behörden 40 Infektionsherde in zwei Wochen.

Coronavirus Valencia: Nächtliche Ausgehverbot wird verlängert und verschärft

Die Verschärfung der Auflagen im Gastgewerbe zielen auf den Konsum am Tresen ab, dort dürfen Bars und Restaurants nur noch dann Gäste bedienen, falls entsprechende Zonen ausgewiesen sind, die einen Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleisten. Gruppen mit mehr als vier Personen dürfen auch nicht mehr an der Bar bedient werden. Das bereits geltende, sogenannte nächtliche Ausgehverbot - bekannt als cierre de ocio nocturno - wird um weitere drei Wochen verlängert. Pubs, Cocktailbars oder Diskos bleiben zu, ab 24 Uhr gilt ein Einlass-Stopp und ab 1 Uhr Ausschank-Stop. Für das valencianische Gastgewerbe kommt diese Ankündigung von Gesundheitsministerin Ana Barceló einem Schlag ins Gesicht gleich, da die Verbände in dieser Woche sich für eine Lockerung der Auflagen und eine Ausdehnung der Öffnungszeiten bis 1 Uhr stark gemacht hatten. Das valencianische Gastgewerbe empfindet die extremen Maßnahmen als Diskrimination, da sich im Gastgewerbe die Krankmeldungen wegen des Coronavirus nicht von denen verschiedener anderer Wirtschaftssektoren unterscheiden würden, sie lägen laut den Erhebungen vom 14. Oktober bei 5,35 Prozent und unter denen des Einzelhandels von 7,25 Prozent. „Das Risiko sich in einer Bar mit dem Coronavirus anzustecken ist genauso hoch wie in einem Autohaus“, sagte der CET-Verbandsvorsitzende, Luis Martí.

Update, 15. Oktober: Grundsätzlich kann man mit Rücksicht auf das Leid und die Opfer eigentlich keine Nachricht über das Coronavirus als gut einstufen, aber die Marina Alta gleicht derzeit einer Insel in dem Corona-Pandemie-Morast. 25 Ortschaften des Kreises in der Provinz Alicante haben derzeit nur einen oder gar keinen Coronavirus-Infizierten, darunter sogar Jalón, Orba und El Verger, die alle drei in den vorausgegangenen Wochen mit dem Virus zu kämpfen hatten. Jalón musste zeitweise das Rathaus schließen und den Samstags-Flohmarkt Rastro absagen. Els Poblets, Pego und Pedreguer melden derzeit jeweils nur einen „aktiven“ Covid-19-Fall, der sich in den vorausgegangenen 14 Tage infizierte und das Coronavirus theoretisch verbreiten kann. Auch der einstige Corona-Hotspot Dénia hat es geschafft, die Zahl der aktiven Sars-CoV-2-Infizierten von 233 am 10. September auf derzeit zehn zu senken. Jávea mit einst 68 Infizierten verzeichnet nur noch fünf, und Calp nicht mehr 34, sondern nur noch vier. Teulada-Moraira kommt auf zwei, Benissa und Ondara auf je vier, Gata de Gorgos auf drei.

Update, 14. Oktober: Die Costa Blanca und die gesamte Region Valencia stehen im spanischen Coronavirus-Vergleich am besten da. Mit einer Inzidenz von 39,47 in den vergangenen sieben Tagen hat Valencia die Kanaren wieder überholt, dort kommen 40,54 Covid-19-Fälle auf 100.000 Einwohner. Die spanische Region mit der drittniedrigsten Inzidenz ist Kantabrien mit 55,93.

Update, 16. Oktober: Der Kreis Marina Alta ist auf einem guten Weg. 75 Prozent der Gemeinden der Region führen nur noch einen mit Covid-19 Infizierten in ihrer Statistik. Dazu zählen Orte wie etwa Pego oder Pedreguer,. In El Verger, vor einigen Wochen noch einer der Orte in denen die Zahl der Coronavirus-Infizierten besorgniserregend stieg, gibt es derzeit keinen einzigen Infizierten mehr. Auch Gemeinden wie Xaló y Orba melden null Infizierte. Auch die Kommunen, die noch nicht coronafrei sind, melden weiterhin sinkende Zahlen. Auf einem guten Weg ist etwa Dénia, wo nur noch zehn an Covid-19 erkrankte Personen gemeldet sind, in der Nachbargemeinde Jávea reduzierte sich die Zahl von 68 Personen auf mittlerweile fünf und in Ondara von 26 auf vier. Ähnlich auch die Situation in Calp, wo sich die Zahl der an Corona erkrankten Personen inzwischen ebenfalls auf vier Personen reduziert hat.

