Feuerwehrmänner stehen nachts vor dem Trümmerfeld eines eingestürzten Gebäudes.
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Die Feuerwehr suchte in dem Trümmerfeld eines eingestürzten Gebäudes nach drei Vermissten.

Drei Menschen verschüttet

Spanien: Gebäude in Ferienort Peñíscola eingestürzt - Junge tot geborgen

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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In Spanien stürzt ein Gebäude mit Ferienwohnungen in dem Badeort Peñíscola ein und begräbt drei Menschen. Die Rettungskräfte bergen eine Person, ein Junge wird tot gefunden.

Update, 27. August: Die Rettungskräfte haben die Leiche der Frau geborgen, die noch unter den Trümmern verschüttet war. Damit steigt die Zahl der Opfer, die bei dem teilweisen Einsturz des Gebäudes mit 20 Ferienwohnungen ums Leben gekommen sind, auf zwei. Bereits in der Nacht zum Donnerstag war der 15-jährige Stiefsohn der 56-jährigen Frau tot geborgen worden. Ihren etwa 25-jährigen Sohn (das Alter des jungen Mannes wurde inzwischen nach oben korrigiert) konnten die Rettungskräfte am Donnerstag lebend aus den Trümmern befreien, er liegt auf der Intensivstation des Krankenhauses in Vinaròs.

Erstmeldung, 26. August: Peñíscola – Beim Einsturz eines dreistöckigen Gebäudes mit Ferienwohnungen in Peñíscola ist mindestens eine Person ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte haben am Donnerstag kurz vor 8 Uhr den leblosen Körper eines Minderjährigen in den Trümmern gefunden. Der Jugendliche war einer von drei Vermissten, die sich in dem Gebäude in dem Urlaubsort in Spanien befanden, als Teile davon am Mittwoch gegen 20 Uhr aus noch unbekannten Gründen einstürzten.

Gebäude in Spanien eingestürzt: Feuerwehr rettet eine Person und birgt einen toten Jungen

Gegen Mitternacht konnte die Feuerwehr den ersten der drei Vermissten, einen 15-jährigen Jugendlichen, bergen, der bei Bewusstsein war, aber in einem Loch zwischen den Trümmern eingeklemmt war und auf die Rufe der Retter reagierte. Man konnte sehen, wie einige der Feuerwehrleute sich nach der geglückten Rettung in die Arme fielen. Eine dritte Person konnte von Spürhunden lokalisiert, aber von den Rettungsteams aus Feuerwehr, Zivilschutz und Guardia Civil noch nicht aus dem Trümmerfeld des Gebäudes der Wohnanlage „Font Nova“ in Peñíscola befreit werden. Bei der verschütteten Frau soll es sich angeblich um die Mutter des verstorbenen Jugendlichen handeln. Der Leiter der Feuerwehreinheiten verwies auf die weiterhin bestehende Einsturzgefahr, die die Bergungsarbeiten erschwert. Die abgesperrte Sicherheitszone misst etwa 300 Meter in der Länge, das Trümmerfeld in dem Ferienort in Spanien ist gewaltig.

Bis jetzt schließt die Polizei in Spanien scheinbar aus, dass sich noch weitere Personen zum Zeitpunkt des Einsturzes in den 20 von dem Unglück betroffenen Ferienwohnungen befanden. Diese Informationen basieren allerdings auf einer WhatsApp-Gruppe der Bewohner. Das etwa 30 Jahre alte Gebäude in Peñíscola stürzte auch nicht auf einmal, sondern in zwei 15 Minuten versetzen Zusammenbrüchen ein. Einige Anwohner vermuten, dass die jüngsten Regenfälle in der Region nördlich der Costa Blanca eine Rolle bei dem Einsturz gespielt haben könnten. Das ist bisher nicht bestätigt. Mehrere Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, berichtet die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt RTVE in den Abendnachrichten. Es waren wohl auch nicht alle Appartments vermietet. Die Sicherheitskräfte haben die anliegenden Wohnungen evakuiert, sodass 30 Personen in Notunterkünften die Nacht verbringen mussten,

„Wir hoffen, dass die Menschen, die unter den Trümmern sind, lebend gerettet werden können,“ sagte Andrés Martínez, Bürgermeister der Küstenstadt Peñiscola, einem der bekanntesten Urlaubsorte der Provinz Castellón im Norden der Region Valencia, die wegen ihrer Burg Kulisse zahlreicher Hollywoodfilme war.

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