Ein Restaurant in Zeiten von Corona, mit wenigen Besuchern und einem Kellner mit Maske.
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Die Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus sollen in Valencia zur Weihnachtszeit gelockert werden.

Aktuelle Entwicklung Coronavirus

Weihnachten an der Costa Blanca: Corona-Regeln für die festlichen Tage

  • vonStephan Kippes
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Weihnachten können Valencianer zu sechst im Kreis der Familie feiern und auch sonst gibt es in Sachen Coronavirus-Einschränkungen an der Costa Blanca einige Änderungen über die Feiertage.

Update, 18. Dezember: Angesichts der steigenden Corona-Zahlen hat die valencianische Landesregierung die geltenden Auflagen bezüglich Sperrstunde, Einreise und Personenanzahl an der Costa Blanca verschärft. Die neuen Regeln gelten am Montag, 21. Dezember, und bis mindestens 15. Januar. Über Weihnachten wird es wesentlich weniger Lockerungen geben als ursprünglich geplant.

Update, 8. Dezember: Nachdem die Zentralregierung allgemein gültige Richtlinien für Weihnachten mit Corona in ganz Spanien ausgesprochen hat, veröffentlicht nun auch die valencianische Landesregierung die endgültigen Regeln für die Feiertage:

  • Die Sperrstunde gilt in den Nächten vom 24. auf den 25., vom 25. auf den 26. Dezember sowie vom 31. Dezember auf den 1. Januar erst ab 1.30 Uhr.
  • Die Abriegelung der Region Valencia wurde verlängert, sie gilt nach derzeitigem Stand bis 15. Januar. Ausnahmen gelten am 23., 24., 25., und 31. Dezember sowie am 1. Januar: Dann sind die Grenzen zu anderen Regionen geöffnet, sofern die Fahrt der Familienzusammenführung über die Weihnachtstage dient.
  • Bars und Restaurants müssen in den Nächten vom 24. auf den 25., vom 25. auf den 26. Dezember sowie vom 31. Dezember auf 1. Januar spätestens um 1 Uhr schließen. Ab 0.30 Uhr dürfen keine neuen Bestellungen mehr aufgenommen werden. An einem Tisch dürfen maximal sechs Personen sitzen, außer es handelt sich um Familien beziehungsweise sich anderweitig nahe stehende Personen, die umstrittenen „allegados“. Dann sind zehn Gäste pro Tisch erlaubt.
  • Veranstaltungen rund um die Heiligen Drei Könige sind nicht grundsätzlich verboten, die geltenden Corona-Regeln bezüglich Abstand und Hygiene müssen aber eingehalten werden. Statische Cabalgatas sind vorzuziehen, es dürfen aber auch Umzüge stattfinden, wenn es dabei nicht zu Massen-Ansammlungen kommt. Bürger sind aufgerufen, Cabalgatas vom Balkon aus zu verfolgen. Kamelle dürfen nicht geworfen werden.

Weihnachten mit Corona an der Costa Blanca: Das plant die Landesregierung

Erstmeldung, 27. November: Valencia - An Weihnachten dürfen die Valencianer trotz des Coronavirus mit bis zu zehn Personen im Kreis der Familie feiern und zwar bis 1 Uhr nachts. Diese Regelung hat die Landesregierung Valencia bekannt gegeben. Aber: Sie gilt nur am 24., 25, und 26. Dezember sowie am 1., 5. und 6. Januar. Ferner beschränkt sie sich auf Familientreffen. Mit zehn Freunden das Jahr verabschieden geht nicht, soziale Treffen bleiben auf sechs Personen beschränkt. Der Vorschlag der Landesregierung muss noch der Konferenz der Regionalpräsidenten am Mittwoch vorgelegt werden, was als ein formaler Akt gilt und dem allgemeinen Wunsch geschuldet ist, einigermaßen einheitliche Regeln für Weihnachten in den verschiedenen Regionen in Spanien festzulegen.

Coronavirus und Weihnachten: Keine Abriegelung an Weihnachten

Keine genau Angaben machte Gesundheitsministerin Ana Barceló, wie die Landesregierung Valencia mit der Abriegelung der Region an diesen Feiertagen verfahren will. Viele Valencianer wohnen in Nachbarregionen und würden an Weihnachten gerne ihre Familien hier vor Ort besuchen. Ministerpräsident Ximo Puig muss entscheiden, ob die Region nach dem Brückenwochenende vom 6. und 8. Dezember wieder geöffnet werden kann. Sollte die Abriegelung aber bestehen bleiben, stellt die Gesundheitsministerin eine Ausnahmeregelung für 24., 25. und 26. Dezember in Aussicht sowie für 1., 5. und 6. Januar. Ein Familienfest, wenn auch anders als gewöhnt, will die Regierung den Valencianern scheinbar schon gönnen.