Update, 13. Oktober: Nur neun neue Coronavirus-Fälle wurden zwischen vergangenem Freitag und gestrigem Montag in der Marina Alta gezählt. Das ist wieder die geringste Zahl seit Anfang August. Gestorben ist in diesen vier Tagen in der Marina Alta niemand an Covid-19. Und erstmals seit langem ist es nicht mehr Dénia, das die Zahl der Infizierten anführt. Nur zwei neue Fälle gab es hier, in Jávea waren es drei, in Calp ebenfalls zwei und in Teulada und Gata de Gorgos je einer.

Coronavirus an der Costa Blanca: Inzidenz in Valencia über 50

Update, 12. Oktober: Erstmals seit vielen Wochen hat die Region Valencia den Inzidenz-Grenzwert von 50 wieder überschritten. Das Auswärtige Amt in Deutschland etwa nimmt 50 Coronavirus-Fälle pro 100.000 Einwohner als Richtwert, um eine Reisewarnung über ein Land oder einzelne Regionen zu verhängen. Damit verbunden ist die Einstufung als Risikogebiet, mit der Auflagen für Einreisende einhergehen. Bei der letzten Aktualisierung der Fallzahlen am Freitag, 9. Oktober, lag Valencia bei einer Inzidenz von 51,74 in den vergangenen sieben Tagen. Trotzdem stehen die Costa Blanca und ganz Valencia im spanischen Vergleich nach wie vor gut da: Nur die Kanaren weisen eine niedrigere Inzidenz (41,1) auf, an dritter Stelle liegt Kantabrien mit 52,49.

Coronavirus an der Costa Blanca: Leichter Anstieg in der Marina Alta

Update, 10. Oktober: Der Gesundheitsbezirk Marina Alta meldet am Freitag, 9. Oktober, 14 Neuinfizierungen mit dem Coronavirus, was einem leichten Anstieg im Vergleich zu den zehn gemeldeten Fällen vom Dienstag entspricht. Drei der Infizierten stammen aus Dénia, in der Kreisstadt ist ein Mensch mit Covid-19 verstorben. Dennoch ist die Lage insgesamt mit einer Inzidenz von 35,57 hochgerechnet auf 100.000 Einwohner entspannt. Damit erhöht sich die Zahl der Covid-19-Opfer in der Marina Alta seit Ausbruch der Pandemie auf 29, wovon zwölf aus Dénia stammen. Ondara meldet drei weitere Infizierte, Benissa zwei, Els Poblets, Calpe, Benitachell, Beniarbeig, Pego und Pedreguer je einen. Derzeit leben in der Marina Alta 52 Coronavirus-Infizierte, die das Virus noch weitergeben können. Seit Ausbruch der Epidemie hat die Marina Alta 1.362 Coronavirus-Infizierte gemeldet. Die Provinz Alicante verzeichnet 203 Neuinfektionen der insgesamt 576, die von Donnerstag auf Freitag aus den verschiedenen Gesundheitsbezirken der Region Valencia vermeldet wurden. Die Fallzahlen ziehen in den größeren Städten wie Alicante, Elche, Elda, Orihuela, Alcoy, Benidorm und Torrevieja etwas an. Binnen 24 Stunden wurden sechs Covid-19-Todesfälle in der Region Valencia und 16 Ausbrüche registriert, darunter einer in Orihuela und zwei in Muro de Alcoy. Die Krankenhäuser haben derzeit 426 Patienten mit Covid-19 in stationärer Behandlung, 135 davon in Hospitälern an der Costa Blanca, 31 auf der Intensivstation.

Update, 9. Oktober: Die valencianische Regierung ehrt am regionalen Feiertag das valencianische Volk mit der Hohen Auszeichnung der Generalitat für „seinen entscheidenden Beitrag“ bei der Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus. Ministerpräsident Ximo Puig führt die aktuell niedrigen Stand der Infektionen hauptsächlich auf den Beitrag der Bürgerschaft zurück, die die Auflagen zur Eindämmung der Ausbreitung von Sars-CoV-2 gewissenhaft befolge. Als einen weiteren entscheidenden Punkt in der bis dato erfolgreichen valencianischen Strategie nennt er das schnelle Eingreifen bei den zahlreichen kleineren Ausbrüchen, bei denen die Region auf 1.300 Virenfahnder zählen könne. Am Vortag vermeldete das spanische Gesundheitsministerium 2.497 Coronavirusinfektionen, die in den vorausgegangenen sieben Tagen in der Region Valencia registriert wurden. Demnach steht Valencia heruntergebrochen auf die 100.000-Einwohner-Inzidenz für sieben Tage mit 49,90 und für 14 Tage mit 104,32 besser als jede andere Region auf dem spanischen Festland da, nur die Kanaren verzeichnen niedrigere Zahlen (41,61/95,94).

Vertreter der valencianischen Landesregierung haben der Coronavirus-Opfer an der Costa Blanca gedacht.

Update, 7. Oktober: Zu dem Massen-Coronavirus-Ausbruch an der Polytechnischen Universität in Valencia meldet die Landesregierung mittlerweile 168 Betroffene. Insgesamt wurden bislang 712 PCR-Tests unter Studtenten durchgeführt. An der Costa Blanca hat das Landesgesundheitsministerium einen neuen Ausbruch mit drei Betroffenen in Dénia registriert, in Elche einen Herd mit vier Betroffenen aus einem Bildungszentrum und in Pilar de la Horadada mit fünf Infizierten. Nicht zuletzt der Massen-Ausbruch an der Uni hat dazu geführt, dass die Inzidenz, also die Zahl der Fälle auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, in Valencia gestiegen ist. Sie liegt aktuell bei 46,96 (vor einer Woche 42,35) und somit trotzdem noch weit unter dem spanischen Durchschnitt von 117,96.

Update, 6. Oktober: Grund zur Hoffnung geben an diesem Dienstag wieder die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen aus der Marina Alta. Zwischen vergangenem Freitag und gestrigem Montag haben sich nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums in dem Landkreis zehn Personen neu mit dem Coronavirus angesteckt. Zwischen Dienstag und Freitag vergangener Woche waren es noch 30 neue Fälle gewesen. Die heutige Zahl ist die beste seit dem 4. August. Eine positive Tendenz, die auch in Dénia zu spüren ist. Die Kreishauptstadt, die in den vergangenen Wochen wegen einer rasant steigenden Infektionskurve immer mehr Anlass zur Sorge gegeben hatte, verzeichnete zwischen Freitag und Montag nur drei neue Ansteckungen. In Jávea kamen zwei neue Fälle dazu, in Pego, Benissa, Gata, Ondara und Sagra je einer. In anderen Gemeinden wie Calp, Verger, Teulada, Els Poblets, Benitachell, Orba, Jalón oder Pedreguer gab es keinen einzigen neuen Fall. Die gute Nachricht: In der Marina Alta verstarb auch in den vergangenen vier Tagen niemand an Covid-19.

An der Polytechnischen Universität in Valencia gibt es einen Massen-Corona-Ausbruch unter Studenten. Die genaue Zahl der Infizierten steht noch nicht fest, laut Medienberichten wurden mindestens 120 Studenten positiv auf das Coronavirus getestet. Es handelt sich um den größten Covid-Ausbruch in der Comunidad Valenciana seit Beginn der Epidemie. Der Ursprung liegt wahrscheinlich in einer illegalen Party im Studentenwohnheim Galileo Galilei, das sich auf dem Campus befindet. Bislang haben die Behörden knapp 700 Studenten getestet, rund 400 Tests wurden bereits ausgewertet. Die Universität bleibt bis auf Weiteres geschlossen, 25.000 Studenten werden ab sofort online unterrichtet.