Die aktuellen Auflagen von der Abriegelung, über Sperrstunde bis zu Einschränkungen im Reiseverkehr, bei sozialen Treffen und in der Gastronomie gelten über das Brückenwochenende hinaus und laufen am 9. Dezember aus. Große Hoffnungen auf ein Ende dieser Verordnungen auf Grundlage der Notstandsreglungen scheint die Gesundheitsministerin Ana Barceló nicht zu haben. „Dafür müsste die epidemiologische Lage schon sehr gut, und ich meine sehr, sehr gut sein und derzeit haben wir nicht den Eindruck, dass es zu diesem Zeitpunkt schon so weit sein wird.“

Coronavirus und Restriktionen: 92 Prozent der Infektionen gehen auf soziale Treffen zurück

Die Haltung der valencianischen Gesundheitsministerin ähnelt den ihrer Kollegen in anderen Regionen wie etwa Andalusien, wo der Kater nach den Sommerfesten noch nicht vergessen ist. Man fürchtet, abermals zu schnell und zu früh zur Normalität zurückzukehren. Derzeit haben in der Region Valencia 92 Prozent der erfassten Neuinfektionen ihren Ursprung in Zusammenkünften mit Freunden oder Familienangehörigen. „Das ist alarmierend und dieser Anteil muss sinken, das können Sie als Aufforderung, Bitte oder Empfehlung verstehen, aber nur das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Valencianers öffnet die Türen für sorglose Weihnachtsfeiertage“, sagte Gesundheitsministerin Ana Barceló.

So fallen auch die nächsten festlichen Anlässe flach. Aus den traditionellen San-Silvestre-Läufen wird nichts und die Heiligen Drei Könige werden wohl auch nicht durch Valencia ziehen. Die Ministerin stellte allenfalls statische Aufführungen in Aussicht, bei der die Anzahl der Besucher besser kontrolliert werden könne. Die Landesregierung erwäge aber, die Auflagen für das Gastgewerbe – Restaurants, Bars und Hotels – etwas zu lockern, falls die Entwicklung der Pandemie dies zulasse. „Wir sind allerdings dafür, die aktuelle geltenden Auflagen bis unmittelbar vor den Feiertagen in Kraft zu lassen, um sie dann – je nach Evolution der Pandemie – zu lockern oder zu verschärfen“, sagte Ana Barceló.

Coronavirus in Region Valencia: 14-Tage-Inzidenz unter Werten für Spanien und Deutschland

Derzeit liegt die 14-Tage-Inzidenz der Region Valencia bei 281,55 und damit unter dem Landesschnitt. Das Coronavirus breitet sich in Valencia nicht mehr aus, sondern zieht sich zurück. Das Gesundheitsministerium beziffert den Index für Reproduktion auf  0,89. „Der Index liegt unter dem Wert eins, was heißt, dass Ansteckung nicht zunimmt“, sagte Barceló. Einen ähnlichen Verlauf nahm die Pandemie vor den Brückentagen vom 12. Oktober, erinnerte die Gesundheitsministerin, „und plötzlich kam ein gewaltiger Anstieg, den wir nicht erwartet hatten.“ Die Auslastung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung ist rückläufig und liegt bei 13,25 Prozent, die der Intensivstationen gibt noch nicht nach und liegt bei 31,5 Prozent.  

Die Region Valencia meldet am Donnerstag, 26. November, 1.508 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, wovon 108 auf die Provinz Castellón fallen, 811 auf die Provinz Valencia und 589 auf Alicante, also die Costa Blanca. Ferner vermeldet Valencia 28 Todesfälle mit Covid-19, elf davon in Seniorenresidenzen. Damit leben derzeit 15.800 Menschen in Valencia, die sich in den vergangenen beiden Wochen mit Sars-CoV-2 infiziert haben.

Coronavirus in Marina Alta: Anstieg der Fallzahlen vor allem in Pedreguer

Die Marina Alta muss einen Rückschlag in der zuletzt positiven Entwicklung der Coronavirus-Pandemie einstecken. Ein Bürger aus Ondara mit Covid-19 ist verstorben, womit dem Coronavirus nun 36 Todesfälle in der Marina Alta seit Beginn der Pandemie zugeschrieben werden. Ferner steigt die Zahl der Infektionen auf 50 Fälle an. Allein in Pedreguer haben die Gesundheitsbehörden 16 Fälle registriert. Dénia und Jávea – zuletzt frei von Neuinfektionen – melden zehn beziehungsweise acht Infektionen, Calpe kommt auf sechs, El Verger auf vier, Orba auf drei und Benissa, Ondara  sowie Pego auf je einen. Die Marina Alta als Kreis weist jedoch immer noch sehr Inzidenz vor. Derzeit liegt der Wert, der Bezug auf der Zahl der Infektionen in einem Zeitraum von 14 Tagen bei 100.000 Einwohner nimmt, bei 78,6. Die Kreishauptstadt Dénia kommt auf 83. Insgesamt steuert der Kreis auf 2.000 Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie zu, die exakte Zahl beläuft sich auf

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