Update, 2. Oktober: Die Landesregierung meldet diverse kleinere Coronavirus-Ausbrüche an der Costa Blanca, im Allgemeinen ist die Lage aber entspannt. In den letzten 24 Stunden wurden in der gesamten Region Valencia 562 Personen positiv auf Sars-Cov-2 getestet, aber auch 674 gesundgeschrieben.

124 Personen liegen momentan in der Provinz mit Covid-19 im Krankenhaus, 33 davon auf der Intensivstation. Kleinere Ausbrüche gab es unter anderem hier: neun Fälle in Santa Pola und fünf in Elche (soziales Umfeld), in Schulen in Torrevieja und Pilar de la Horadada mussten Schulklassen wegen insgesamt elf bestätigten Corona-Fällen in Quarantäne geschickt werden.

Update, 2. Oktober: Das valencianische Gesundheitsministerium hat heute auch die Daten der Coronavirus-Pandemie für die Marina Alta aktualisiert. Demnach sind die Covid-19-Infizierungen in der Region seit vergangenem Dienstag wieder leicht angestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen drei Tagen beläuft sich auf 30. Zuvor war zwischen Freitag und Dienstag ein Anstieg von 28 gemeldet worden. Bei den meisten Neuinfizierten handelt es sich um Bewohner von Dénia. Dort sind derzeit offiziell 775 Personen gemeldet, die positiv auf Covid-19 getestet worden sind. Neuinfizierte werden auch aus Jávea (5), Calp (3) und Teulada, Gata de Gorgos sowie Ràfol d‘Almúni (jeweils 2) gemeldet. In Benissa, Pego und Pedreguer fiel jeweils bei einer Person der Test positiv aus. Gute Nachrichten gibt es aus Ondara und El Verger: Dort wurden seit Dienstag keine Neuinfizierten registriert.

Update, 29. September: Gute und schlechte Coronavirus-Nachrichten gibt es aus dem Kreis Marina Alta an der Costa Blanca. Zunächst die schlechte: Zwei Personen sind seit Veröffentlichung der letzten Zahlen des valencianischen Gesundheitsministeriums am vergangenen Freitag im Gesundheitsbezirk Marina Alta an Covid-19 gestorben. Einen Todesfall gab es in Jávea, einen weiteren in Ondara. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Todesopfer damit in der Marina Alta auf 28.

Coronavirus an der Costa Blanca: Zahlen in Dénia und Umgebung weiter rückläufig

Die gute Nachricht: Die Zahl der Covid-19-Ansteckungen ist weiterhin deutlich rückläufig, seit Mitte August war sie nicht mehr so niedrig. Waren zwischen Dienstag und Freitag vergangener Woche noch 63 neue Fälle gezählt worden, kamen zwischen vergangenem Freitag und dem heutigen Dienstag nur noch 28 dazu. Eine sinkende Tendenz, die auch die Kreishauptstadt Dénia betrifft. Nur neun neue Fälle wurden hier seit Freitag gezählt, zwischen Dienstag und Freitag waren es 31 neue Fälle gewesen, in den schlimmsten Zeiten Ende August sogar 91 - da zählte Dénia als Coronavirus-Hotspot an der Costa Blanca.

Auf Dénia folgt Teulada mit sechs neuen Coronavirus-Ansteckungen, die auf einen Ausbruch im sozialen Bereich zurückzuführen sind. Weitere Sars-CoV-2-Fälle kommen aus Jávea (5), Verger (2), Gata de Gorgos (1), Els Poblets (1) und Benitachell (1, plus drei weitere Fälle von einem Ausbruch vom gestrigen Montag). In mehreren größeren Orten im Norden der Costa Blanca gab es dagegen seit Freitag keinen einzigen neuen Fall, so in Calp, Pego, Benissa, Pedreguer und Ondara.

Erstmeldung, 28. September: Alicante - Fast täglich meldet das valencianische Gesundheitsministerium die aktualisierten Zahlen der Coronavirus-Fälle für die Costa Blanca und die gesamte Region Valencia. Von neuen Ausbrüchen ist die Rede, von Covid-19-Hotspots und von Infektionsraten. Doch wie ist die Lage wirklich in der Provinz Alicante?

Coronavirus an der Costa Blanca: Kein Vergleich zu Madrid

Zunächst einmal: So schlimm wie die Lage in Madrid ist, ist sie sonst nirgendwo in Spanien. Die Region Valencia und somit auch die Costa Blanca stehen beim nationalen Coronavirus-Vergleich sogar überdurchschnittlich gut da. Einen guten Überblick über die Covid-19-Lage bietet die Inzidenz (IA) der letzten 14 Tage, die die Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner misst. Während der spanische Durchschnitt bei den Coronavirus-Fällen eine Inzidenz von 282,29 aufweist, liegt die IA in der Region Valencia bei 112,10 (Stand: 25. September).

Damit steht die Costa Blanca und der Rest der Region Valencia an zweiter Stelle in Spanien. Nur Asturien kommt auf eine noch niedrigere Inzidenz von 111,56. Auch Galicien mit 116,61 und die Kanaren mit 121,11 stehen in der Coronavirus-Statistik gut da. Andalusien kommt auf eine Coronavirus-Inzidenz von 158,55, anders sieht es in Murcia aus, wo die Bürger zu einer freiwilligen Corona-Quarantäne aufgerufen sind. Hier liegt die Inzidenz bei 404,58. Auch der gefürchtete Schulanfang nach den Sommerferien hat bislang in der Region Valencia nicht zu einem sprunghaften Anstieg der Coronavirus-Fälle geführt. So konnten 99,7 Prozent der valencianischen Schüler die ersten zwei Wochen Unterricht ganz normal hinter sich bringen. 130 von insgesamt 47.000 Klassen an 101 Schulen von insgesamt 1.845 mussten in Quarantäne.

Coronavirus an der Costa Blanca: Einschränkungen verlängert

Unterdessen hat die Landesregierung in Valencia die im August verabschiedeten Corona-Einschränkungen um weitere drei Wochen verlängert. Dazu zählen vor allem Maßnahmen für die Gastronomie, das Nachtleben und für Großveranstaltungen. Auch das Rauchverbot bei weniger als zwei Metern Mindestabstand gilt ab dem 28. September für weitere drei Wochen. Die Strategie an der Costa Blanca und in der ganzen Region Valencia lautet außerdem: testen, testen, testen. Seit Ende des Notstands hat das valencianische Gesundheitsministerium 640.000 Corona-Tests machen lassen, seit Ausbruch der Pandemie sind es über eine Million. 92 Prozent der Tests haben ein negatives Ergebnis, 40 Prozent der positiv getesteten Betroffenen weisen keine Covid-19-Symptome auf.

Nicht nur in den verschiedenen Regionen Spaniens, sondern auch innerhalb der Region Valencia gibt es deutliche Unterschiede. Bei der letzten Aktualisierung der Coronavirus-Fallzahlen am 25. September meldete die Landesregierung 621 Neuinfizierte für die vergangenen 24 Stunden. Nur 63 davon gehen auf die Provinz Castellón zurück, 310 auf die Provinz Valencia und immerhin 248 auf die Costa Blanca. Sechs positive PCR-Tests konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Coronavirus an der Costa Blanca: Ausbrüche in Dénia und Benidorm

Im Kreis Marina Alta galt Dénia mehrere Wochen als Corona-Hotspot an der Costa Blanca. Dort sind die Zahlen der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 zwar nicht mehr so hoch wie noch Ende August oder Anfang September, sie schwanken aber. Bei der letzten Aktualisierung der Neuinfektionen am 25. September meldete das Landesgesundheitsministerium 63 Menschen, die sich in den vorangegangenen drei Tagen in der Marina Alta mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Auf Dénia kamen mit 31 fast die Hälfte der Infizierten.

Auch Benidorm schafft es immer mal wieder in die Coronavirus-Statistiken der valencianischen Landesregierung. Zuletzt hat das Landesgesundheitsministerium dort drei neue Covid-19-Ausbrüche verzeichnet, zwei mit jeweils fünf Betroffenen und einen mit vier Betroffenen. Einen Infektionsherd mit vier Corona-Fällen meldet auch Teulada, im Süden der Costa Blanca, in Orihuela, gibt es derzeit einen Ausbruch mit drei Infizierten.

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